#Grenzgänger: Schweinsteiger glänzt wieder, Kroos blass & Özil atmet durch

Wie schlagen sich die ehemaligen Bundesliga-Profis Mesut Özil & Co. bei ihren Vereinen im Ausland? Die "Grenzgänger" von Eurosport.de geben Aufschluss! Bastian Schweinsteiger war nach seiner Sperre gleich wieder der Mittelpunkt im Spiel von Manchester United. Toni Kroos für Real Madrid und Arsenals Mesut Özil starteten eher unauffällig ins neue Jahr.

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England

Emre Can (Liverpool): Eine durchschnittliche Leistung gegen West Ham reichte, um bester Spieler seines Teams zu sein. Can war als defensiver Mittelfeldspieler ziemlich oft in der Offensive, obwohl er hinten durchaus auch reichlich zu tun gehabt hätte. Einen groben Fehler machte er zwar nicht, aber ein Tor auch nicht. Relativ freistehend schob er den Ball in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit ans Lattenkreuz – es wäre ein sehr guter Zeitpunkt für den Ausgleich gewesen. Aktuelle Form: 70 Prozent
Roberto Firmino (Liverpool): Zu oft blass – wie schon in den letzten Spielen. Nach recht ordentlichem Einstand im Team war zuletzt wenig von seiner Klasse zu sehen. Firmino bietet sich zu selten an, hat viel zu wenige Szenen am Ball für einen Kreativen und keine Abschlüsse. Das reicht nicht. Aktuelle Form: 50 Prozent
Bastian Schweinsteiger (Manchester United): Weltmeister Schweinsteiger leitete beide Treffer der "Red Devils" beim 2:1-Heimsieg gegen Swansea City ein. Zudem verteilte er im Mittelfeld oft die Bälle und war gewohnt emsig im Zweikampf. Zwar wechselten sich auch bei Schweinsteiger im Verlauf der Begegnung Licht und Schatten immer wieder ab, aber das war bei den meisten seiner Mitspieler ähnlich. Nach seiner Sperre scheint er die Rolle des Taktgebers im defensiven Mittelfeld wieder an sich reißen zu wollen. Aktuelle Form: 65 Prozent
Mesut Özil (FC Arsenal): Der Weltmeister hat mit dem FC Arsenal die Tabellenführung in der Premier League verteidigt und den Vorsprung auf Leicester City sogar auf zwei Punkte aufegebaut. Auch wenn Özil diesmal ohne Torbeteiligung blieb, hatte er dennoch entscheidenden Anteil am 1:0-Erfolg gegen Newcastle United. Es war der Eckball des versierten Linksfußes, der den Siegtreffer von Laurent Koscielny einleitete. Erneut ein überzeugender Auftritt des derzeit wohl besten Spielers der Premier League. Aktuelle Form: 90 Prozent
Per Mertesacker (FC Arsenal): Der Kapitän stand bis auf ein zwei Ausnahmen, als er seinem Gegenspieler etwas zu viel Platz ließ, wie ein Fels in der Brandung in der Innenverteidigung der Gunners. Bestach mit der von ihm gewohnten Souveränität und Ruhe am Ball. Arsenal stellt die drittbeste Defensive der Liga. Auch dank Mertesacker. Aktuelle Form: 75 Prozent
Xherdan Shaqiri (Stoke City): Nach Siegen über ManUnited und Everton verlor Stoke bei West Bromwich in der dritten Minute der Nachspielzeit mit 1:2 - zu diesem Zeitpunkt saß Shaqiri, der gegen die "Toffees" mit einem Doppelpack geglänzt hatte, bereits draußen. Fünf Minuten vor Schluss wurde der Schweizer ausgewechselt, wie das gesamte Team konnte er nicht an die kreativen Momente der Vorwochen anschließen. Aktuelle Form: 65 Prozent
Marko Arnautovic (Stoke City): Einst in Bremen dezent hinauskomplimentiert, hat sich der Exzentriker gefangen. Sieben Tore und drei Assists hievten Arnautovic angeblich sogar ins Blickfeld von Paris Saint-Germain. Gegen West Brom konnte der 26-Jährige seinem Portfolio keine Pluspunkte hinzufügen, er spielte zwar durch, allerdings ohne entscheidend in Aktion zu treten. Aktuelle Form: 65 Prozent
Heung-Min Son (Tottenham Hotspur): Vor Tagen noch Siegtorschütze über Watford, beim 1:1 gegen Everton wieder nur Joker: Der Stürmer braucht, um sich in seinem ersten Premier-League-Jahr an die Liga zu adaptieren. Zwei Treffer gelangen Son bislang, meist muss er sich mit der Teilzeit abfinden. So auch diesmal, als er erst nach 70 Minuten ran durfte und unauffällig agierte. Aktuelle Form: 50 Prozent.
Robert Huth (Leicester City): Beim Sensationsteam klemmt es gerade in der Offensive, drei Partien am Stück ist Leicester nun ohne Tor (0:1 vs. Liverpool, 0:0 vs. ManCity, jetzt 0:0 vs. Bournemouth). Dennoch belegt die Mannschaft nach wie vor Rang zwei, und Abwehrkante Huth hat seine Aktien daran. In 18 von 19 Saisonspielen stand der 31-Jährige über die volle Distanz auf dem Feld. Und wie immer handelt es sich um eine Frage der Perspektive - schließlich ist Leicester seit drei Spielen ohne Gegentreffer... Aktuelle Form: 85 Prozent
Kevin De Bruyne (Manchester City): Der Wolfsburger Rekordtransfer hat in Citys Starensemble rasch einen Platz und seine Rolle gefunden. Die letzten vier Spiele bestritt er über 90 Minuten, in 16 Premier-League-Einsätzen gelangen ihm fünf Tore und acht Vorlagen. Beim mühsamen 2:1-Erfolg über Watford blieb De Bruyne zwar ohne Scorerpunkt, brachte sich aber als Antreiber und Impulsgeber ein. Aktuelle Form: 80 Prozent

