Neymar will angeblich zurück zum FC Barcelona
Neymar ist unzufrieden bei Paris Saint-Germain und will zurück zum FC Barcelona - so heißt es in spanischen Medien. So weit, so skurril - wären da nicht eine Handvoll Dinge, die da nicht so recht passen mögen. Man sollte sich jedenfalls nicht wundern, wenn Neymar am Ende von PSG zu Real Madrid wechselt. Und das für eine neue Transfer-Rekordsumme ...
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Beim FC Barcelona ist man ein bisschen nervös geworden zuletzt, was festgeschriebene Ablösen betrifft.
"Wir haben die festgeschriebene Ablösesumme so gesetzt, dass wir dachten, es sei genug, um Messi bis zum Karrierenede beim FC Barcelona zu halten", sagte Barças Finanzdirektor Pacho Schröder diese Woche bei einem Business-Event in London:
Nun droht dem FC Barcelona nicht unmittelbar, Lionel Messi für den "Klacks" von 730 Millionen Euro festgeschriebene Ablöse an die Konkurrenz zu verlieren. Aber im Fußball passieren zurzeit unbestritten verrückte Dinge.
Neymar zurück zum FC Barcelona?
Dazu passen würde folgendes Gerücht aus Spanien: Neymar wechselt wieder. Und zwar zu ... Trommelwirbel ... dem FC Barcelona!
Diesen Wunsch habe der Brasilianer laut "Mundo Deportivo" jedenfalls höchstpersönlich bei Spielern und Verantwortlichen in Barcelona platziert. Natürlich im Geheimen und bereits vor dem Aus von Paris Saint-Germain in der Champions League gegen Real Madrid (1:3, 1:2).
Neymar sei dabei angeblich so weit gegangen, seinen Wechsel zu PSG als Fehler einzugestehen, und zuzugeben, dass die PSG-Kabine einem Haifischbecken gleiche. Realistischerweise peile er eine Rückkehr auch erst 2019 an, weil er dann PSG für verhandlungsbereiter einschätze.
So weit das Gerücht der "Mundo Deportivo", die zwar sehr detailliert berichtet, aber keine Quellen für diese Behauptungen nennt.
Am Ende wechselt Neymar doch zu Real Madrid ...
Problem Nummer eins an dieser Geschichte liefert die "Mundo Deportivo" gleich selbst mit: In der Führungsetage des FC Barcelona soll man Neymars Ausführungen nicht wirklich glauben. Eher fühle man sich dort immer noch betrogen vom 26-Jährigen, der seinen Abgang 2017 unter eher unmanierlichen Umständen erzwungen hatte.
Vielmehr, so "Mundo Deportivo", sähe man Neymars aktuelle Beteuerungen als ein weiteres Schmierentheater an, als eine Art Alibi. Nach dem Motto: Der Brasilianer beteuert jetzt halbherzig, er wolle gerne zurück, aber wenn Barcelona ihn nicht mehr haben wolle, wechselt er eben zu Real Madrid.
Dazu passt, dass sich Neymars Vater laut "AS" bereits mit einer Real-Delegation (inkl. zweier Anwälte) getroffen haben soll.
FC Barcelona fordert Geld von Neymar zurück
Problem zwei: Die atmosphärischen Störungen zwischen Barça und Neymar halten weiter an. Gut möglich sogar, dass sich beide Partien demnächst vor Gericht wiedersehen. Hintergrund: Barcelona fordert derzeit noch mehrere Millionen Euro von Neymars Seite zurück - es geht zum großen Teil um einen speziellen "Unterschriftsbonus", den der Klub 2016 für Neymars Vertragsverlängerung bis 2021 bezahlt hatte.
Insgesamt hatten beide Parteien damals 64 Millionen Euro Bonus vereinbart. 21 Millionen bekam Neymar sofort, 43 weitere hätte er 2017 bekommen sollen - diese aber fror Barça ein, als Neymar ohne das Einverständnis der Katalanen zu PSG wechselte. Die Barça-Argumentation: Neymar habe nur Anspruch auf den Bonus, wenn er die gesamte Vertragsdauer bis 2021 beim FC Barcelona gespielt hätte. Hat er aber nicht.
Das Perfide an der Sache: Neymar hatte mit dem Abschluss seiner Verhandlungen mit PSG extra länger gewartet, bis der Zeitpunkt der 43-Millionen-Zahlung gekommen war - obwohl sich Neymars festgeschriebene Ablöse zum selben Datum automatisch von 200 auf 222 Millionen Euro erhöht hatte. Sprich: Neymar wollte Geld (43 Mio.) einstreichen auf Kosten (22 Mio.) seines neuen Arbeitgebers.
Der Disput mit Barcelona dauert an.
PSG will angeblich 400 Millionen Euro für Neymar
Problem drei: PSG denkt offiziell natürlich nicht im Traum daran, Neymar wieder zu verkaufen. Zumindest nicht für schmales Geld. Auch nicht für 222 Millionen Euro.
Satte 400 Millionen Euro, so heißt es in Frankreich und Spanien, müsse ein Klub aktuell hinlegen, um den 26-Jährigen nach nur einem Jahr in Paris abzuwerben. Und diese Summe kann nach den Financial-Fairplay-Regeln der Uefa eigentlich aktuell kein Klub bezahlen.
Es sei denn, es passieren verrückte Dinge ...
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