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WM 2018 in Russland: Weltmeister Höwedes, Durm, Schürrle und Großkreutz kämpfen um Zukunft

Deutsches Weltmeister-Quartett kämpft um Zukunft

13/07/2018 um 07:40

Benedikt Höwedes, Erik Durm, André Schürrle und Kevin Großkreutz sind noch drei Tage lang amtierende Weltmeister. Das Quartett verbindet aber mehr: alle kämpfen um ihre Zukunft. Großkreutz immerhin hat bereits einen neuen Verein, heuerte unlängst in der 3. Liga beim KFC Uerdingen an. Die Aufgabe beim Aufsteiger wird ein harter Fight. Wie es für Höwedes, Durm und Schürrle weitergeht, ist offen.

Benedikt Höwedes und der FC Schalke haben ein Problem. Der Spieler kommt nach einem Jahr auf Leihbasis von Juventus Turin zurück und hat einen bis 30. Juni 2020 laufenden Vertrag, den er gerne erfüllen würde. Der Klub und sein Trainer Domenico Tedesco planen allerdings ohne den Innenverteidiger.

Schalke-Manager Christian Heidel strebt eine "schnelle Lösung" an, doch die gibt es nicht. Höwedes durfte zu Monatsbeginn auch die China-Reise des Vereins nicht mitbestreiten, eine neue Option hat sich in der Zwischenzeit nicht aufgetan.

Der 30-Jährige hält sich privat fit. Immerhin, so berichtet "Bild", scheint ein Verbleib bei den "Königsblauen" nicht ganz ausgeschlossen - auch wenn sich Höwedes wohl dauerhaft auf der Bank wiederfinden würde.

Aus Durm und Huddersfield wird nichts

Nur wenige Kilometer weiter steht Erik Durm beim Erzrivalen Dortmund vor einem ähnlichen Problem. Die Borussia will den 26-Jährigen verkaufen, der Kader sei "zu voll und insgesamt zu teuer", wie Sportdirektor Michael Zorc gegenüber dem "kicker" erklärte.

Durm, der beim BVB noch ein Jahr Vertrag hat, war Medienberichten zufolge fast schon auf dem Weg in die Premier League zu Huddersfield Town. Der Transfer soll an den Gehaltsforderungen gescheitert sein. In welchem Trikot der Außenverteidiger in der kommenden Saison aufläuft, ist offen.

Erik Durm

Erik Durm SID

Steigen Schürrles Chancen beim BVB?

Das gilt auch für André Schürrle. Der Vorbereiter des entscheidenden Tores im WM-Finale 2014 gegen Argentinien, gehört Medienberichten nach ebenfalls zu den Dortmund-Profis, die bei einem geeigneten Angebot die Schwarz-Gelben verlassen dürfen.

Noch besitzt der 27-Jährige einen bis 2021 laufenden Vertrag. Sollte die Borussia auf weitere Neuzugänge in der Offensive verzichten, steigen die Chancen von Schürrle, im Kader zu bleiben.

Großkreutz: "Warum sollte ich nicht 3. Liga spielen?"

Kevin Großkreutz weiß derweil schon, worum es in der kommenden Spielzeit geht: mit Aufsteiger Uerdingen in der 3. Liga bestehen.

Der Weltmeister und zweimalige deutsche Meister empfindet das nicht als Rückschritt: "Warum sollte ich nicht 3. Liga spielen? Da komme ich her, da habe ich angefangen als Profi und mich nach oben gearbeitet. Jetzt ist es wieder nach unten gegangen, aber so ist das im Leben", so Großkreutz gegenüber "Sportbild".

Der Nationalspieler kämpft weiter, den Traum von der Rückkehr ins Fußball-Oberhaus hat er noch nicht aufgegeben.

"Uerdingen ist ein Traditionsverein mit super Fans. Und wer weiß, vielleicht spiele ich ja in fünf Jahren plötzlich wieder Bundesliga?"

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