FC Bayern München besiegt VfL Wolfsburg im Topspiel der Frauen-Bundesliga und erobert nach Champions-League-Pleite Tabellenspitze

Die Fußballerinnen des FC Bayern München haben nach der großen Champions-League-Enttäuschung Charakter gezeigt und im Spitzenspiel beim VfL Wolfsburg die Tabellenführung in der Bundesliga erobert. Vor 12.495 Zuschauern in der Wolfsburger VW-Arena siegte die Mannschaft von Trainer José Barcala vier Tage nach der 1:7-Klatsche beim FC Barcelona 3:1 (1:0) und sprang an die Spitze.

Die Frauen des FC Bayern

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Klara Bühl und ihre Teamkolleginnen ließen sich von den mitgereisten Fans feiern, vier Tage nach der großen Enttäuschung in der Champions League war plötzlich alles wieder gut.
Im Bundesliga-Spitzenspiel beim VfL Wolfsburg hat die Mannschaft von Trainer José Barcala die passende Reaktion auf die 1:7-Klatsche beim FC Barcelona gezeigt und mit dem 3:1 (1:0) die Tabellenführung zurückerobert. Für die Wolfsburgerinnen dagegen setzte es die erste Saisonniederlage.
"Es ist ein gutes Gefühl, wenn man wieder ganz oben steht", sagte Nationalspielerin Bühl: "Nach dem Spiel am Dienstag war es uns ganz wichtig, wieder zurück in die Spur zu finden und wieder Selbstbewusstsein zu tanken. Ich glaube, so ein Sieg im Klassiker ist prädestiniert dafür. Wir haben verdient gewonnen."
Bühl (27.), Momoko Tanikawa (57.) und Alara Sehitler (90.+5) erzielten vor 12.495 Zuschauern in der VW-Arena die Treffer der Bayern, Janina Minge (48.) schaffte den zwischenzeitlichen Ausgleich und fügte dem Titelverteidiger im sechsten Saisonspiel damit den ersten Gegentreffer zu.

Wedemeyer sieht rot

Wolfsburgs Joelle Wedemeyer sah wegen einer Notbremse noch die Rote Karte (90.+3). Schon im Supercup im August hatten die Double-Siegerinnen aus München mit 4:2 die Oberhand behalten.
Nach dem Debakel zum Königsklassen-Auftakt am Dienstag in Barcelona hatte VfL-Kapitänin Alexandra Popp mit "einer Art Trotzreaktion" der Bayern gerechnet. Wolfsburgs Torhüterin Stina Johannes prognostizierte nach dem eigenen überzeugenden 4:0-Sieg in der Königsklasse am Mittwoch gegen Paris Saint-Germain: "Die Bayern werden mit viel Wut, mit viel Aggressivität kommen, da müssen wir dagegenhalten."
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Klara Bühl bejubelt ihren Treffer

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Das sollte sich bewahrheiten. Beide Mannschaften verfolgten zu Beginn die gleiche Strategie und attackierten früh. Dadurch gab es auf beiden Seiten Chancen, die Wolfsburgerinnen wirkten zunächst sattelfester in ihren Aktionen. Popp hatte die erste gefährliche Situation, ihr Kopfball ging nur ganz knapp rechts vorbei (14.).
Dennoch jubelten die Bayern etwas überraschend als erstes: Bühl verwandelte einen Distanzschuss von außerhalb des Strafraums ins linke Eck. Nur kurze Zeit später hatte die deutsche Nationalspielerin den Doppelpack auf dem Fuß, sie kam aus 18 Metern zum Abschluss - Johannes lenkte den Ball jedoch über die Latte.

Bayern zeigt Charakter

Die zweite Hälfte begann mit einem Paukenschlag: Die Bayern schafften es einfach nicht, den Ball nach einer Flanke im eigenen Strafraum zu klären - und so kam Minge zum Abschluss. Der Ball wurde von Arianna Caruso unhaltbar abgefälscht und ließ FCB-Torhüterin Ena Mahmutovic chancenlos zurück.
Doch die Double-Siegerinnen zeigten Charakter. Guilia Gwinn brachte den Ball in die Mitte, Wedemeyer und Camilla Küver konnten nicht klären - und so schob Tanikawa einfach ein.
Wolfsburg lief in der Schlussphase immer wieder an und hatten gute Gelegenheiten auf den Ausgleich, der ihnen die Tabellenführung zurückgebracht hätte. Doch es fehlte die nötige Genauigkeit - und so sorgte Alara kurz nach dem Platzverweis gegen Wedemeyer für die Entscheidung.
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Quelle: Perform


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