#Grenzgänger: Unwiderstehlicher Miroslav Klose & Sorge um Kevin Trapp

Wie schlagen sich die ehemaligen Bundesliga-Stars bei ihren Klubs im Ausland? Die "Grenzgänger" geben Aufschluss. eurosport.de wirft für Sie jede Woche einen Blick in die internationalen Ligen und präsentiert das Form-Barometer ausgewählter "Bundesliga-Exporte": Diesmal u.a. auch mit einem starken Shkodran Mustafi, dem "gehemmten" Lukas Podolski und Per Mertesacker im Abseits.

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England:

Mesut Özil (FC Arsenal): Der Weltmeister glänzte zunächst mit seinem Treffer zum 0:1 im Derby gegen West Ham United. Danach tauchte er jedoch komplett ab und ließ vor dem 2:2 Aaron Cresswell von rechts unbehelligt flanken. In der zweiten Halbzeit waren noch zwei, drei gute Pässe dabei aber insgesamt hat Özil schon deutlich besser gespielt. Trotz seiner 24. Torvorlage in dieser Premier-League-Saison war das nicht mehr als solide. Aktuelle Form: 60 Prozent.
Per Mertesacker (FC Arsenal): Für den Innenverteidiger läuft es derzeit nicht so gut. Er saß bereits im vierten Pflichtspiel in Folge lediglich auf der Ersatzbank. Nach aktuellem Stand ist "The Big Fucking German" seinen Stammplatz bei den "Gunners" los. Aktuelle Form: Ohne Bewertung.
Kevin De Bruyne (Manchester City): Erneut ein starker Auftritt des Belgiers. Nach seinem gelungenen Comeback am letzten Wochenende und seinem Tor beim 2:2 Unentschieden im Prinzenpark gegen Paris St. Germain schonte City-Coach Manuel Pellegrini den 24-Jährigen zunächst gegen West Bromwich Albion. Beim Stand von 1:1 wechselte der Chilene den ehemaligen Wolfsburger ein und das zahlte sich prompt aus. Nur sechs Minuten nach seiner Einwechslung setzte sich der Belgier auf dem linken Flügel durch und bediente mustergültig Sergio Agüero, dessen Schuss zwar abgeblockt wurde, den Abpraller verwertete dann Samir Nasri zum wichtigen 2:1-Sieg (66.). Aktuelle Form: 90 Prozent.
Shinji Okazaki (Leicester City): Nur ein Tor in den letzten elf Liga-Spielen. Im Abschluss hakt es beim Ex-Mainzer im Moment. Wie gut, dass es einen Mann namens Jamie Vardy gibt, der in Sachen Torabschluss in dieser Saison eine Klasse für sich ist. Okazaki schoss zwei Mal in Richtung Kasten von Sunderland, seine Bälle wurden aber jeweils abgeblockt. In der 62. Minute war die Partie für ihn beendet. Claudio Ranieri ersetzte ihn durch Leonardo Ulloa. Aktuelle Form: 50 Prozent.
Christan Fuchs (Leicester City): Vom Ex-Schalker war nicht viel zu sehen auf der linken Seite. Zwar fuhr Leicester größtenteils seine Angriffe über links, für offensiven Alarm sorgte aber lediglich sein Vordermann Marc Albrighton. Defensiv mit einer soliden Leistung. Aktuelle Form: 70 Prozent.
Robert Huth (Leicester City): Im Abwehrzentrum einmal mehr eine Macht. Gewann deutlich mehr als die Hälfte seiner Zweikämpfe und war in der Luft kaum zu bezwingen. Im Spielaufbau das eine oder andere Mal zu ungenau im Passspiel. Aktuelle Form: 85 Prozent.
Roberto Firmino (FC Liverpool): War bei der souveränen Vorstellung der "Reds" gegen Stoke City (4:1) kaum zu sehen. Hatte mit 28 Ballaktionen die wenigsten auf dem Platz und fand im Spiel nach vorne quasi nicht statt. Das muss gegen den BVB am Donnerstag in der Europa League (im Liveticker auf Eurosport.de) besser werden. Aktuelle Form: 55 Prozent.
Xherdan Shaqiri (Stoke City): Seine auffälligste Aktion war die Vorbereitung des Ausgleichstreffers von Bojan Krkic in der 22. Minute. In der Folge spielte er unglücklich und lief wie sein komplettes Team meist nur hinterher. Aktuelle Form: 60 Prozent.
Bastian Schweinsteiger (Manchester United): Der Kapitän der DFB-Elf fehlte bei der 0:3-Klatsche seiner "Red Devils" bei Tottenham Hotspur erneut verletzungsbedingt (Innenbandverletzung). Eine Rückkehr des 31-Jährigen ist derzeit noch nicht abzusehen. Aktuelle Form: Ohne Bewertung
Heung-Min Son (Tottenham Hotspur): Der Ex-Leverkusener bekam ab der 88. Minute für Harry Kane noch seine Einsatzzeit beim 3:0-Heimerfolg gegen Manchester United. In Szene setzen konnte sich der 23-Jährige allerdings nicht mehr. Aktuelle Form: Ohne Bewertung.
Kevin Wimmer (Tottenham Hotspur): Der Österreicher war zuletzt in Abwesenheit von Jan Vertonghen zur Stammkraft in der Inneverteidigung der "Spurs" gereift. Gegen Manchester United kehrte der Belgier wieder zurück in die Startelf - und Wimmer zurück auf die Bank. Von dort musste der ehemalige Kölner die komplette Spielzeit den 3:0-Erfolg seines Teams gegen die "Red Devils" verfolgen. Aktuelle Form: Ohne Bewertung.
Philipp Wollscheid (Stoke City): Im Zweikampf war er heute nicht zu bezwingen, er gewann 100 Prozent seiner Duelle Mann gegen Mann. Allerdings führte er auch nur drei dieser Duelle - bei einer Niederlage mit vier Gegentoren seines Teams. Besonders positiv kann ihm die Zweikampfquote also nicht ausgelegt werden. Aktuelle Form: 55 Prozent.

