Frauen-WM: Ada Hegerberg verlässt nach Nationalhymne und Mannschaftsfoto den Rasen - kurioser Abgang vor Norwegen-Spiel

Kurz vor Anstoß des Aufeinandertreffens zwischen der Schweiz und Norwegen (0:0) in der Gruppe A bei der Frauen-WM in Australien hat die Norwegerin Ada Hegerberg mit ihrem Abgang in den Kabinentunnel für Verwirrung gesorgt. Nachdem sie mit ihren Mitspielerinnen noch die Nationalhymne sang, verließ die 28-Jährige das Spielfeld, während sich der Rest des Teams bereits für das Spiel formierte.

Ada Hegerberg - Norwegen

Fotocredit: Imago

Nachdem Zuschauer und Experten während der TV-Übertragung kurz im Unklaren über die Situation waren, stellte sich wenig später heraus, dass die Ballon-d’Or-Gewinnerin von 2018 das Spielfeld nicht mehr betreten würde. Sophie Haug rutschte somit kurzfristig für die Stürmerin in die Anfangself.
Der norwegische Verband brachte wenig später Licht ins Dunkel und lieferte via Twitter eine Erklärung für den Abgang der Starspielerin von Olympique Lyon. Hegerberg hatte demnach bereits während des Aufwärmprogramms mit Leistenproblemen zu kämpfen.
Die "ARD" berichtete während ihrer Live-Übertragung, dass das norwegische Team laut ihrer Co-Trainerin bei Hegerberg kein Risiko eingehen wollte.
Zuvor wurde schon über eine Protest-Aktion vonseiten der aktuellen Champions-League-Rekordtorschützin spekuliert, weil diese der Nationalmannschaft wegen dem Ungleichgewicht zwischen Männern und Frauen bei den Verbandsprämien bis zu ihrer Rückkehr im April 2022 fünf Jahre nicht zur Verfügung stand.

Hegerberg-Verlust ein "harter Schlag" für Norwegen

Der Abgang von Hegerberg und die damit verbundene Hereinnahme von Haug wurde den Live-Berichterstattungen der "FIFA" zufolge offenbar nicht als offizieller Wechsel gewertet, da diese Auswechslung vor Spielanpfiff vonstattenging und somit nur die Startaufstellung kurzfristig verändert wurde.
Ohne Hegerberg fehlte den Skandinavierinnen in der Offensive gegen die Schweiz die Durchschlagskraft. "Der Verlust von Hegerberg ist ein harter Schlag für Norwegen", analysierte die norwegische TV-Expertin Sigrid Heien Hansen.
Nach dem 0:0-Remis stehen die Skandinavierinnen vor dem letzten Gruppenspiel gegen die Philippinen als Tabellenschlusslicht mit dem Rücken zur Wand. Ein Weiterkommen in der Gruppe A ist dennoch weiterhin möglich.
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Quelle: Perform

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