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Frauen-EM: England gegen Spanien als "unvermeidliches" Finale - Lionesses Super-Joker gegen Spaniens Power-Fußball
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Publiziert 26/07/2025 um 12:22 GMT+2 Uhr
England gegen Spanien heißt das Frauen-EM-Finale in der Schweiz. Die Spanierinnen schlugen Deutschland im Halbfinale dramatisch (1:0 n.V.) und hatten gegen die DFB-Frauen erstmals bei der Europameisterschaft Probleme. Die Lionesses hingegen mogelten sich im Semifinale gegen Italien regelrecht weiter. Egal wie schlecht es für die Titelverteidigerinnen aussieht, die Rettung kommt von der Bank.
Kelly kann Finaleinzug kaum fassen: "Ein Fantasy-Film"
Quelle: Perform
Die "Super-Subs" beenden Spiele gnadenlos - und das mit einem Fingerschnipsen. "Finishers" nennen sich die englischen Einwechselspielerinnen bei dieser Fußball-EM, sie haben eine eigene WhatsApp-Gruppe und ihren eigenen Jubel: Schnipp!
Besonders Chloe Kelly und Michelle Agyemang sind für das Finale gegen Spanien am Sonntag (18:00 Uhr im Liveticker) in Basel die überhaupt nicht mehr geheimen Geheimwaffen.
Kelly entschied 2022 schon das EM-Finale gegen Deutschland (2:1 n.V.), selbstverständlich von der Bank aus. Sie schwenkte beim Jubel ihr Trikot über dem Kopf, was nicht nur ein ikonisches Foto für alle Titelseiten bot, sondern in England auch ein beliebtes Tattoo-Motiv wurde.
Elfmal hat die 27-Jährige bei einer EM gespielt: Elfmal wurde sie eingewechselt. Es würde überraschen, wenn das am Sonntag anders wäre.
Kelly als Edeljokerin
Kelly sei "für die großen Momente gemacht", schwärmt ihre Kollegin Lucy Bronze. Zum Beispiel für den entscheidenden Elfmeter im Halbfinale gegen Italien, den sie in der 119. Minute im Nachschuss verwandelte.
Sie posierte danach lässig an der Eckfahne: Ist ja nichts passiert, beruhigt euch alle mal. Gemeinsam mit Agyemang, die überhaupt erst die Verlängerung ermöglichte, hat sie ihr Team in der Schweiz bereits zweimal vor dem Aus gerettet.
Deshalb wissen auch die Gegnerinnen, dass schöne Erinnerungen allein kurz vor dem Ziel nicht weiterhelfen. "Fußball ist Gegenwart, und was wir in der Vergangenheit geleistet haben, spielt keine Rolle mehr", sagt Olga Carmona. Die spanische Nationalspielerin bezog sich auf das WM-Finale 2023 in Sydney: Damals schoss die 25-Jährige ihr Team gegen die Lionesses zum Titel.
Spanien gegen England: Das erwartbare Finale
Dass sich Spanierinnen und Engländerinnen bei der EM zur Final-Revanche wiedersehen, passt durchaus zur Einschätzung der Expertinnen und Experten vor Turnierbeginn. "Es war fast unvermeidlich, dass sie erneut aufeinandertreffen würden", so ordnete es der "Guardian" ein.
Die britische Tageszeitung erkennt "zwei Nationen, deren Wege zu diesem Zeitpunkt untrennbar miteinander verbunden scheinen; zwei Nationen, deren Aufstieg die historische Ordnung des Frauenfußballs verändert und erschüttert hat". Die Frage vor dem Showdown lautet: Wer löst sich aus dem Schatten des anderen?
Für England geht es nicht nur um Wiedergutmachung, sondern nach dem Triumph von Wembley über Deutschland auch um die erfolgreiche Titelverteidigung. Für Spanien wäre der EM-Finalsieg eine Premiere, das Team würde jedoch einen Lauf fortsetzen - denn nach dem WM-Pokal schnappten sich die Spanierinnen 2024 auch den Triumph in der Nations League.
Spaniens Offensive stotterte erst gegen Deutschland
Auch im laufenden Turnier überzeugte die Mannschaft, legte eine souveräne Vorrunde mit drei Siegen und 14:3 Toren hin, bezwang im Viertelfinale den Gastgeber Schweiz (2:0) und bekam erst im Halbfinale gegen Deutschland (1:0 n.V.) Probleme. "Wir haben es geschafft, ein Team aufzubauen", sagte Trainerin Montse Tomé, ihre Spielerinnen seien "mental immer wettbewerbsfähiger".
Mentale Stärke bewies auch England - wenngleich die spielerische Klasse oft auf der Strecke blieb. Im Viertelfinale siegte das Team glücklich im Elfmeterschießen gegen Schweden, auch gegen Italien mussten die "finishers" zur Rettung eilen.
England kann Titel verteidigen
"Der Glaube in der Mannschaft, die Resilienz und die Gemeinschaft in dieser Gruppe sind einfach so besonders", frohlockte zwar Kelly, die heimische Presse allerdings war wenig angetan: "Die Lionesses stolpern durch pures Glück ins Finale", schrieb der "Guardian".
Und doch steht auch England kurz davor, Fußball-Geschichte zu schreiben - allen voran Trainerin Sarina Wiegman, die seit 2017 in jedem EM- oder WM-Finale stand. Sie könnte als zweite Trainerin nach Tina Theune den EM-Titelhattrick schaffen. Die "finishers" jedenfalls stehen bereit.
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(SID)
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Wiegman nach Englands Finaleinzug: "Das Team gibt nie auf"
Quelle: Perform
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