DFB: Jürgen Klopp legt los und hat viele Ideen für neue Stelle mitgebracht - Amt als Neu-Bundestrainer beginnt

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Jürgen Klopp ist seit Samstag offiziell Bundestrainer. Für die ersten Wochen hat er einen klaren Plan. Dabei geht es ihm um eine größere Zusammenarbeit mit den Juniorenmannschaften des DFB und deren Trainern. Viel Zeit, um die Spieler kennenzulernen, hat er nicht. Das erste Spiel ist gleich zu Beginn ein echter Gradmesser, wenn die DFB-Elf am 24. September gegen die Niederlande antritt.

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Quelle: Perform

Jürgen Klopp ließ sich das erste Arbeitsessen schmecken. Der zum Heilsbringer auserkorene neue Bundestrainer diskutierte schon einen Tag vor seinem offiziellen Dienstbeginn in der Kantine auf dem DFB-Campus bei Fisch, Quiche und Salat mit U21-Coach Antonio Di Salvo und Nachwuchsdirektor Hannes Wolf intensiv über die Zukunft des deutschen Fußballs.
Seine beruhigende Erkenntnis: "Es hat sich echt gut angelassen. Es fühlt sich nicht fremd an, das ist echt schön."
Seit Samstag ist der Nachfolger von Julian Nagelsmann offiziell im Amt - und Klopp ist hochmotiviert und voller Tatendrang. WhatsApp-Nachrichten von Freunden habe er schon mit "Bundestrainer Klopp" beantwortet, sagte er scherzhaft über die schnelle Eingewöhnung.
"Inoffiziell haben wir ja schon eine Weile begonnen. Wir haben viele Ideen und werden noch viele weitere entwickeln", sagte der ehemalige Meistermacher von Borussia Dortmund und des FC Liverpool im Interview mit "DFB.TV".

Klopp: "Trainieren gemeinsam die Nationalmannschaft"

Klopps Plan für die Soforthilfe der tief gefallenen deutschen Nationalmannschaft steht. Nach den Gesprächen mit Di Salvo, Wolf sowie den U-Trainern Christian Wörns und Hanno Balitsch ist für den 59-Jährigen klar: "Ich verspüre bei allen ganz viel Vorfreude. Das Entscheidende dabei ist, und dieses Gefühl wollte ich den Trainern vermitteln: Wir gemeinsam trainieren die deutsche Nationalmannschaft! Nur in unterschiedlichen Altersklassen."
Jeden Stein beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) umzudrehen, muss aber noch ein bisschen warten. Es gebe für ihn nun "zwei große Themenbereiche", um die man sich kümmern müsse, betonte Klopp: "Nummer eins ist die A-Nationalmannschaft. Nummer zwei ist alles andere. Wir müssen mit der A-Nationalmannschaft anfangen."
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Jurgen Klopp legt beim DFB los

Fotocredit: Getty Images

Daher hat er für die kommenden Tage und Wochen schon einige Gesprächstermine mit Bundesligatrainern vereinbart. Denn Klopp ist sich bewusst, dass er in seinem neuen Job auf die Arbeit in den Vereinen angewiesen ist. "Am Ende ist es aber abhängig von den Spielern, von ihrem Fitnessstand, einfach von ihrem Zustand insgesamt, in dem sie zu uns kommen. Deshalb brauchen wir noch ein bisschen Zeit. An Lust, Bereitschaft, Fleiß wird es aber ganz bestimmt nicht scheitern."
Zu den Vereinen wolle er "ein gutes Verhältnis schaffen". Dadurch wolle er auch hinbekommen, "dass die Nationalmannschaft ein Mehrwert für die Spieler ist".

Noch keinen Kontakt zu Nationalspielern

Zu Nationalspielern hatte der neue Bundestrainer aber noch keinen Kontakt. "Sie sind mitten in der Vorbereitung und so richtig viel zu reden gibt es jetzt aus meiner Sicht auch noch nicht. Aber wenn ich die Trainer und Vereine besuche, werde ich natürlich auch mit den Spielern vor Ort sprechen", sagte Klopp, der seinen Einstand beim Nations-League-Auftakt am 24. September in Amsterdam gegen den Erzrivalen Niederlande geben wird.
An die Arbeitsbedingungen in seinem neuen Amt muss sich Klopp aber noch gewöhnen. "Als Vereinstrainer arbeitest du jeden Tag mit deinen Spielern. Eine Woche ist auch wirklich eine Woche. In der Zeit konnte ich vier, fünf Spielern näherkommen, herausfinden, wer sie sind und was hinter ihnen steckt. In der nächsten Woche waren es vier, fünf andere. Nach vier bis sechs Wochen habe ich ein gutes Bild von meiner Mannschaft gehabt. Das muss jetzt schneller gehen", sagte Klopp und ergänzte: "Es wird immer kleinere Rückschläge geben. Wenn man vom Weg überzeugt ist, dann macht das aber nichts."
Nicht mehr ganz überzeugt ist Klopp von seinem Auftritt bei seiner Vorstellungs-PK am 24. Juli. Ihm habe "nicht so richtig gefallen", dass er es mit gewissen Aussagen ermöglicht habe, "diese Medienschelte als die Überschrift zu nehmen", sagte Klopp und räumte "einen Fehler" ein.
Nach seinem Ende als Liverpooler Teammanager habe sich die englische Presse auf ihn und seine Familie gestürzt "wie die Fliegen auf Honig", sagte Klopp: "Ich wollte sagen: Das wird nicht nochmal passieren."
(SID)
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Quelle: Perform


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