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Ex-Weltfußballerin Nadine Keßler vom VfL Wolfsburg beendet Karriere
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Publiziert 14/04/2016 um 12:00 GMT+2 Uhr
Die frühere Weltfußballerin Nadine Keßler hat im Alter von 28 Jahren wegen anhaltender Knieprobleme ihre Karriere beendet. "Es ist sehr schmerzhaft für mich, erkennen zu müssen, dass ich meine Laufbahn aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr fortsetzen kann", sagte Akteurin des VfL Wolfsburg. "Nichts desto trotz blicke ich positiv in die Zukunft und bin dankbar für viele wunderschöne Momente."
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2014 wurde Keßler als Weltfußballerin und Europas Fußballerin des Jahres ausgezeichnet. In ihrer Laufbahn hat die begnadete Technikerin eine stattliche Anzahl an Trophäen gewonnen. Seit dem Wechsel zum VfL 2011 reifte die gebürtige Pfälzerin nach zunächst überstandenen schweren Knieproblemen zur "absoluten Führungsspielerin" (VfL-Trainer Ralf Kellermann). Als Kapitänin führte sie den VfL zu zwei Triumphen in der Champions League und der deutschen Meisterschaft sowie im Triple-Jahr 2013 auch im DFB-Pokal. Mit Turbine Potsdam hatte sie 2010 ebenfalls die Champions League und zwei Meister-Titel (2010, 2011) gewonnen.
Das letzte Mal stand Keßler kurz nach ihrer Kür zu Europas Fußballerin des Jahres als Kapitänin des VfL Wolfsburg am 21. September 2014 bei einem Kurzeinsatz in Leverkusen auf dem Platz. Als sie im Januar 2015 zur besten Fußballerin der Welt gekürt wurde, war sie schon wieder monatelang außer Gefecht. "Ich hatte selbst Schmerzen beim Gehen. Es war sehr belastend, dass dich so eine Verletzung auch im alltäglichen Leben so beeinträchtigt", so Keßler, die nach dem jüngsten Eingriff in Augsburg darauf hofft, "im Alltag wieder beschwerdefrei zu sein".
"Das war sehr bewegend"
Am Dienstag, als die deutsche Frauen-Nationalmannschaft mit dem 2:0 gegen Kroatien das Ticket für die EM 2017 löste, saß die Europameisterin von 2013 "fix und fertig" vor dem Fernseher, "weil ich da für mich meine Entscheidung getroffen und auch die Bundestrainerin informiert habe", sagte die 29-malige Nationalspielerin: "Das war schon sehr bewegend."
Silvia Neid, die im Vorjahr die Rücktritte von Celia Sasic und Nadine Angerer verkraften musste, sprach von einem "großen Verlust" für den deutschen Frauenfußball: "Nadine Keßler hat herausragende fußballerische Qualitäten und ist eine beeindruckende Persönlichkeit - ein Vorbild auf und neben dem Platz."
Keßler, die ihrer Karriere 2004 beim 1. FC Saarbrücken begann, wird nun am VfL-Campus ihr Master-Studium im "General Management" mit dem Schwerpunkt Sportbusiness vorantreiben. Sie bleibt eine Kämpferin: "Ich stecke den Kopf jetzt nicht in den Sand." Dem Sport, am liebsten ihrer großen Leidenschaft Fußball, möchte sie verbunden bleiben - vielleicht bleibt sie den Fans ja als TV-Expertin erhalten: "Im Moment liegt keine konkrete Anfrage vor. Aber ich habe das schon öfter gemacht, das macht mir wirklich Spaß."
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