Frauen-EM: Schweiz rettet sich gegen Finnland dank Last-Minute-Ausgleich in der Nachspielzeit ins Viertelfinale

Gastgeber Schweiz hat sich bei der Frauen-EM im finalen Spiel der Gruppe A gegen Finnland dank eines Last-Minute-Treffers ins Viertelfinale gerettet. Die Eidgenossinnen trennten sich nach einer engen Partie mit 1:1 (0:0) von den Skandinavierinnen. Diese waren durch Natalia Kuikka in der 79. Minute per Elfmeter in Führung gegangen. Erst spät erzielte Riola Xhemaili den rettenden Ausgleich (90.+2).

Die Schweiz zog durch ein 1:1 gegen Finnland ins Viertelfinale ein

Fotocredit: Getty Images

Tief durchatmen, das EM-Märchen geht weiter: Die Schweizer Fußballerinnen haben bei ihrem Heimspiel erstmals das Viertelfinale bei einer Europameisterschaft erreicht.
Die Mannschaft von Trainerin Pia Sundhage zitterte sich im entscheidenden Spiel der Gruppe A gegen Finnland zu einem 1:1 (0:0) - der in den letzten Minuten erkämpfte Punkt reichte für das Weiterkommen aus. In der Runde der besten Acht droht nun jedoch ein Duell mit Weltmeister Spanien.
"Ich kann es immer noch nicht fassen", sagte Geraldine Reuteler von Eintracht Frankfurt im ZDF: "Wir stehen einfach im Viertelfinale, das ist ein unbeschreibliches Gefühl. Wir haben Geschichte geschrieben."
Riola Xhemaili (90.+2) schoss die Schweiz in die K.o.-Runde, zuvor hatte Natalia Kuikka per Foulelfmeter (79.) für Finnland getroffen. Die Schweiz sicherte sich somit Rang zwei hinter den bereits zuvor qualifizierten Norwegerinnen.

Schweiz kann Chancen nicht nutzen

Nun bekommt es das Team der Kapitänin Lia Wälti mit dem Sieger der Gruppe B zu tun, in der Spanien (6 Punkte) nach zwei dominanten Auftritten vor Italien (4) und Portugal (1) liegt.
Im Kampf um das zweite Viertelfinal-Ticket übte Finnland in Genf gleich in den ersten Minuten Druck auf die Schweiz aus. Die Gastgeberinnen übernahmen jedoch zunehmend die Spielkontrolle, nutzten ihre Chancen zunächst aber nicht.
Die Finninnen hielten gut dagegen, es entwickelte sich ein ausgeglichenes Duell. Doch auch nach der Pause zeigte sich die Schweiz zu ineffizient, dann wurde es bitter: Viola Calligaris brachte im Strafraum Emma Koivisto zu Fall, Kuikka verwandelte den Strafstoß eiskalt. Doch Xhemaili erlöste die Schweiz.
Im Parallel-Spiel schlug das schon vorher als Gruppensieger feststehende Norwegen die punktlosen Isländerinnen in einer wilden Partie mit 4:3 (2:1).

ZWei Doppelpacks für Norwegen gegen Island

Sveindís Jane Jónsdóttir hatte Island (6.) früh in Führung gebracht, doch die Norwegerinnen drehten das Spiel durch einen Doppelpack von Signe Gaupset (15., 26.) noch vor der Pause. Nach dem Seitenwechsel erhöhte Frida Maanum ebenfalls mit zwei Toren (49., 76.), doch Hlín Eiríksdóttir verkürzte auf 2:4 (84.).
In der Nachspielzeit flog die Norwegerin Marit Lund nach einem Foul im Strafraum mit Gelb-Rot vom Platz. Den fälligen Strafstoß verwandelte Glodis Viggosdóttir (90.+5) zum Endstand.
(mit SID)
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Quelle: Perform


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