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WM 2018 | Schweiz müht sich dank Unentschieden gegen Costa Rica weiter

Schweiz müht sich gegen Costa Rica ins Achtelfinale

27/06/2018 um 22:11Aktualisiert 27/06/2018 um 23:07

Die Schweiz hat sich gegen Costa Rica ins Achtelfinale der WM gekämpft. Gegen starke Südamerikaner kam die Elf von Vladimir Petković zu einem 2:2 (1:0). Blerim Džemaili brachte die "Nati" in der 31. Minute in Führung, die in der zweiten Halbzeit von Kendall Waston (56.) egalisiert wurde. Auch den Treffer von Josip Drmić (88.) konnte Costa Rica in Person von Bryan Ruiz noch ausgleichen (90+3.).

So lief das Spiel:

Nach der ersten Viertelstunde konnten sich die Eidgenossen bei Torwart Yann Sommer und dem Fußballgott bedanken, dass das Unternehmen Achtelfinale für die Schweiz nicht schon früh ins Wanken geriet.

Sommer hielt die Schweizer Hoffnungen nach sechs Spielminuten mit gleich zwei starken Paraden am Leben. Erst entschärfte der Gladbacher Schlussmann einen Schlenzer von Joel Campbell, wenige Sekunden später tauchte er bei einem Kopfball von Celso Borges blitzschnell nach unten und lenkte das Leder spektakulär an den Pfosten (6.).

Schläfrige Schweizer ließen den bereits ausgeschiedenen und daher frei aufspielenden Costa Ricanern zu große Räume. Angreifer Daniel Colindres scheiterte mit einem herrlichen Schuss nur an der Latte (10.).

Als die große Drangphase der Mittelamerikaner nach einer halben Stunde etwas nachließ, ging die Schweiz aus dem Nichts in Führung. Eine Flanke von Stephan Lichtsteiner legte der Schalker Breel Embolo am langen Pfosten klug auf Blerim Džemaili zurück, der den Ball aus kurzer Distanz humorlos ins Netz jagte (31.).

Die Schweiz jubelt über das 1:0

Die Schweiz jubelt über das 1:0Eurosport

Costa Rica erwischte in der zweiten Halbzeit erneut den besseren Start und belohnte sich diesmal mit dem Treffer zum Ausgleich. Innenverteidiger Kendall Waston schraubte seine 1,96 Meter bei einem Eckball in die Höhe und traf aus sechs Metern zum 1:1 gegen den diesmal machtlosen Sommer (56.).

Der eingewechselte Josip Drmic traf in einer schwachen zweiten Hälfte auf Vorarbeit von Embolo mit einem schönen Kopfball den Pfosten und verpasste die Führung für die Eidgenossen (78.). Kurze Zeit später machte es der 25-Jährige dann besser und traf nach Vorlage von seinem Gladbacher Teamkollegen Denis Zakaria zum 2:1 (88.). In der Nachspielzeit sorgte Bryan Ruiz per Elfmeter jedoch noch für einen versöhnlichen WM-Abschluss für Costa Rica (90.+3).

Die Stimmen zum Spiel:

Vladimir Petkovic (Trainer Schweiz): "Wir haben heute nicht unser Maximum erreicht und müssen uns im Achtelfinale deutlich steigern. Trotzdem ist für uns alles möglich."

Josip Drmic (Schweiz): "Wir wollten die Gruppe mit einem Sieg abschließen, das ist uns leider nicht gelungen. Wir sind aber eine Runde weiter und das ist alles, was zählt."

Blerim Dzemaili (Schweiz): "Ich bin glücklich über mein Tor, aber nicht über das Spiel. Wir hätten besser spielen können. Gegen Schweden haben wir eine gute Chance, unserem Traum ein Stück näher zu kommen. Wenn nicht jetzt, wann dann?"

Manuel Akanji (Schweiz): "Es gab im Spiel kaum mal eine Ruhephase. Wir haben Costa Rica immer wieder durch Fehler zu Chancen eingeladen. Wir sind natürlich trotzdem glücklich über den Einzug ins Achtelfinale."

Óscar Ramírez (Trainer Costa Rica): "Wir wollten uns mit Stolz von dieser WM verabschieden und das haben wir getan. Den Punkt hat sich meine Mannschaft mit großer Leidenschaft erkämpft."

Der Tweet zum Spiel:

Ich Achtelfinale muss die Schweiz auf die gelbgesperrten Verteidiger Fabian Schär und Stephan Lichtsteiner verzichten.

Das fiel auf: Sommer in Hochform

Der Schweizer Keeper war mit einer erneut bärenstarken Leistung der Garant für den Einzug der Schweiz in die Runde der letzten 16. Mit tollen Paraden hielt der 29-Jährige die Eidgenossen gerade in der hektischen Anfangsphase im Spiel.

Die Statistik: 32

Costa Rica hat als letzte Nation bei der WM ein Tor erzielt. Damit haben alle Teilnehmer bei dieser Endrunde getroffen.

Die Match-Highlights bei Youtube

Video - Tränen, Totenstille, zerplatzte Träume: Emotionen nach dem deutschen Aus

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