Spanien

Ivan Rakitic (FC Barcelona): Der 27-jährige Kroate präsentierte sich im zentralen Mittelfeld Barcas emsig, doch fiel durch viele ungewohnte Fehlpässe auf. Seine beste Aktion hatte der Ex-Schalker, als er Suarez per Lupfer herrlich freispielte, der Uruguayer vergab im Anschluss die größte Chance des Spiels, als sein Schuss aus zwei Metern nur den Pfosten traf. In der 70.Minute wurde Rakitic durch Sergi Roberto ersetzt. Aktuelle Form: 70 Prozent
Marc-André ter Stegen (FC Barcelona): Der Ex-Keeper von Borussia Mönchengladbach saß beim enttäuschenden Remis im Stadtderby gegen Espanyol 90 Minuten auf der Bank. Aktuelle Form: 65 Prozent
Shkodran Mustafi (FC Valencia): Weltmeister Shkodran Mustafi durfte beim 2:2 gegen Real Madrid nicht mitwirken. Der Innenverteidiger fehlte angeschlagen. Aktuelle Form: -
Toni Kroos (Real Madrid): Lieferte eine über weite Strecken unspektakuläre Partie ab, überzeugte aber mit perfekter Passquote. Allesamt seiner 80 Zuspiele brachte der Deutscher an den Mann - einschließlich der Freistoßflanke zum 2:1 von Gareth Bale. Kroos bleibt der unauffällige Strippenzieher im Mittelfeld, der zuverlässig wie ein Schweizer Uhrenwerk arbeitet. Aktuelle Form: 75 Prozent
Heiko Westermann (Betis Sevilla): Der ehemalige Hamburger kam - genau wie sein Teamkollege Rafael van der Vaart - bei der 0:4-Niederlage von Betis gegen Eibar nicht zum Einsatz. Aktuelle Form (Westermann): 60 Prozent; Aktuelle Form (van der Vaart): 50 Prozent
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