So lief das Spiel:

Neuauflage des Europa-League-Halbfinals der vergangenen Saison in Singapur: Beim ICC forderte Atlético Madrid die "Gunners" um ihren neuen Coach Unai Emery, der den ewigen Arsène Wenger beerbt hatte.
Die Spanier mussten noch auf Weltmeister Antoine Griezmann und den WM-Fahrer Diego Godín verzichten, insgesamt stellte Coach Diego Simeone nur drei Spieler auf, die im letzten Ligaspiel für "Atleti" auf dem Platz gestanden hatten.
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04/03/2018 AM 15:26
Dementsprechend kamen die Londoner wesentlich besser ins Spiel, Pierre-Emerick Aubameyang hatte in der Anfangsphase mehrfach gute Chancen über die linke Seite. Mehr als einen verschossenen Freistoß (16.) brachte der Ex-BVB-Star allerdings auch nicht zustande, die Strafraumszenen wurden weniger.
Nach 25 Minuten trat dann der Europa-League-Sieger zum ersten Mal in Erscheinung: Ein langer Ball aus der Abwehrreihe verfehlte Kevin Gameiro, der einschussbereit vor Bernd Leno wartete, nur ganz knapp.
Kurz vor der Pause verschärfte Atlético das Tempo, stand höher, verteidigte aggressiver - und kam prompt zu Chancen. Nach einem starken Correa-Solo über die rechte Seite köpfte Vietto zur Führung ein (42.). Ein völlig überraschendes Tor, wenn es nicht Atlético wäre! Typischer geht's nicht für das Team aus der spanischen Hauptstadt, die Simeone-Truppe ging mit der 1:0-Führung in die Kabine.
Doch die "Gunners" hatten sich offenbar was vorgenommen: Smith-Rowe kam mit ordentlich Dampf aus der Pause und nagelte den Ball kurz nach Wiederanpfiff unter die Latte (47.), der Ausgleich für Arsenal. Dann allerdings begannen die üblichen Wechselspielchen, in der 63. Minute brachte Arsenal acht neue Spieler. Zehn Minuten danach liefen sechs Neue für Atlético auf - viel Erkenntnisgewinn für die Trainer, allerdings nicht unbedingt förderlich für den Spielfluss.
Keeper Adán verwandelt entscheidenen Elfmeter, Özil nicht eingesetzt
Nach gut 60 ernsthaften und 30 weiteren Experimental-Minuten blieb es beim 1:1. Somit musste das Elfmeterschießen entscheiden. In einem von Jugendspielern dominierten Elfmeterschießen, in dem beide Keeper stark parierten, setzte sich Atlético schließlich mit 3:1 durch. Der spanische Ersatzkeeper Antonio Adán verwandelte den entscheidenden Elfer selbst gegen Petr Cech.

Mesut Özil bei Arsenal

Fotocredit: Getty Images

Mesut Özil war zwar vor Ort in Singapur und nahm auf der Bank der Engländer Platz, wurde von Coach Emery aber nicht eingesetzt.

Das fiel auf: Kampf der Systeme

Alles auf Anfang beim FC Arsenal: Nach 22 Jahren Arsène Wenger hatte der ehemalige PSG-Coach Unai Emery zu Saisonbeginn bei den "Gunners" übernommen. Die DNA allerdings scheint gleich geblieben - während Atlético wenig überraschend hinten drin stand, spielte Arsenal temporeich und offensiv. Vor allem Aubameyang über links und Alexandre Lacazette auf der anderen Seite machten das Spiel für die Londoner. Doch Arsenal agierte glücklos, bisweilen sogar überhastet und nutzte seine Chancen nicht.
Atlético spielte dagegen seine ganze Routine aus und brauchte für die Führung nur eine Chance. In zweieinhalb Wochen beginnt für Arsenal die Premier-League-Saison mit dem Kracher gegen Manchester City, gleich darauf folgt das London-Derby gegen Chelsea. Bis dahin muss Neu-Coach Emery seiner Elf neben Spielfreude auch Sicherheit eingeimpft haben.
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