Lena Oberdorf steht nach langer Verletzungspause für den FC Bayern München wieder auf dem Platz: Droht der einsame Durchmarsch?

Die Double-Gewinnerinnen des FC Bayern schnappen sich bei der Rückkehr von Lena Oberdorf mit dem Supercup auch den ersten Titel der neuen Saison. Wer soll dieses Team stoppen? Gegen den VfL Wolfsburg zeigten die Double-Gewinnerinnen eine beeindruckende Leistung. Zudem ist auch die Reservebank der Münchnerinnen so stark wie in keinem anderen Bundesliga-Team bei den Frauen.

Jubelnde Münchnerinnen

Fotocredit: Getty Images

Lena Oberdorf fühlte sich etwas überrumpelt, als sie von ihren Bayern-Kolleginnen plötzlich den Auftrag bekam, als erste die soeben gewonnene Supercup-Trophäe in die Höhe zu recken. "Ich wusste nichts davon", erzählte sie, "ich bin gar kein Typ für den Mittelpunkt."
Also versteckte sich Oberdorf nach dem erledigten Job lieber schnell wieder im Jubelpulk, und doch hatte sie zuvor ein Bild mit Botschaft geliefert, die da lautete: Der FC Bayern siegt einfach weiter! Nun auch mit seiner zurückgekehrten Starspielerin.
410 Tage nach ihrer bei der deutschen Nationalmannschaft in der EM-Qualifikation erlittenen schweren Kreuz- und Innenbandverletzung gab es für Oberdorf im Duell mit dem VfL Wolfsburg um den Supercup gleich mehrfach Grund zum Feiern.
Da war zum einen ihr langersehntes Comeback, das sie bei ihrer Einwechslung in der 62. Minute gab und das gleichbedeutend war mit ihrem ersten Pflichtspiel für den FCB, dem sie sich vor einem Jahr angeschlossen hatte. Und zum anderen natürlich der überzeugende 4:2 (2:0)-Sieg, der bereits vor dem Start der Bundesliga am kommenden Wochenende die Frage aufwirft: Sind diese Bayern zu stoppen?

Beachtliche Frühform der Münchnerinnen

Der Auftritt in Karlsruhe unter dem neuen Coach José Barcala zumindest gab nur wenig Anlass zur Annahme, dass in der neuen Saison ein spannendes Titelrennen bevorstehen könnte. Präsentierten sich die Double-Gewinnerinnen der Vorsaison gegen den vermeintlich schärfsten Konkurrenten aus der Autostadt doch in beachtlicher Frühform und dominierten den runderneuerten Vizemeister um deren neuen Coach Stephan Lerch über weite Strecken.
"Wir wissen selbst, dass wir die Favoriten sind, wenn es um die Bundesliga geht", räumte Jovana Damnjanovic freimütig ein. Zugleich sei das Team erst bei "60 Prozent" sagte die serbische Angreifern. Die deutsche Nationalspielerin Linda Dallmann sprach von "60 bis 70 Prozent", denn es stecke ja "schon noch ein bisschen mehr Potenzial in der Mannschaft", als in Karlsruhe gezeigt.

Herausragende Reservebank

Dallmann dürfte dabei auch an die Besetzung der Reservebank gedacht haben. Von dort kamen Oberdorf, Nationalspielerin Klara Bühl und Toptorjägerin Pernille Harder, DFB-Kapitänin Giulia Gwinn fehlt noch verletzt, auch die etatmäßige Bayern-Spielführerin Glodis Viggosdottir war nicht dabei. Die enorm hohe Qualität in der Kaderbreite könnte den Bayern national einmal mehr einen entscheidenden Vorteil verschaffen.
Und international? Neu-Coach Barcala hatte zu seinem Antritt gesagt, er sei sich "ziemlich sicher, dass Bayern bald die Champions League gewinnt". Am Samstag betonte er erneut die Wichtigkeit des Wettbewerbs - und kündigte an: "Wir wollen uns zeigen und sagen: Hier sind wir!"
Das könnte Dich auch interessieren: Verwirrung: Bayern schickt Jackson zurück
picture

Wagner kritisiert Bayern-Bank: "Hat mich massiv gestört"

Quelle: Perform


Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung