Uli Hoeneß kritisiert Einfluss von Spielerberatern im Profi-Fußball: "Wir werden diesen Wahnsinn nicht mitmachen"

Die Vertragsverlängerung von Dayot Upamecano beim FC Bayern München hat eine alte Debatte neu entfacht: den Einfluss von Spielerberatern im Profi-Fußball. Uli Hoeneß kritisiert ihre Macht und die hohen Forderungen, während Vermittler wie Jörg Neblung ihre Rolle als notwendig verteidigen. Sie sollen Ungerechtigkeiten zwischen Spielern und Vereinen verhindern und die Verhandlungen fair begleiten.

Uli Hoeneß: "Wir werden diesen Wahnsinn nicht mitmachen"

Fotocredit: Getty Images

Nach dem langwierigen Vertrags-Poker um die Verlängerung von Dayot Upamecano beim FC Bayern München hat der Ehrenpräsident des Klubs, Uli Hoeneß, erneut scharfe Kritik an der Rolle von Spielerberatern im modernen Fußball geäußert. Er beklagt, dass diese zu viel Macht hätten und zu hohe Forderungen stellten.
Hoeneß erklärte, er wolle sich künftig nicht mehr auf die bisherigen Verhandlungsarten einlassen und den Einfluss der Berater spürbar reduzieren: "Wir werden verstärkt Nein sagen und diesen Wahnsinn nicht mitmachen."
Doch diese Aussagen stießen bei den Vermittlern auf deutliche Kritik. Der namhafte Spielerberater Jörg Neblung bezeichnete Hoeneß’ Äußerungen als stark vereinfachend und als "heillosen Populismus".
Er betonte, dass Spielerberater eine legitime Existenzberechtigung hätten. Ihre Aufgabe sei es gerade, Ungerechtigkeiten bei Vertragsabschlüssen zwischen Spielern und Vereinen vorzubeugen und sicherzustellen, dass die Interessen der Spieler fair berücksichtigt werden.
Letztlich entscheide immer der Spieler selbst, und der Berater unterstütze lediglich den Verhandlungsprozess: "Wir haben keine Prokura. Es ist immer der Spieler, der entscheidet", so Neblung.
picture

Flick: "Am Ende hat es Girona verdient"

Quelle: Perform


Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung