Frauen-WM 2023: Schießerei mit Toten in Auckland vor Eröffnungsspiel - Auftakt findet trotzdem statt

Trotz eines gewalttätigen Zwischenfalls mit Todesopfern am Morgen in Auckland wird die Frauen-WM wie geplant am Donnerstag eröffnet. Das bestätigte Neuseelands Premierminister Chris Hipkins in einer Pressekonferenz. "Das Turnier wird wie geplant stattfinden. Es besteht kein Risiko für die nationale Sicherheit", erklärte der Politiker. In Auckland eröffnet Neuseeland das Turnier gegen Norwegen.

"Sehr verheerend": US-Spielerinnen bekunden Beileid nach Schießerei

Quelle: Perform

Ein Schatten lag am Donnerstag über dem Start der Frauen-WM - das große Fußball-Fest Down Under hat in Neuseeland unter dem unmittelbaren Eindruck einer Tragödie begonnen.
Ein bewaffneter Mann hatte gegen 7:20 Uhr Ortszeit auf einer Baustelle im Zentrum der Metropole das Feuer eröffnet. Nach Angaben der Polizei wurden zwei Personen getötet, der mutmaßliche Schütze sei ebenfalls tot. Mindestens sechs Personen wurden nach offiziellen Angaben verletzt, drei davon schwer.
Die Schüsse seien in der Nähe der offiziellen WM-Fanzone gefallen, die im Umfeld untergebrachten WM-Teams seien alle in Sicherheit. Sportminister Grant Robertson sagte, er habe mit Weltverbandschef Gianni Infantino und FIFA-Generalsekretär Fatma Samoura gesprochen, die ihm ihr Beileid ausgesprochen hätten.
Der neuseeländische Verband zeigte sich via Twitter "schockiert" über den Vorfall. "Wir können bestätigen, dass das gesamte Team und die Mitarbeiter der Football Ferns in Sicherheit sind." Die US-Nationalmannschaft, die sich derzeit ebenfalls in Auckland aufhält, teilte mit, dass alle Spielerinnen und Mitarbeiter wohlauf und in Sicherheit seien.

Brown: "Es ist sehr beängstigend"

"Dieser schreckliche Vorfall hätte sich zu keinem schlechteren Zeitpunkt ereignen können, gerade jetzt, da die Welt die Augen auf uns richtet", sagte Aucklands Bürgermeister Wayne Brown dem TV-Sender "TVNZ". "Es ist sehr beängstigend."
Im Bericht hieß es, die Polizei sei mit einem Großaufgebot vor Ort gewesen. Das Stadion Eden Park, in dem das Eröffnungsspiel ausgetragen wird, befindet sich laut "The Athletic" eine 20-minütige Zugfahrt vom Schauplatz der Schüsse entfernt.

DFB-Frauen fühlen sich in Wyong sicher

Bei den deutschen Fußballerinnen wurden trotz des Vorfalls keine Sicherheitsbedenken ausgelöst. "Natürlich sind solche Nachrichten immer erst mal ein Schock und wir haben auch darüber gesprochen, aber wir fühlen uns auf jeden Fall sicher mit unserem Sicherheitsbeauftragten", sagte Nationalspielerin Kathrin Hendrich auf der DFB-Pressekonferenz im australischen Wyong.
Dieser "Security Officer" steht laut DFB-Sprecherin Sonja Alger im "engen Austausch mit den zuständigen Behörden".
Das Teamhotel Mercure Kooindah Waters sei zudem mit Sicherheitspersonal des Weltverbandes FIFA ausgestattet, die Situation werde "wachsam und sensibel im Auge behalten. Es liegt aber auch die Information vor, dass der Vorfall nicht im direkten Kontext mit der WM steht", führte Alger aus.
(SID)
Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung