Joachim Löw und Mats Hummels in der Pressekonferenz vor dem Italien-Spiel über Team und Gegner

In der Pressekonferenz vor dem Länderspiel gegen Italien betont Bundestrainer Joachim Löw, dass er die Spieler nicht überlastet zu den Vereinen zurückschicken will. Zudem verrät der Coach, dass er mit Bernd Leno und Benedikt Höwedes in der Startelf plant. Auch ein Einsatz von Yannick Gerhardt von Anfang an ist möglich. Mats Hummels schwärmt von der Arbeitseinstellung im Team.

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Joachim Löw über...

... das Thema "Überlastung der Spieler":

"Ich nehme gerade in den Testspielen im November absolute Rücksicht auf die Belastung der Spieler und darauf, dass gerade die Nationalspieler nach einer kurzen Sommerpause am Limit sind. Ich mache mir da immer ganz konkrete Gedanken vor den November-Länderspielen. Kein Spieler wird völlig überlastet zu den Vereinen zurückkehren."

... den Papst:

"Für jeden einzelnen war das ein besonderes Erlebnis. Mit seinen Worten hat er jeden von uns erreicht. Es war etwas besonders Schönes, im Vatikan zu sein. Es war die richtige Entscheidung, nach dem Spiel gegen San Marino nach Rom zu gehen. Wir haben einiges für den Teamgeist unternommen, aber jetzt gelten die Gedanken natürlich dem Spiel gegen Italien."

... die Aufstellung für das Italien-Spiel:

"Stand jetzt sind alle Spieler einsatzfähig. Mario Gomez hat einen Bluterguss erlitten gegen San Marino, aber er wird mittrainieren. Bernd Leno wird im Tor stehen. Und ich plane auch mit Benedikt Höwedes neben Mats Hummels. Und es ist denkbar, dass Yannick Gerhardt von Anfang an spielt."

... die Kritik von San Marino:

"Wir sind mit dem nötigen Respekt ins Spiel gegen San Marino gegangen. Wir haben gesagt, dass wir konsequent auf Tore gehen wollten und auch nach dem zweiten oder dritten Tor das Spielen nicht einstellen wollten. Das haben wir gemacht. Aber man kann San Marino nicht mit anderen Mannschaften oder Auftritten in der Champions League vergleichen. Es waren nunmal keine professionellen Spieler. In sofern hatte Thomas Müller recht."

... die Eingliederung junger Spieler:

"Das ist ein langwieriger Prozess. Es gelingt nicht bei jedem jungen Spieler, ihn sofort einzugliedern. Wir versuchen mit den jungen Spielern Kontakt zu halten, auch wenn sie mal nicht in der Nationalmannschaft sind und ihnen aufzuzeigen, wo sie sich verbessern können."

... Leon Goretzka:

"Leon Goretzka war ja schon vor der WM 2014 bei uns. Er ist in den letzten zwei Jahren immer mal wieder durch Verletzungspausen zurückgeworfen worden. Aber er ist einer unser talentiersten Spieler. Er hat eine sehr gute Technik und auch ein gutes Auftreten neben dem Platz. Er hat ein sehr reifes Verhalten für sein Alter."

... Mario Gomez:

"Mario hatte nach der EM eine Verletzung, die ihn einige Wochen aus dem Rhythmus gebracht hatte. Er hatte auch in Wolfsburg keine so gute Phase, zuletzt aber gegen Freiburg doppelt getroffen. Man spürt bei ihm dann sofort das Selbstvertrauen. Er ist jemand, der die letzte Aktion hervorragend macht. Wenn er zum Abschluss kommt, hat er hervorragende Qualitäten, egal ob mit rechts, links oder mit dem Kopf. Er ist für uns sehr, sehr wertvoll."

... Sebastian Rudy:

"Ich werde mir nach dem Abschlusstraining noch einmal Gedanken über die Aufstellung machen. Sebastian Rudy hat in Hoffenheim sehr gut gespielt. Mit ihm plane ich eher im Mittelfeld als auf der Verteidigerposition."

... das "neue" Italien:

"Ganz große Unterschiede gibt es nicht. Die Italiener haben ihren eigenen Stil, den sie seit Jahren präsentieren. Wir erwarten eine Mannschaft, die taktisch gut eingestellt ist, den Gegner früh unter Druck setzt und es versteht, zu verteidigen. Es sind natürlich andere Vorzeichen als in einem K.o.-Spiel bei der EM. Befreit von dem Druck werden beide Mannschaften wohl etwas mehr für die Offensive tun, als es vielleicht bei der EM der Fall war."

... Brasilien:

"Sie haben sich neu erfunden und erneuert. Ich habe einige Szenen aus dem Spiel gegen Argentinien gesehen, und die Überzeugung, mit der sie gespielt haben, hat mir sehr imponiert. Das 7:1 haben sie weggesteckt. Und das sie gute Spieler haben, steht ja außer Frage."

Mats Hummels über

... den Papstbesuch und den Klassiker gegen Italien:

"Der Papstbesuch war natürlich sehr beeindruckend und für mich das erste Mal, dass ich Teile vom Vatikan gesehen habe. Den Schalter umzulegen geht sehr schnell. Das sind wir ja gewohnt. Gerade Italien hatten wir viele spannende Spiele. Es ist schon mein fünftes, und es war immer ein Prickeln dabei."

... "Angstgegner" Italien:

"Es gibt natürlich den sehr schweren Gegner. Aber wir haben zuletzt dreimal gewonnen. Und wir haben sie jetzt bei einem großen Turnier besiegt. Für mich war das aber nie so extrem, weil ich früher nicht so oft dabei war. Ich sehe daher nicht einen Fluch als gebrochen an."

... die Aufbruchsstimmung in der Mannschaft:

"Wir haben sehr viele neue Gesichter. Aber es war schon im September, als noch nicht ganz so viele neue dabei waren, ein neuer Zug drin. Alle haben sich vorgenommen, wieder einen draufzusetzen. Aber es sind auch erst vier Spiele in der WM-Quali vorbei. Wir sind noch nicht qualifiziert. Aber wir haben eine gute Arbeitsatmosphäre in der Mannschaft. Das ist schon eine gute Grundlage für den Erfolg."

... Ciro Immobile:

"Ich habe seinen Weg natürlich verfolgt. Er hat eine beeindruckende Statistik mit neun Pflichtspieltoren in neun Spielen. Ich erwarte mir vom Spiel eine Mannschaft aus Italien, die etwas offensiver agiert als sonst. Zumindest die Aufstellung sah etwas offensiver aus."
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