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WM 2018: Vorschau auf Uruguay gegen Frankreich
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Publiziert 05/07/2018 um 17:44 GMT+2 Uhr
Während Frankreich bei der WM mit spektakulärem Offensivfußball überzeugt, beißen sich Uruguays Gegner an der eklig zu bespielenden Abwehr der Celeste die Zähne aus. Für das das bevorstehende Duell bedeutet das: Hochgeschwindigkeitsfußball prallt auf knochenharte Defensive. Deshalb stehen im Viertelfinale gegen Uruguay Frankreichs Jungstars um Kylian Mbappé vor ihrer größten Prüfung bei der WM.
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In einem anderen Leben wäre Antoine Griezmann bestimmt Uruguayer. Der 27-Jährige ist vom kleinen südamerikanischen Land so begeistert, dass er sich gerne als "Halb-Uruguayer" gibt. In seinem Pass ist Griezmann aber Franzose und kämpft am Freitag (16.00 Uhr im Liveticker) gegen sein Herzensland um den Einzug ins WM-Halbfinale. Doch nicht überall kommt die Zuneigung Griezmanns gut an, schon vor der Partie in Nischni Nowgorod sorgte sie für Zündstoff.
Hochgeschwindigkeitsfußball vs. knochenharte Defensive
"Antoine kann so oft sagen, wie er will, dass er Halb-Uruguayer ist. Er ist aber Franzose und kennt nicht das Gefühl, ein Uruguayer zu sein", motzte Uruguays "Beißer" Luis Suarez:
Auf Gegenliebe sollte Griezmann also nicht hoffen. Auch nicht von seinen uruguayischen Teamkollegen bei Atletico Madrid, Jose Gimenez und Diego Godin. Letzterer ist für Griezmann zwar bester Freund und Taufpate seiner Tochter. Aber zusammen mit Gimenez bildet er eben auch das Herzstück von Uruguays knochenharter Defensive, an denen der Hochgeschwindigkeitsfußball der offensiven Feingeister Kylian Mbappe und Griezmann zerschellen soll.
Suarez schwärmt über Mbappé
Beim furiosen 4:3 im Achtelfinale gegen Argentinien hatte der vor Talent nur so strotzende Angriff der Equipe Tricolore erstmals in Russland sein riesiges Potenzial gezeigt. Allen voran Teenager Mbappe, der mit seinem Doppelpack auf den Spuren des großen Pele wandelte. Suarez über den 19-Jährigen:
Schon so manch gefeierter Offensivkünstler wie etwa zuletzt Weltfußballer Cristiano Ronaldo hat sich an der eklig zu bespielenden Abwehr der Celeste die Zähne ausgebissen. Das Duell der Gegensätze ist die bislang größte Prüfung für Frankreichs Starensemble, im bisherigen Turnier kassierte Uruguay erst ein Gegentor. Und gegen Les Bleus muss das Team wohl noch defensiver agieren.
Cavani-Einsatz noch fraglich
Grund dafür ist der wahrscheinliche Ausfall von Toptorjäger Edinson Cavani, der sich seit seinem Doppelpack beim 2:1 gegen Portugal im Achtelfinale mit einem Bluterguss in der Wade herumplagt. Am Donnerstag schürte der 31-Jährige jedoch durch eine individuelle Einheit am Ball mit einem Spezialtrainer die Hoffnungen auf einen Einsatz. Tags zuvor hatte er im Training noch gefehlt.
Ein Ausfall des "Matadors" könnte für den zweimaligen Weltmeister verheerend sein. Schließlich war bislang bei aller Konzentration auf die Defensive auf den Paradesturm Verlass, Cavani und Suarez ergänzten sich hervorragend und erzielten gemeinsam fünf Tore.
"Ohne ihn ist Uruguay nicht dasselbe", sagte der gelbgesperrte Franzose Blaise Matuidi hoffnungsvoll, doch Barcelona-Star Suarez sieht das anders. "Wir hängen nicht von einem einzigen Spieler ab, vielmehr von der kollektiven Arbeit auf dem Platz", sagte er trotzig, schränkte aber ein:
Der "Halb-Uruguayer" Griezmann dürfte nicht dazugehören.
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