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Probierpackung Südafrika
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Publiziert 02/09/2009 um 14:26 GMT+2 Uhr
Eine Personalie steht fest: Jürgen Klinsmann wird nicht Berater von Joachim Löw für die WM 2010. "Um das klarzustellen, es wird keine offizielle Zusammenarbeit geben. Das ist immer nur ein Gedankenaustausch auf freundschaftlicher Basis", erklärte Manager Oliver Bierhoff. Ansonsten heißt es: Testen.
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Zuviel sollen die Fans im Vorhinein vom Freundschaftsspiel gegen Südafrika (Samstag, 20:45 Uhr im Live-Ticker bei eurosport.yahoo.de) nicht erwarten. "Wir verlangen in kurzer Zeit, dass der Trainer alles macht. Er soll eine fitte, gut eingestellte Mannschaft präsentieren und gleichzeitig junge Spieler integrieren", sagte Bierhoff und gab zu bedenken, Testspiele seien "immer dazu da, auch Dinge auszuprobieren, um dann in den Qualifikationsspielen die volle Leistung abzurufen."
Während Bundestrainer Löw sich für die kommenden Qualifikationsspiele auf den Hannoveraner Robert Enke im Tor festgelegt hat, wird bei seinem Heimspiel in Leverkusen Rene Adler zwischen den Pfosten stehen. Der 24-Jährige akzeptiert seine aktuelle Rolle und lobte Konkurrent Enke für dessen Leistungen. Abgeschrieben hat Adler einen Stammplatz im DFB-Team dennoch nicht - er bleibt dabei einem alten Prinzip treu: "Ich fahre gut damit, die Sache Spiel für Spiel anzugehen. Davon werde ich nicht abweichen. Ich bekomme meine nächste Bewerbungsmöglichkeit am Samstag und möchte dem Bundestrainer zeigen, dass er sich auf mich verlassen kann", kündigte der Keeper an.
Bierhoff lobt Khedira: "Gute Karriere"
Auf seinen ersten Einsatz in der A-Nationalmannschaft spekuliert auch Sami Khedira. Der Stuttgarter führte die deutsche U21 im Sommer als Kapitän zum EM-Titel in Schweden und gehört zum zweiten Mal zum Kader von Joachim Löw. "Würde mich ganz klar freuen, zu meinem ersten Einsatz zu kommen, ob das jetzt von Beginn an ist oder im Laufe des Spiels, ist ziemlich egal", hielt sich der Mittelfeldspieler, der mit dem Aufstieg von der U21 zum A-Team praktisch vom Meister zum Lehrling wird, mit Forderungen zurück.
Lob heimste er dagegen von Manager Bierhoff ein. "Sami hat die Rolle des Kapitäns verinnerlicht und tolle Leistungen gezeigt. In Stuttgart ist er ein wichtiger Spieler", sagte der 41-Jährige und gab dem Youngster gleich noch Tipps mit auf den Weg: "Hier muss er versuchen, seine Stärken einzubringen. Man darf nicht zu viel erwarten. Ich sehe für ihn eine gute Karriere, auch in der Nationalmannschaft", erklärte Bierhoff.
Fußball-Feste schaffen
Die Zeit, weiter über seine eigene Zukunft beim DFB nachzudenken, sei hingegen noch nicht gekommen. Nach einem "sehr, sehr guten Gespräch" mit DFB-Präsident Theo Zwanziger, in dem beide Seiten ihre Bereitschaft zu einer weiterführenden Zusammenarbeit bekräftigten, sei nun kein Grund zu Eile mehr gegeben. Nach dem Ende der WM-Qualifikation werde es erneut Gespräche geben, kündigte Bierhoff an.
Über das zurückgegangene Interesse am DFB-Team - für das Match gegen Aserbaidschan am kommenden Mittwoch in Hannover sind bislang nur rund die Hälfte der Tickets verkauft - macht sich der Manager zwar Gedanken, sieht die Nationalmannschaft jedoch weiter als "Zugpferd". Es sei ganz natürlich, so Bierhoff, dass es schwer fällt in einem "höhepunktarmen Jahr 2009 die Euphorie aufrechtzuerhalten". Es sei auch an der Mannschaft, mit Freude am Spiel die Fans ins Stadion zu locken. Nach der WM 2006 habe man das beispielsweise mit dem Sieg gegen San Marino (13:0) vorgemacht, und nicht nach dem 2:0 abgeschaltet. "Wir müssen zeigen, dass wir über 90 Minuten Tempo gehen und Begeisterung schüren können", gab er die Marschroute für das Südafrika-Spiel vor. Ziel müsse es wieder werden, erklärte Bierhoff, "aus jedem Länderspiel ein Fußball-Fest zu machen".
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