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Malcom-Transfer zum FC Barcelona war Rache-Akt an AS Rom

Rache ist süß! Deshalb platzte der Malcom-Deal mit Rom

11/08/2018 um 13:21

Eigentlich schien der Deal bereits unter Dach und Fach zu sein: Der AS Rom sollte das Rennen um den hochtalentierten Brasilianer Malcom gewonnen haben. Doch es kam bekanntlich anders. Denn in letzter Minute "grätschte" der FC Barcelona dazwischen und entschied das Duell um den Shootingstar für sich. Wie sein Berater nun erklärt, war Rache im Spiel, die zur späten Wende im Transferpoker führte.

In einem Interview mit "Tuttomercatoweb" äußerte sich Malcoms Berater Leonardo Cornacini zum Last-Minute-Wechsel nach Spanien:

"Die Wahrheit ist, dass wir uns dazu entschlossen haben, nicht nach Rom zu wechseln, weil sie sich uns gegenüber schlecht verhalten haben. Ich arbeitete an einem Deal für Fuzato, der ein anderer meiner Klienten ist, aber Roma machte den Transfer mit einem anderen Berater (...) Kurz gesagt, es war Rache."

Berater-Wechsel bei Fuzato-Deal

Besagter Fuzato, ebenfalls ein Klient von Cornacini, wechselte im Juli von Palmeiras São Paulo ebenfalls zur Roma. Dass der italienische Klub den Deal um den Torhüter mit einem anderen Berater klarmachte, war somit Auslöser für den Rache-Akt an die Römer.

"Es tut mir leid, das zu sagen, aber so war es. Rom hat sich zehn Tage vorher uns gegenüber schlecht verhalten beim Fuzato-Deal, also haben wir es auch so gemacht. Angesichts dieses Verhaltens entschied ich zusammen mit Malcom, dass das beste Ziel für ihn nicht die Giallorossi sind."

Nur einen Tag bevor Malcoms Wechsel zum spanischen Meister offiziell wurde, meldete die Roma den sicher geglaubten Transfer als perfekt. Der Flügelspieler von Girondins Bordeaux soll sich Medienberichten zufolge auch schon am Flughafen in der italienischen Hauptstadt befunden haben.

Rom-Präsident: "Könnten uns wenigstens Messi abgeben"

Nach Cornacinis Intervention und dem Angebot aus Spanien entschieden sich Malcom und sein Berater dann aber gegen einen Wechsel zu den Römern. Anschließend war der Ärger beim Serie-A-Klub groß - die Verantwortlichen erwogen sogar, rechtliche Schritte einzuleiten.

Wenig später bewies der Präsident des übergangenen AS Rom zumindest Galgenhumor: "Ich habe das so nicht akzeptiert. Aber sie könnten uns vielleicht, sozusagen als Zeichen des guten Willens, wenigstens Messi abgeben."

"Jetzt ist Malcom aber glücklich, nach Barcelona gegangen zu sein", verteidigte Cornacini sein Vorgehen.

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