Frauen-WM: Deutschland nach Ausfall von Rauch mit "Jetzt erst recht"-Mentalität gegen Kolumbiens Leidenschaft

Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg will den Ausfall von Linksverteidigerin Felicitas Rauch im zweiten WM-Spiel gegen Kolumbien gemeinschaftlich im Team kompensieren. "Wir wollen eine Haltung dazu haben, dass es egal ist, wer auf dem Platz steht. Wir helfen uns gegenseitig, jetzt erst recht", sagte Voss-Tecklenburg auf der Pressekonferenz vor der Begegnung am Sonntag in Sydney.

Martina Voss-Tecklenburg und ihr Team

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Noch enger zusammenrücken, sich gegenseitig helfen - nach dem erneuten Verletzungspech lebten Lina Magull und Martina Voss-Tecklenburg das gewählte Motto gleich vor.
Da der Kopfhörer der Bundestrainerin zu Beginn der Pressekonferenz vor dem zweiten WM-Spiel gegen Kolumbien nicht halten wollte, sprang ihr kurzerhand die Mittelfeldspielerin zur Seite und bastelte ihr die Technik für die Übersetzung ans Ohr.
Ein sichereres Händchen braucht Voss-Tecklenburg, wenn sie nach dem Ausfall von Linksverteidigerin Felicitas Rauch erneut ihre Abwehr umbaut.
"Wir wollen eine Haltung haben, dass es egal ist, wer auf dem Platz steht. Wir helfen uns gegenseitig, jetzt erst recht", betonte die Bundestrainerin vor dem Härtetest am Sonntag in Sydney.
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Voss-Tecklenburg spricht über den WM-Druck

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Voss-Tecklenburg über Rauch-Ausfall: "Wir müssen das im Kollektiv auffangen"

Die erfahrene Stammkraft Rauch hatte im Training am Freitag bei einem geblockten Schuss eine Knieverstauchung erlitten. "Wir sind froh, dass es keine noch schlimmere Diagnose gegeben hat", sagte "MVT" am Tag nach dem folgenschweren Zwischenfall, ohne jedoch eine Prognose zur Ausfallzeit der 27-Jährigen vom VfL Wolfsburg zu geben.
Gegen den Copa-America-Zweiten stehen Linksfuß Chantal Hagel oder Sophia Kleinherne als Alternativen parat, der eigentliche Rauch-Ersatz Carolin Simon hatte bei der Generalprobe einen Kreuzbandriss erlitten.
"Wir haben vollstes Vertrauen in alle unsere Spielerinnen", sagte die Bundestrainerin: "Wir wollen und müssen das im Kollektiv auffangen. Das schweißt uns eher noch enger zusammen."
Das wird auch nötig sein, wenn Kolumbien wie erwartet robust zu Werke geht. "Wir halten gegen und versuchen, uns fußballerisch herauszulösen. Wir haben jetzt keine Ehrfurcht", versicherte Mittelfeldspielerin Magull, lobte aber die "Leidenschaft" der Südamerikanerinnen.
Voss-Tecklenburg betonte: "Wir haben unsere DNA, unsere Spielweise. Die wollen wir dem Gegner aufdrücken, der muss sich auch nach uns richten."
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Martina Voss-Tecklenburg war mit dem Auftakt gegen Marokko sehr zufrieden

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Dauerbaustelle in der Defensive

Doch der besorgte Blick richtete sich auf die Dauerbaustelle in der Defensive. Auf rechts ist Svenja Huth gesetzt, wählt "MVT" die Option Hagel, laufen zwei gelernte Offensivkräfte über die Außen auf.
Die Personaldecke ist ausgedünnt: Rauch ist nach Simon und Giulia Gwinn der dritte Ausfall auf dieser Position.
Und über die nun geschwächte linke Abwehrseite wird voraussichtlich Kolumbiens Wunderkind Linda Caicedo attackieren. Die 18-Jährige sei nach einem Schreckmoment im Training unter der Woche fit, stellte Cheftrainer Nelson Abadia klar.
Ob Abwehrchefin Marina Hegering (Fersenprellung) mithelfen kann, das Supertalent aufzuhalten, erscheint noch fraglich. Kommt ein Einsatz zu früh, könnte Voss-Tecklenburg wie im ersten Spiel auf Sara Doorsoun setzen. Auch Sjoeke Nüsken ist als Alternative nach einer Außenbanddehnung im Knie einsatzbereit.
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Lena Oberdorf mit Glücksbringer "Waru"

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Oberdorf mischt wieder mit

Angesichts der Probleme ist es umso wichtiger, dass Lena Oberdorf anders als beim 6:0 gegen Marokko nach überstandener Oberschenkelblessur wieder mitmischen kann.
"Sie ist eine unglaublich starke Abräumerin vor der Kette, kann aber auch Bälle verteilen", schwärmte Mittelfeldkollegin Sara Däbritz.
Im Optimalfall könnten die Vize-Europameisterinnen im ausverkauften Sydney Football Stadium bereits das Achtelfinale klarmachen, bevor es im dritten Gruppenspiel am Donnerstag in Brisbane gegen Südkorea geht.
An der Stimmung soll es trotz der Sorgen nicht scheitern: Beim Abschlusstraining sang Voss-Tecklenburg den Alicia-Keys-Hit "Girl on Fire", der auch aus der Umkleidekabine dröhnte.
(SID)
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Tuchel schwärmt von Gnabry: "Sehr, sehr froh ihn zu haben"

Quelle: Perform

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