La Liga | Abwehrsorgen beim FC Barcelona: So viele Gegentore wie vor 16 Jahren

Nur ein Remis gegen Valencia und zu Hause wieder zwei Gegentore. Vor dem Pokalspiel gegen den Erzrivalen Real Madrid hat der FC Barcelona große Probleme in der Abwehr. In dieser Saison ist man defensiv sehr anfällig und kassiert vor allem im Camp Nou erstaunlich viele Gegentore. In zwölf Heimspielen waren es bereits 15. Das sind jetzt bereits so viele wie in der gesamten letzten Saison.

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Die Katalanen sind eigentlich bekannt dafür, die Gegner im heimischen Stadion zu dominieren und wenige Tore zuzulassen. Momentan kriegt das Team von Ernesto Valverde allerdings im Schnitt 1,25 Gegentore pro Heimspiel, gegen Betis Sevilla waren es im November sogar gleich deren vier.
Statistisch gesehen spielt Barcelona defensiv die schlechteste Saison seit 2002/2003 unter Louis Van Gaal. Damals hatte man zum jetzigen Zeitpunkt in der Spielzeit bereits 16 Gegentreffer. Der Trainer scheint nicht recht zu wissen, wen er in der Verteidigung aufstellen soll, fast in jedem Spiel schickt er eine neue Viererkette aufs Feld.
Gegen Valencia wechselte er Sergi Roberto, der hinten links spielte, bereits zur Halbzeit aus und vertraute neben Gerard Piqué dem Belgier Thomas Vermaelen. Der 33-Jährige, der 2014 nach Barcelona kam, ist diese Saison alles andere als ein Leistungsträeger. Er kommt erst auf sechs Liga Einsätze, kämpfte mit einer Oberschenkelverletzung und war oftmals nicht einmal im Kader.

Umtiti fehlt an allen Ecken und Enden

Besonders zum jetzigen Zeitpunkt der Saison könnte die defensiv Schwäche den spanischen Meister in Bedrängnis bringen. Zuerst spielt man im Pokal-Halbfinale gegen Real Madrid, danach folgen unter anderem Spiele gegen Sevilla, der Classico in der Liga und das Champions-League-Achtelfinale gegen Olympique Lyon.
Samuel Umtiti fehlt Barcelona weiterhin mit einer Knieverletzung und ein Datum für die Rückkehr des Weltmeisters ist nicht bekannt. Dazu ist noch der im Sommer verpflichtete Clément Lenglet im Kader, der die Mehrheit der Spiele absolviert hat, aber auch seine Schwächen gezeigt hat. Wegen des Ausfalls des Franzosen holten die Katalanen zur Verwunderung von vielen Experten im Winter Jeison Murillo per Leihe aus Valencia. Der 26-Jährige war aber sowohl bei Valencia, als auch bei seinem vorherigen Klub Inter Mailand meist zweite Wahl und nicht von Weltformat.
Auch der mittlerweile 32-jährige Piqué ist längst nicht mehr so gut, wie zu seinen besten Zeiten, als er als einer der besten Verteidiger der Welt galt. Auch die drei verfügbaren Außenverteidiger Sergi Roberto, Jordi Alba und Nélson Semedo sind in der Vorwärtsbewegung besser als im Verteidigen.
Hinzu kommt noch der verletzungsbedingte Ausfall von Ersatztorhüter Jasper Cillessen, der in den nationalen Pokalspielen im Tor stand. Nicht auszudenken also, sollte sich Marc-André Ter Stegen verletzen oder eine Sperre einhandeln.
Die Offensive hat zwar die nötige Durchschlagskraft in fast jedem Spiel vier oder fünf Tore zu machen, dennoch kann man sich darauf auch nicht immer verlassen.
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