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WM-Team Frankreich im Profil: Kader, Superstar, der Youngster, WM-Geschichte

Der nächste Schritt: Für "Les Bleus" darf's gerne golden strahlen
Von Eurosport

12/06/2018 um 20:22Aktualisiert 12/06/2018 um 20:23

Didier Deschamps will Frankreich nach dem Finaleinzug bei der Heim-EM 2016 auch auf Weltebene an die Spitze zurückführen - und dabei vielleicht sogar den ganz großen Wurf schaffen: den WM-Titel. Die Chancen stehen nicht schlecht, denn kaum eine andere Nation hat so talentierte Spieler in den eigenen Reihen wie Frankreich mit Antoine Griezmann, Kylian Mbappé oder Ousmane Dembélé.

Größte Erfolge:

Weltmeister 1998; Europameister 1984 und 2000

FIFA-Weltrangliste: Platz 7

So lief die Qualifikation:

Frankreich ist unter dem Strich souverän durch die Qualifikation marschiert und gewann seine Gruppe mit vier Punkten Vorsprung aufSchweden. Allerdings gab es auch immer wieder überraschende Patzer gegen kleinere Teams. So gab es in Weißrussland und gegen Luxemburg nur enttäuschende Nullnummern. Die einzige Niederlage gab es beim 1:2 in Schweden nach einem groben Patzer von Hugo Lloris.

Der WM-Kader:

Tor: Hugo Lloris (Tottenham Hotspur), Steve Mandanda (Marseille), Alphonse Areola (PSG)

Verteidigung: Djibril Sidibé (AS Monaco), Benjamin Pavard (VfB Stuttgart), Raphaël Varane (Real Madrid), Presnel Kimpembe (PSG), Adil Rami (Marseille), Samuel Umtiti (FC Barcelona), Lucas Hernandez (Atletico Madrid), Benjamin Mendy (Manchester City)

Mittelfeld: Paul Pogba (Manchester United), N’Golo Kanté (Chelsea), Corentin Tolisso (Bayern München), Blaise Matuidi (Juventus), Steven N’Zonzi (Sevilla)

Angriff: Kylian Mbappé (PSG), Olivier Giroud (Chelsea), Antoine Griezmann (Atletico Madrid), Ousmane Dembélé (FC Barcelona), Nabil Fékir (Lyon), Florian Thauvin (Marseille), Thomas Lemar (AS Monaco)

Antoine Griezmann a gagné sa place en matches de qualification

Antoine Griezmann a gagné sa place en matches de qualificationEurosport

Der Superstar: Antoine Griezmann

Antoine Griezmann hat noch nie auf höchstem Niveau in Frankreich gespielt, wird aber dennoch die Speerspitze von "Les Bleus" in Russland sein. Bei Atlético Madrid reifte der technisch brillante Stürmer zur absoluten Weltklasse. Trainer Diego Simeone vermittelte der 27-Jährigen dort auch die nötige Konstanz, Effizienz und den Kampfgeist, für den Atlético bekannt ist. Bei der Heim-EM 2016 schoss Griezmann sein Team als Torschützenkönig bis ins Finale. Mit 19 erzielten Toren in der Liga spielte er in Spanien erneut eine starke Saison und krönte diese mit dem Titel in der Europa League, den Atlético dank seiner zwei Treffer im Finale gegen Olympique Marseille einfuhr.

Youngster im Fokus: Kylian Mbappé

Trotz seiner 19 Jahre wird Kylian Mbappé eine der großen Offensivwaffen der Franzosen bei der Weltmeisterschaft sein. Wie aus dem Nichts eroberte der Youngster 2017 mit dem AS Monaco in der Liga und vor allem in der Champions League die große Fußballwelt. Zum ersten Mal wurde Mbappé im März 2017 in die Nationalmannschaft berufen. Im August erzielte der pfeilschnelle Angreifer dann sein erste Tor für "Les Bleus" und wechselte am selben Tag zu PSG, wo er neben namhaften Spielern wie Neymar seine Spuren hinterlassen konnte.

Der Trainer:

Didier Deschamps genoss zunächst als Spieler Weltruhm und gewann mit Frankreich 1998 die Welt- und 2000 die Europameisterschaft. Nachdem der Mittefeldstratege 2001 ins Traineramt wechselte, begann er seine neue Karriere in Monaco und erreichte 2004 das Finale der Champions League. Nach erfolgreichen Erfahrungen bei Juventus Turin und Olympique Marseille übernahm der 49-jährige 2012 die Nationalmannschaft von Laurent Blanc. Rigoros und pragmatisch wie einst schon als Spieler ließ Deschamps "Les Bleus" fortan antreten und erreichte so das Viertelfinale der WM 2014 und das Finale der EM 2016.

WM-Historie:

Frankreich und Weltmeisterschaften - das ist eine turbulente Geschichte voller Höhen und Tiefen. Die beiden brillanten Auftritte mit dem jeweiligen Erreichen des Halbfinales 1982 und 1986 wurden nur von dem Gewinn des WM-Pokals 1998 vor eigenem Publikum in den Schatten gestellt. Doch es gab auch Nackenschläge wie die verpassten Qualifikationen 1990 und 1994 sowie das skandalöse Ausscheiden nach der Spielerrevolte 2010 in Südafrika. 2014 schied Frankreich zuletzt im Viertelfinale mit 0:1 gegen den späteren Weltmeister aus Deutschland aus.

Warum diese WM gut laufen wird:

Frankreich ist dank der ehrlichen Arbeit von Didier Deschamps in den Kreis der Titelaspiranten aufgestiegen. Neben erfahrenen Spielern wie Antoine Griezmann verfügt die "Tricolore" über herausragende Talente, die sich bereits bei großen europäischen Vereinen etabliert haben wie Kylian Mbappe, Samuel Umtiti und Ousmane Dembélé.

Spieltermine:

16. Juni um 12:00 Uhr: Frankreich - Australien in der Kasan-Arena (Kasan)

21. Juni um 17:00 Uhr: Frankreich - Peru in der Jekaterinburg-Arena (Jekaterinburg)

26. Juni um 16:00 Uhr: Frankreich - Dänemark im Luzhniki-Stadion (Moskau)

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