So lief das Spiel:

Liverpool bestimmte die ersten Minuten, brachte nach zwei gefährlichen Kopfbällen (Mohamed Salah, Dominic Solanke) in der neunten Minute aber zunächst offensiv nicht mehr allzu viel zustande. Das Spiel verflachte etwas, ehe Salah im Sechzehner gegen Timothy Focu-Mensah zu Fall kam und Sadio Mané den nachfolgenden Foulelfmeter links unten zum 1:0 verwandelte (28.). Keeper Lee Grant entschied sich zwar für die richtige Ecke, konnte den platzierten Schuss aber nicht parieren.
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Es dauerte allerdings lediglich drei Minuten bis die "Red Devils" ebenfalls per Standardsituation trafen. Andreas Pereira hob einen Freistoß aus zentraler Position, etwa 23 Meter vor dem Kasten, gefühlvoll über die Mauer und netzte links oben zum 1:1 ein. Die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp war im ersten Durchgang in vielen Bereichen überlegen (unter anderem 58,7 Prozent Ballbesitz, 8:1 Schüsse, 10:0 Flanken), im vorderen Drittel fehlte es allerdings häufig an Durchschlagskraft.
Nach dem Seitenwechsel spielte sich das Geschehen bis zur 66. Minute, als Xherdan Shaqiri im Sechzehner auf Daniel Sturridge ablegte, der auf Höhe des Elferpunktes flach zum 2:1 ins lange Eck schob, größtenteils zwischen den Strafräumen ab.
Anschließend waren die "Reds", bei denen im Gegensatz zu Manchester einige Stammspieler aufliefen, deutlich überlegen und setzten sich gegen die zum Teil unerfahrene ManUnited-Defensive durch. Es dauerte nicht lange, bis es erneut rappelte. Andrew Robertson holt im Sechzehner aus, um aufs Tor zu schießen. Juan Mata hielt ungeschickt den Fuß dazwischen und brachte ihn zu Fall, weswegen der Schiedsrichter auf den Elfmeterpunkt zeigte. Sheyi Ojo lief locker an und schoss zum 3:1 in die linke Ecke (74.).
Lediglich acht Minuten später markierte der prächtig aufgelegte Shaqiri mit einem Traumtor den 4:1-Endstand. Ben Woodburn flankte aus der linken Sechzehnerhälfte, kurz vor der Grundlinie, rechts in die Box, wo Shaqiri aus etwa acht Metern per Fallrückzieher traf.

Das fiel auf: Wenige Erkenntnisgewinne

Dass das kongeniale Offensivduo, bestehend aus Salah und Mané, gegnerische Abwehrreihen zur Verzweiflung bringen kann, ist allseits bekannt. Allerdings wurde eindeutig aufgezeigt, dass Shaqiri für einen gesunden Konkurrenzkampf in Liverpools offensiver Dreierreihe, in der Roberto Firmino diesmal fehlte, sorgen kann.
Bei United gingen eher unerfahrene Spieler einige Male zu ungestüm in Duelle, was die Liverpooler dankend annahmen und eiskalt bestraften.
Weil vor allem bei Manchester einige Superstars fehlten, besitzt diese Partie nur wenig Aussagekraft für die anstehende Premier-League-Saison.
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