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WM-Team Spanien: Kader, Superstar, der Youngster, WM-Geschichte
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Publiziert 15/06/2018 um 13:55 GMT+2 Uhr
Die spanische Nationalmannschaft reist nach einer brillanten Qualifikation mit viel Selbstvertrauen zur WM, wird dann aber von der Entlassung von Trainer Julen Lopetegui erschüttert. Interimstrainer Fernando Hierro steht vor einer Herkulesaufgabe, zumal sich der Goldenen Generation um Sergio Ramos, Andrés Iniesta und Co. die wohl letzte Chance auf einen großen Titel bietet.
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Fotocredit: Eurosport
Größte Erfolge:
Weltmeister 2010; Europameister 1964, 2008 und 2012
FIFA-Weltrangliste: Platz 8
So lief die Qualifikation:
Einen wahren Spaziergang durch die Qualifikation legte Spanien zurück. Trotz Italien als Gruppengegner gewannen die Iberer neun von zehn Begegnungen und brillierten dabei mit einem sagenhaften Torverhältnis von 36:3. Noch mehr als durch die puren Ergebnisse begeisterte Spanien seine Fans mit technisch herausragendem Fußball.
Der WM-Kader:
Tor: David De Gea (Manchester United), Kepa Arrizabalaga (Athletic Bilbao), Pepe Reina (Neapel)
Verteidigung: Dani Carvajal (Real Madrid), Alvaro Odriozola (Real Sociedad), Jordi Alba (FC Barcelona), Nacho Monreal (Arsenal), Nacho Fernandez (Real Madrid), Cesar Azpilicueta (Chelsea), Gerard Piqué (FC Barcelona), Sergio Ramos (Real Madrid)
Mittelfeld: Sergio Busquets (FC Barcelona), Andrés Iniesta (FC Barcelona), Thiago Alcantara (Bayern München), Koke (Atlético Madrid), Saúl Niguez (Atlético Madrid), Isco (Real Madrid)
Angriff: Lucas Vazquez (Real Madrid), Rodrigo Moreno (Valencia), Iago Aspas (Celta Vigo), Diego Costa (Atlético Madrid), Marco Asensio (Real Madrid), David Silva (Manchester City)
Der Superstar: Andrès Iniesta
Für einen der ganz Großen auf der Weltbühne des Fußballs wird die WM das letzte große Turnier sein. Iniesta hat mit seinen 34 Jahren noch nichts von seiner Bilanz verloren, absolvierte mit dem FC Barcelona eine tolle Saison, die er mit der erneuten Meisterschaft krönte. In Spaniens Team ist Iniesta immer noch der Mann für die speziellen Momente, in denen er eine dicht gestaffelte Abwehr mit einem Geistesblitz aushebeln kann.
Youngster im Fokus: Marco Asensio
In einer altgedienten Auswahl der Spanier mit vielen erfahrenen Spielern wie Andrès Iniesta (33 Jahre), Sergio Ramos, David Silva (beide 32), Gérard Piqué, Diego Costa (beide 31), Jordi Alba oder Sergio Busquets (beide 29) wirkt es, als ob junge Leute keine Rolle spielen würden. Anders verhält es sich bei Asensio (22), der sich bei Real Madrid durchgesetzt hat und auch in der Qualifikationsphase für die Spanier deutlich machte, dass er bei dieser WM eine Rollen spielen wird.
Der Trainer:
Bei Titelfavorit Spanien liegen vor dem WM-Auftakt gegen Portugal die Nerven blank. Nach der Blitzscheidung von Julen Lopetegui steht Interimscoach Fernando Hierro im Blickpunkt. Eigentlich kann Hierro, bisher Sportdirektor der Seleccion, eigentlich nur verlieren. Unter Lopetegui, dem Herz und Hirn der jüngsten Erfolge, blieb Spanien in den vergangenen 20 Spielen ungeschlagen, die WM-Qualifikation war brillant, die Iberer galten im Vorfeld der WM als Titelkandidat.
Der Andalusier Hierro ist dagegen kein Trainer vom Format eines Pep Guardiola, und mit den Erfolgen Lopeteguis kann er sich durch sein einjähriges Engagement als Coach bei Real Oviedo in Spaniens 2. Liga auch nicht messen. 13 Jahre in der Nationalmannschaft und eine noch längere Ära bei Real Madrid mit dem Gewinn diverser Titel könnten Hierro den nötigen Respekt im Team verschaffen. Ob das reicht, wird sich zeigen.
WM-Historie:
Über lange Jahre war die spanische Nationalmannschaft keine Einheit, denn immer wieder verhinderten Eitelkeiten zwischen dem FC Barcelona und Real Madrid jenes. Unter Vicente del Bosque sollte sich dann alles ändern und Spanien avancierte zwischen 2008 und 2012 zum unschlagbaren Titelhamster und krönte diese Ära mit dem ersten WM-Titel 2010 in Südafrika. 2014 erlebte Spanien hingegen ein Debakel und schied schon in der Gruppe nach bösen Pleiten gegen die Niederlande (1:5) und Chile (0:2) sang - und klanglos aus.
Warum diese WM gut laufen wird:
Nach dem Weltmeistertitel in Südafrika und dem Absturz in Brasilien geht Spanien mit einer Generation von Spielern nach Russland, die ihre letzte Chance haben. Die Basis des Teams (Piqué, Ramos, Iniesta und Silva) sind über 30 Jahre alt und so wichtige Fußballer wie Busquets, Diego Costa und Jordi Alba sind sehr nahe dran an den Dreißigern. Es ist ein "Jetzt oder Nie" für diese wunderbare Generation von Spielern gespickt mit außergewöhnlich viel Talent.
Spieltermine:
15. Juni um 20:00 Uhr: Spanien - Portugal im Fisht-Stadion (Sotschi)
20. Juni um 20:00 Uhr: Spanien - Iran in der Kasan-Arena (Kasan)
25. Juni um 20:00 Uhr: Spanien - Marokko im Kaliningrad-Stadion (Kaliningrad)
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