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Barça-Kantersieg: Griezmann-Jubel sorgt für Aufsehen

Barça-Kantersieg: Griezmann-Jubel sorgt für Aufsehen

26/08/2019 um 10:28

Der FC Barcelona hat nach dem Ausrutscher am ersten Spieltag ein Ausrufezeichen gesetzt und Betis Sevilla mit 5:2 (1:1) aus dem Camp Nou geschossen. Nachdem die Gäste durch Nabil Fekir in Führung gegangen waren (15.), übernahm Barça vor dem Seitenwechsel das Kommando. Antoine Griezmann (41./50.), Carles Pérez (56.), Jordi Alba (60.) und Arturo Vidal (77.) erzielten die Treffer für die "Blaugrana".

So lief das Spiel:

Barcelona begann mit hoher Spielfreude. In der Anfangsphase bot der amtierende Meister One-Touch-Fußball vom feinsten, geriet gegen passive Andalusier aber überraschend in Rückstand.

Ein Fehlpass von Sergio Busquets leitete einen gegnerischen Angriff ein. Leon Moron wurde im Mittelfeld in halblinker Position von Sergio Canales bedient. Er passte mit perfektem Timing in den Lauf von Neuzugang Nabil Fekir, der aus der linken Strafraumhälfte per Direktabnahme flach aufs lange Eck wuchtete. Dort prallte der Ball vom Innenpfosten zum 1:0 in den Kasten (15.).

Anschließend wirkte Barça etwas verunsichert und leistete sich Ungenauigkeiten. In den letzten zehn Minuten vor der Pause kamen die Hausherren wieder besser zurecht und glichen verdient aus.

Sergi Roberto chippte aus dem rechten Halbfeld gefühlvoll über die Abwehrkette ins Strafraumzentrum. Dort zog Antoine Griezmann volley ab und lenkte die Kugel mit dem Schienbein zum 1:1 ins Netz (41.).

Der Begriff "Offensivspektakel" trifft die zweite Halbzeit ganz gut. Barcelona war in allen Belangen überlegen und schraubte das Torekonto vor allem aufgrund herausragender Effektivität in der Gefahrenzone deutlich nach oben. Fast jeder Schuss aufs Tor landete auch darin.

Nach dem Seitenwechsel dauerte es nicht lange, ehe Griezmann seinen Doppelpack bei der Heimpremiere schnürte. Der französische Weltmeister wurde nach Zuspiel von Sergi Roberto halbrechts am Sechzehnerrand nicht gestört, sodass er zum 2:1 ins lange Eck zirkelte (50.).

Griezmann Barcelona Betis

Griezmann Barcelona BetisGetty Images

Griezmann erklärt seinen Jubel

Griezmann feierte sein zweites Tor, indem er vor den Fans Konfetti in die Luft warf. Das war als Hommage an NBA-Superstar LeBron James gedacht, wie er später erklärte:

"Ich mag LeBrons Ritual und wollte ihn imitieren. Ich wollte das kopieren. Das Konfetti habe ich mit meiner Familie im Internet gekauft."

LeBron James wirft vor Spielen am Tisch des Spielleiters Kreide in die Luft.

Sechs Minuten später sprintete Neslon Semedo auf der rechten Außenbahn bis zur Grundlinie, von wo aus er nach innen passte. Dort machte Carles Pérez einige Schritte nach links und schoss zum 3:1 flach ins kurze Eck.

In der 60. Minute luchste Busquets William Carvalho den Ball wenige Meter vor der Betis-Box ab. Er bediente Jordi Alba in der linken Strafraumhälfte, wo der Außenverteidiger rechts unten zum 4:1 netzte.

Nach einigen Minuten, in denen das Tempo nicht mehr so hoch war wie zuvor, und der FC Barcelona sich das Runde im Mittelfeld zuschob, durfte auch der eingewechselte Arturo Vidal mal: Pérez passte zu Griezmann, der nach rechts zu Vidal weiterleitete. Der Chilene kam 15 Meter vor dem Kasten unbedrängt zum Abschluss und wuchtete zum 5:1 unter die Latte (77.).

Den Schlusspunkt setzten die Gäste, indem Moron aus etwa 25 Metern einen erfolgreichen Distanzhammer auspackte. Der Ball knallte an die Unterkante der Latte und schlug zum 2:5-Endstand ein (79.).

Die Stimmen zum Spiel:

Antoine Griezmann (FC Barcelona): "Nach der Niederlage im San Mamés gab es viel Kritik und ich habe versucht, alle Fehler heute zu korrigieren."

Clément Lenglet (FC Barcelona) über Griezmann: "Das Jubeln ist mir egal, aber Ziele und Präsenz nicht. Wir brauchen das Talent, das er hat."

Der Tweet zum Spiel:

Hoffnungen auf eine erfolgreiche Zukunft der Barça-Offensive machte auch Anssumane Fati, der in der 78. Minute erstmals für die erste Mannschaft auflief und auf Anhieb überzeugte. Der 16-Jährige ist der zweitjüngste Spieler, der bisher in einem Pflichtspiel für den FC Barcelona auflief.

Das fiel auf: No Messi, no Party? Diesmal nicht!

Die Katalanen haben in der Offensive große Verletzungssorgen. Sowohl Lionel Messi, Luis Suárez (Wadenbeschwerden) als auch Ousmane Dembélé (Oberschenkelprobleme) fielen aus. Ersterer fehlte bereits zum Saisonauftakt mit einer Fußverletzung, nimmt mittlerweile aber wieder am Mannschaftstraining teil.

In der Vergangenheit hatte der FC Barcelona ohne Messi oft Probleme - so auch am 1. Spieltag (0:1 gegen Bilbao). Diesmal war das Fehlen "La Pulgas" kaum zu bemerken.

Die Statistik: 500

Gerard Piqué wechselte aus Barças berühmter Jugendakademie "La Masia" 2004 zu Manchester United. Nach einer Leihe zu Real Saragossa wechselte er 2008 zurück zu den "Blaugrana", für die er gegen Betis Sevilla sein 500. Pflichtspiel absolvierte.

Video - Fünf Tore in zwei Spielen - aber einer traf noch öfter als Lewandowski

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