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Artistisch zum Gruppensieg
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Publiziert 06/07/2011 um 19:58 GMT+2 Uhr
Mit einem 3:0-Erfolg über Äquatorial-Guinea hat sich Brasilien ohne Gegentor den ersten Platz der Gruppe D gesichert. Erika (50.) und Cristiane (54., 90.+4, FE) erzielten die Treffer für die Südamerikanerinnen, die im Viertelfinale auf den Verlierer der Partie zwischen Schweden und den USA treffen.
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Eine Halbzeit lang spielte Titelaspirant Brasilien wie eine B-Elf, dann ließen Marta und Co. kurzzeitig ihre Klasse aufblitzen. Gegen Äquatorialguinea reichte das für ein 3:0 - obwohl die Afrikanerinnen sich für den Superstar eine besondere Behandlung ausgedacht hatten.
Obwohl seine Mannschaft bereits für die Runde der letzten acht qualifiziert war, hatte Brasiliens Trainer Kleiton Lima keine B-Elf auf das Feld geschickt - zumindest nicht personell. Er brachte nur Renata Costa für die mit Gelb belastete Daiane in der Abwehr. Bei Äquatorialguinea rückte Laetitia in die Innenverteidigung, Chinasa rotierte auf die Bank.
Allerdings präsentierten sich die Südamerikanerinnen - nach dem spektakulären 3:0 gegen Norwegen in den höchsten Tönen gelobt - arg lustlos. In der ersten Halbzeit erinnerte die Passgenauigkeit der Ballartistinnen vom Zuckerhut an die der deutschen Auswahl im Spiel gegen Nigeria eine Woche zuvor an gleicher Stelle. Superstar Marta hatte am Dienstag noch geklagt, die Mannschaftsärzte würden den Akteurinnen an den Spieltagen deren Leibgericht - einen Eintopf aus schwarzen Bohnen - von der Speisekarte streichen, um ihre Leistungsfähigkeit nicht einzuschränken. In Durchgang eins hatte es den Anschein, Marta und Co. hätten heimlich genascht.
Zwei Freistöße der Weltfußballerin sorgten noch für die größte Gefahr. Dazu verpasste Rosana knapp vor dem Tor eine Flanke von Cristiane (40.). Die beste Chance hatte allerdings Äquatorialguineas Kapitän Anonma - einziger Aktivposten der Afrikanerinnen - in der 19. Minute. Sie scheiterte aber frei stehend an der gut aufgelegten Torhüterin Andreia. In der 78. Minute setzte sie außerdem einen Freistoß knapp neben das Tor.
Nach dem Seitenwechsel entwickelte Brasilien etwas mehr Druck und wurde vor allem über die linke Seite gefährlich. Den ersten Treffer leitete Cristiane mit einer Flanke ein, das zweite Tor bereitete Marta von außen direkt vor. Da hatte sich die 25-Jährige kurz von ihrer Sonderbewacherin lösen können: Denn Äquatorialguineas Trainer Marcello Frigerio hatte Linksverteidigerin Bruna mit deren strikter Bewachung betraut. Die nahm ihre Aufgabe zwischenzeitlich so ernst, dass sie dem Superstar sogar zum Zwiegespräch mit Trainer Lima an der Seitenlinie folgte.
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