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"Wir sind Krieger": Andreas Granqvist, der "Baum", symbolisiert das neue Schweden
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Publiziert 22/06/2018 um 15:32 GMT+2 Uhr
Kapitän Andreas Granqvist steht stellvertretend für die Spielweise seiner Mannschaft. Der Abwehrchef der Schweden liebt das Rustikale. "Wir kämpfen, wir sind Krieger und tun das, was wir tun sollen", beschrieb Granqvist den Charakter des schwedischen Spiels. Und auch gegen Deutschland (Samstag ab 20:00 Uhr im Eurosport-Liveticker) brauche man nichts besonderes von seinem Team erwarten.
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Fotocredit: Eurosport
Nicht nur die schwedischen PR-Strategen und Werbefachleute schlugen die Hände über dem Kopf zusammen, als die Nachricht kam. Andreas Granqvist? Jener bullige Defensivmann, dessen Glamourfaktor mit seinem schütteren Haar und der rustikalen Spielweise sich im nicht meßbaren Bereich bewegt, sollte tatsächlich Nachfolger des selbsternannten Gottes Zlatan Ibrahimovic werden. Ein "Baum" als Kapitän der schwedischen Nationalmannschaft?
Zwei Jahre nach dem 21. Juni 2016, dem Tag der Rücktrittsankündigung von "Ibrakadabra" ist die schwedische Sicht auf die Dinge eine völlig andere. Schweden hat sich nach zwei vergeblichen Anläufen und trotz Gegnern wie Frankreich, den Niederlanden und Italien wieder für eine WM qualifiziert, Schweden kämpft am Samstag (20.00 Uhr/ARD und Sky) in Sotschi gegen die deutsche Mannschaft um den vorzeitigen Einzug ins Achtelfinale.
Ibrahimovic kein Thema mehr - Granqvist sei Dank
Keiner symbolisiert das neue schwedische Team so wie der 33-jährige Abwehrchef. Granqvist rennt 90 Minuten. Granqvist grätscht, als wäre jeder Zweikampf der letzte. Und Granqvist erzielt sogar noch Tore. Der Treffer per Elfmeter zum Auftaktsieg gegen Südkorea eröffnete Blagult für den weiteren WM-Verlauf plötzlich alle Chancen.
Granqvist, den sie in Schweden aufgrund seiner imposanten Statur und seiner unerschütterlichen Spielweise nur Granen (zu deutsch: Baum) nennen, hat keine Angst. Nie. Vor dem Duell mit dem Weltmeister schon gar nicht. Der Verteidiger sagte:
Die Partie in Sotschi ist für Granqvist beinahe ein Heimspiel. Denn nach Stationen in England, den Niederlanden und Italien läuft der 1,92-Meter-Hüne aus dem 2800-Seelendorf Paarp seit fünf Jahren für den russischen Klub FK Krasnodar auf. Nach der WM, das steht schon fest, geht es zurück nach Helsingborg, wo seine Profikarierre vor 14 Jahren begann.
Dann wird für ihn alles anders sein. Denn Granqvist ist in Schweden inzwischen eine (kleine) Berühmtheit. Einen Hype wie um Ibrahimovic gibt es zwar nicht. Doch selbst die Werbung weiß inzwischen um die Strahlkraft ihres neuen, erfrischend anderen Anführers, der nicht mal einen Twitter-Account besitzt.
Nach der Wahl von Granqvist zu Schwedens Fußballer des Jahres 2017 im vergangenen Herbst, ein Titel, der zuvor zehn Mal in Folge an Ibrahimovic gegangen war, entwarfen die Strategen jedenfalls die Christbaumkugel "Granen i Granen", den Baum im Baum. Der spezielle Adventsschmuck verkaufte sich gut - und wird in diesem Jahr mit Sicherheit neu aufgelegt.
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