Spanien:

Ivan Rakitić (FC Barcelona): Der kroatische Nationalspieler kam zum 100. Mal für Barça zum Einsatz. In der 72. Minute wurde er für Sergi Roberto eingewechselt. Während der kurzen Einsatzzeit konnte er seiner Mannschaft aber kaum weiterhelfen. Der ehemalige Schalker hatte 22 Ballaktionen und spielte einen guten Pass. Defensiv wurde er nicht gefordert. Aktuelle Form: 50 Prozent.
Marc-André ter Stegen (FC Barcelona): Wie in der Liga üblich, war der ehemalige Gladbacher bei der 0:1-Pleite der "Blaugrana" bei Real Sociedad nur zweite Wahl hinter Claudio Bravo. Im Champions-League-Rückspiel bei Atlético Madrid (Mittwoch, 13. April, 20:45 Uhr im Liveticker auf Eurosport.de) wird Barça-Coach Luis Enrique wieder auf den 23-Jährigen zurückgreifen. Aktuelle Form: Ohne Bewertung.
Tonis Kroos (Real Madrid): Um für das wichtige Champions-League-Rückspiel beim VfL Wolfsburg (Dienstag, 20:45 Uhr im Liveticker afu Eurosport.de) fit zu sein, bekam der Weltmeister von Zinédine Zidane für die Partie gegen SD Eibar (4:0), wie viele Stammspieler-Kollegen, eine Pause verordnet und verfolgte den ungefährdeten Sieg im Santiago Bernabéu 90 Minuten lang von der Ersatzbank aus. Aktuelle Form: Ohne Bewertung.
Heiko Westermann (Betis Sevilla): Betis-Coach Juan Cordero Garrido verzichtete beim 1:0-Sieg der Andalusier über Schlusslicht UD Levante auf den ehemaligen Hamburger. Aktuelle Form: Ohne Bewertung.
Shkodran Mustafi (FC Valencia): Starke Partie des Nationalverteidigers. Wurde früh in der Partie mit Gelb verwarnt, behielt jedoch die restliche Partie die Nerven und leistete sich keine brenzligen Fouls. Seine Zweikampfquote war einmal mehr richtig stark. In dieser Verfassung ein sicherer EM-Fahrer. Aktuelle Form: 75 Prozent.

Italien:

Sami Khedira (Juventus Turin): Der Einspruch von Juventus Turin wurde abgewiesen, Sami Khedira war demnach einmal mehr zum Zuschauen verdammt. Der ehemalige Stuttgarter hatte im Derby gegen den FC Turin (4:1) vor zwei Wochen die Rote Karte gesehen und war für zwei Spiele gesperrt worden. Den 2:1-Sieg der "Alten Dame" über den AC Mailand konnte der Weltmeister demnach nur von der Tribüne aus verfolgen. Aktuelle Form: Ohne Bewertung.
Miroslav Klose (Lazio Rom): Der Weltmeister setzte erneut ein Ausrufezeichen. Mit Toren in der zehnten und 15. Minute brachte Klose sein Team schon früh auf die Siegerstraße. Den entscheidenden Treffer zum 3:0 in Palermo bereitete er dann auch noch vor. In der 78. Minute wurde er dann unter Jubel der eigenen Fans ausgewechselt. Für Klose waren es die Tore 50 und 51 im 135. Serie-A-Spiel. Aktuelle Form: 90 Prozent.

Frankreich:

Kevin Trapp (Paris St. Germain): Ganz bitterer Abend für den ehemaligen Frankfurter. Beim 2:0-Sieg seiner Pariser beim EA Guingamp musste der 25-Jährige nach der Pause in der Kabine bleiben, nachdem er in der 22. Minute mit Layvin Kurzawa zusammengeprallt war und sich dabei eine schwere Prellung über dem rechten Knie zugezogen hatte. Ein Einsatz im Champions-League-Rückspiel am Dienstag bei Manchester City (20:45 Uhr, im Liveticker auf Eurosport.de) ist äußerst fraglich. Trapp wurde durch Salvatore Sirigu ersetzt. Aktuelle Form: 65 Prozent.

Türkei:

Lukas Podolski (Galatasaray): Auch im fünften Spiel in Folge bleibt Lukas Podolski ohne Treffer. Und ohne die Tore des Ex-Kölners läuft es auch beim türkischen Rekordmeister nicht mehr. Gegen gab es den unnötigen Last-Minute-Ausgleich zum 1:1. Damit ist die Teilnahme am Europa-Pokal weiter gefährdet. Aktuelle Form: 40 Prozent.
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