Supercoppa: AC Milan und Vincenzo Montella wollen gegen Juventus Turin starke Entwicklung krönen

Kurz vor Weihnachten kann sich der AC Milan am Freitag im Finale der Supercoppa gegen Juventus Turin (17.30 Uhr im Liveticker) selbst beschenken. Der letzte Titel datiert aus dem Jahr 2011, als man Inter Mailand mit 2:1 im Finale der Supercoppa schlug. Jetzt wollen die Rossoneri nach langer Durststrecke den Aufwärtstrend krönen. Die neuen Nestas und Gattusos stehen in den Startlöchern.

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Der große AC Milan, einst Angstgegner des FC Bayern München, war in den letzten Jahren zu einer Trainer verschleißenden, mittelprächtigen Serie A-Mannschaft verkommen. Doch mittlerweile ist, auch dank Trainer Vincenzo Montella, wieder Licht am Ende des Tunnels zu sehen. Am Freitag stehen die Rossoneri im Finale der Supercoppa gegen Serienmeister Juventus Turin (17:30 Uhr im Liveticker) und kämpfen um ihren ersten Titel seit 2011.
Damals gewann Milan ebenfalls die Supercoppa. Treffer von Zlatan Ibrahimovic und Kevin-Prince Boateng bescherten einen 2:1-Erfolg gegen Stadtrivale Inter. Von großen Namen wie Clarence Seedorf, Gennaro Gattuso oder Alessandro Nesta war seither jedoch nur wenig zu sehen in Milanello. Trainer Vincenzo Montella treibt nun jedoch einen erfolgreichen Umbruch mit jungen talentierten Spielern voran.

Milan hat wieder eine Zukunft

Gianluigi Donnarumma ist mit seinen zarten 17 Jahren fast schon ein alter Hase und wird Anfang des neuen Jahres bereits seinen 50. Einsatz in der Serie A feiern. Der großgewachsene Torwart schickt sich an, das schwere Torwart-Erbe von Gianluigi Buffon in Italien zu beerben.
Aus einer gealterten Milan-Mannschaft hat sich längst eine junge talentierte Truppe entwickelt, die Hoffnung auf eine erfolgreiche Zukunft macht. Alessio Romagnoli in der Innenverteidigung, und Suso sowie M'Baye Niang in der Offensive bilden mit Donnarumma ein Gerüst, auf dem sich perfekt aufbauen lässt. Auf allen Schlüsselpositionen sind Talente vorhanden und Montella gibt ihnen neben viel Spielzeit auch ein klares Konzept an die Hand.
Der 42-Jährige lässt zielstrebig und schnell nach vorne spielen. So hat sich Milan mit den vielen schnellen Spielern in der Offensivabteilung zu einer der besten Kontermannschaften der Serie A entwickelt. Dabei ragen vor allem Locatelli als Ballverteiler und die schnellen Außen Niang und Suso heraus.
"Mit mir und Gigi Donnarumma hat Milan ein schönes Projekt für die nächsten zehn Jahre. Da kann noch Wichtiges kommen", sagte AC-Jungstar Locatelli selbstbewusst.

Montella ist der Schlüssel

Nach vielen erfolglosen Versuchen hat Montella den Durchbruch endlich vollzogen. Im San Siro gingen die Trainer seit der Entlassung des heutigen Juve-Trainers Massimiliano Allegri im Januar 2014 ein und aus. Auf Interims-Coach Mauro Tassotti folgten auf der Trainerbank die ehemaligen Milan-Profis Clarence Seedorf (144 Tage im Amt) und Filippo Inzaghi (372 Tage im Amt).
Von einem Umschwung war aber nichts zu erkennen - und so folgten Sinisa Mihajlovic (301 Tage) und Christian Brocchi. Letzterer blieb nur sieben Spiele ehe er bei Klubeigentümer Silvio Berlusconi wegen Perspektivlosigkeit seinen Rücktritt einreichte.
Unter Montella ist nun wieder ein Konzept zu erkennen. Der ehemalige Mittelstürmer zieht sein 4-3-3-System konsequent durch und integriert die jüngeren Spieler gekonnt ins Gesamtkonzept der Mannschaft. So baut Montella aus dem Gerüst um Donnarumma, Romagnoli und Locatelli langsam aber sicher eine wachsende Mannschaft auf, die in den kommenden Jahren nur noch punktuell verstärkt werden muss.
Der lang ersehnte Titel könnte für einen Entwicklungsschub des gesamten Vereins sorgen und die lange vermisste Euphorie rund um Milan weiter entfachen.
Schließlich lechzt Mailand nach neuen großen Namen, großem Calcio und großen Titeln.
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