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WM 2018 - Drei Gründe gegen einen Weltmeister-Triumph Englands
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Publiziert 11/07/2018 um 14:23 GMT+2 Uhr
England steht im WM-Halbfinale und will den ersten Titel seit 1966 holen. 28 Jahre lang war der goldene Pokal nicht mehr so nah. Die Chancen stehen gut: Die "Three Lions" wirken stabil und gewinnen plötzlich sogar Elfmeterschießen. Ganz England fühlt den Hype, bei Twitter geht der Hashtag #ItscomingHome durch die Decke. Coach Southgate wird wie ein Heiliger gepriesen. Kann das gutgehen?
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Am Mittwochabend wartet Kroatien (ab 20 Uhr im Liveticker bei Eurosport.de). Für die englische Mannschaft der letzte Gegner auf dem Weg ins WM-Finale. Klingt komisch, ist aber so. Noch komischer klingt, dass die Feierlichkeiten auf der Insel bereits seit Wochen laufen.
#ItscomingHome lautet das Partymotto. Die Mannschaft soll - so ist der Plan - am 15. Juli nur noch schnell den Pokal aus Moskau abholen. Der wird schließlich in seinem Heimatland gebraucht.
So viel Euphorie in einem seit Jahrzehnten fußballerisch gebeutelten Land, das kann nicht gut gehen. Genau das haben wir uns von einem bestätigen lassen, der es wissen muss. Ben Snowball - Experte für englischen Fußball von Eurosport UK - liefert drei Gründe, warum England NICHT Weltmeister wird.
Natürlich mit einer ordentlichen Portion Augenzwinkern. Denn eigentlich fand er unsere Anfrage einfach nur "ridiculous. It's 100% coming home." Here we go:
1. Frankreich könnte ein wenig besser sein
Jetzt da all die tapferen Außenseiter wie Panama, Saudi-Arabien und Deutschland aus dem Turnier sind, kommt England nicht daran vorbei, mal gegen einen starken Gegner zu spielen. Allerdings noch nicht sofort. Kroatien sollte doch eher ein Warmspielen werden. Frankreich könnte dann aber unter Umständen das Spielermaterial haben, um unseren Drei-Mann-Abwehrriegel auseinanderzubrechen.
Antoine Griezmann und Kylian Mbappé (aber ganz sicher nicht Olivier Giroud) sind definitiv vorzeigbar. Da könnte das ein oder andere abgefälschte Ding im Finale reinfallen, befürchte ich.
2. England wird immer benachteiligt. IMMER!
1986 gegen Argentinien: Die Hand Gottes.
1998 gegen Argentinien: Sol Campbell trifft spät zum hochverdienten Ausgleich, aber das Tor wird nicht anerkannt. Niemand weiß warum.
2010 gegen Deutschland: Frank Lampards Schuss ist mehrere Meter hinter der Torlinie. Aber das wisst Ihr natürlich selbst am besten...
Selbst wenn England das perfekte Spiel gelingt (und das tut es oft): Irgendein Schiedsrichter findet immer einen Weg, uns zu stoppen. Es fühlt sich an, als würden wir immer noch für 1966 bestraft werden. Damals, als Geoff Hurst in Wembley ein glasklares Tor erzielte. Aber lassen wir das.
Bislang läuft es in Russland formidabel nach Plan. Aber erst wenn Harry Kane den Pokal in Händen hält, können wir sicher sein, dass uns kein Referee einen Strich durch die Rechnung macht. Traurig aber wahr.
3. Da spielt Tottenham Hotspur in Nationaltrikots
Das erste Wort, an das ich denke, wenn ich Tottenham höre? Blender. Immer alles ganz nett, was die so veranstalten, aber wirklich was bei rum kommt da selten.
Die Spurs waren das einzige Team, dass in der abgelaufenen Champions-League-Saison nicht gegen Real Madrid verlor (ein Sieg, ein Remis), nur um alles im Achtelfinale in unnachahmlicher Art und Weise wegzuschmeißen. In drei Minuten gegen Juventus Turin.
Warum das ein Problem für England ist? Ganz einfach, wir haben fünf Tottenham-Spieler im direkten Umfeld der Startelf. Harry Kane ist sogar Kapitän und hat noch nie etwas gewonnen. Bei Keiran Trippier, Dele Alli, Danny Rose und Eric Dier steht auch noch nichts zu Buche.
Tottenhams Geschichte ist gespickt mit Momenten, in denen alles ganz gut aussah, kurz bevor es zerbrach. Immer dann, wenn es wirklich darauf ankommt, ist es vorbei. Würdet Ihr solchen Spielern wirklich zutrauen, den Fußball wieder nach Hause zu bringen? Eben...
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