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WM 2018: Mexiko selbstbewusst ins Duell gegen Deutschland
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Publiziert 16/06/2018 um 20:14 GMT+2 Uhr
Vor dem Duell mit dem Weltmeister wurde Chicharito fast pathetisch. "Auf diesen Moment habe ich lange gewartet", schrieb der einstige Leverkusener Bundesliga-Legionär Javier Hernandez vor dem WM-Auftaktspiel der Mexikaner am Sonntag gegen Deutschland: "Es ist für mich eine große Freude, zum dritten Mal eine Weltmeisterschaft zu bestreiten.
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Aber es bedeute auch Verantwortung, seinem Heimatland etwas zurückzuzahlen, schrieb er auf Instagram.
"#NadaNosDetiene" - nichts kann uns aufhalten - heißt der Hashtag des mexikanischen Verbandes. Er soll Programm für die WM-Endrunde in Russland sein. "Fiestagate" - die Berichte über eine ausschweifende Party mit 30 Damen eines Escort-Services in der Hauptstadt brachten Mexikos Fußball-Stars in Erklärungsnot -, schwache WM-Test-Ergebnisse und Ermittlungen der US-Behörden gegen Kapitän Rafael Marquez - alles soll vergessen sein.
Fokus bei "Chicharito" auf Sport legen
Trainer Juan Carlos Osorio unternahm seit der Ankunft Anfang der Woche in Russland große Anstrengungen, dass der Fokus bei El Tri ausschließlich auf den Sport gelegt wird. "Natürlich träumen wir von einem Sieg. Man muss aus Liebe zum Sieg spielen und nicht aus Angst zu verlieren", sagte Osorio auf der Pressekonferenz am Samstag. Torwart Guillermo Ochoa ergänzte:
Schließlich gilt es, den Achtelfinalfluch zu bannen, nachdem die Lateinamerikaner zuletzt sechsmal in Folge in der ersten K.o.-Runde gescheitert waren. Und noch gut in Erinnerung ist die 1:4-Schlappe vor Jahresfrist im Halbfinale des Confed Cup gegen die stark verjüngte Elf des Deutschen Fußball-Bundes (DFB).
Mexiko glaubt an Überraschung gegen DFB-Team
Der 146-malige mexikanische Nationalspieler Pavel Pardo, 2007 mit dem VfB Stuttgarter deutscher Meister, glaubt trotzdem daran, dass sein Heimatland eine Überraschung gegen Deutschland schaffen kann. Der 41-Jährige hofft, dass Mexiko eine "100-prozentige Leistung" abrufen kann.
Im Gespräch mit dem "SID" erklärte Pardo:
Eine mexikanische Galionsfigur feiert derweil ihre fünfte WM-Teilnahme. Kapitän Rafael Marquez (39) ist zwar nicht mehr Stammspieler, aber immer noch der interne Leader. "Wir wollen Mexiko in einer schwierigen wirtschaftlichen und sozialen Situation Freude schenken", betonte der Routinier, "ich will meinen Beitrag leisten."
Ermittlungen gegen Marquez
Allerdings sorgt der Abwehr-Routinier seit rund zehn Monaten selbst für Aufregung in Mexiko. Gegen Marquez laufen nach wie vor Ermittlungen der USA, wonach er in engem Kontakt zum Drogenkartell von Raul Flores Hernandez gestanden habe. Marquez dementierte zwar immer, aber sein US-Visum wurde kurzerhand ungültig gemacht, seine Bankkonten eingefroren.
Marquez nahm sich damals eine dreimonatige Auszeit vom Fußball - kehrte aber zurück. Zuvor hatte er vor Gericht einen Erfolg verzeichnet, worauf einige der Konten wieder freigegeben wurden. Die Anschuldigungen stehen allerdings immer noch im Raum.
Trotzdem wurde Marquez für die WM nominiert und rückt mit seiner fünften WM-Teilnahme in einen erlauchten Kreis auf: Marquez' Landsmann Antonio Carabajal, Deutschlands Rekordnationalspieler Lothar Matthäus und Italiens Torwart-Ikone Gianluigi Buffon schafften dieses Kunststück schon zuvor. Viele Experten in Mexiko glauben indes, dass Marquez als Führungspersönlichkeit ohnehin nur den ungeliebten kolumbianischen Coach Osorio stützen soll: Er gilt als uneingeschränkter Boss bei El Tri.
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