FC Barcelona - Real Madrid | Warum Marc-André ter Stegen den Clásico prägen wird
Beim Clásico zwischen dem FC Barcelona und Real Madrid stehen die Superstars aus den Offensivreihen der Klubs im Fokus. Zaubert Messi, trifft Suárez, brilliert Hazard und was zeigt Bale? Doch gerade bei Barça hat sich zuletzt die Erkenntnis durchgesetzt, dass der Matchwinner immer häufiger zwischen Pfosten steht. Eurosport.de erklärt, warum Marc-André ter Stegen im Clásico so wichtig wird.
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"Mittlerweile", erzählte Marc-André ter Stegen vor ein paar Wochen in einem Interview mit der "Welt", hätten die Leute verstanden, dass er in Barcelona seinen Weg gegangen sei und stets versuche, "wertvoll zu sein" für den FC Barcelona.
Der deutsche Keeper ist sogar dermaßen wertvoll geworden für die Katalanen, dass er als Schlüsselfigur gilt - generell und ganz im Besonderen im Clásico zuhause gegen Real Madrid (Mittwoch ab 20:00 Uhr im Liveticker bei Eurosport.de).
Griezmann und Suárez schwärmen von ter Stegen
Die Lobeshymnen der offensiven Teamkollegen sprechen für sich. "Ich hatte bisher in meiner Karriere das Glück, mit den drei besten Torhütern der Welt zusammenzuspielen: Bisher waren dies Hugo Lloris in der Nationalelf, Jan Oblak bei Atlético und nun eben Marc", bekannte Antoine Griezmann im Interview mit dem "kicker". Luis Suárez erhob ter Stegen nach dem 1:0-Erfolg im Topspiel bei Atlético Madrid gar zum Besten seiner Zunft:
Bei Barça ist das in dieser Saison besonderer wichtig, denn obwohl der Tabellenführer mit ter Stegen einen Ausnahme-Schlussmann zwischen den Pfosten hat, schepperte es doch recht häufig im Kasten. 20 Gegentore mussten die Katalanen nach 17 Liga-Spieltagen hinnehmen, mehr als alle anderen Top-5-Klubs in der Meisterschaft. Zum Vergleich: Beim Erzrivalen Real klingelte es zwölf Mal, bei Atlético gar nur zehn Mal.
Ter Stegen lässt sich Mund nicht verbieten
Abwehrprobleme, die sich mitunter auch in der Champions League zeigten, weshalb ter Stegen seine Vorderleute nach dem glücklichen 2:1 bei Slavia Prag sogar öffentlich kritisierte. "Es darf uns nicht passieren, dass ein Spieler allein vor dem Tor steht. Ich war ganz allein", monierte der Torhüter und fing sich umgehend einen Rüffel von Trainer Ernesto Valverde ein. Doch ter Stegen ließ sich nicht den Mund verbieten und schob nach, dass man "immer Selbstkritik üben" müsse. Ein deutliches Zeichen, in welcher Rolle sich der Deutsche bei Barça sieht: in der eines Führungsspielers.
Ter Stegen, seit 2014 bei den Azulgrana unter Vertrag, ist jedenfalls heiß auf seine elften Clásico. "Auf solche Spiele freut man sich ganz besonders. Das sind Duelle, die die Leute mitreißen und begeistern. Du merkst, was das Spiel in dieser Stadt für eine Bedeutung hat", so der 27-Jährige im "spox"-Interview. Aktuell liegen die beiden Schwergewichte aus Barcelona und Madrid punktgleich mit 35 Zählern an der Tabellenspitze, die Gastgeber führen das Klassement nur aufgrund der um zwei Treffer besseren Tordifferenz an.
Barça gegen Real unter besonderen Vorzeichen
Eigentlich hätte die Partie bereits am 26. Oktober über die Bühne gehen sollen, politische Unruhen in Barcelona machten allerdings eine Verlegung notwendig. Das enge Kopf-an-Kopf-Rennen in der Meisterschaft, die Spielverlegung und das ewige Duell zwischen dem besten Klub Kataloniens und dem Hauptstadtverein sorgen für eine besondere Brisanz - die ter Stegen als Vorteil für die Seinen deutet:
Man sollte meinen, dass das bei Barça und Real immer der Fall ist, der bisherige Saisonverlauf spricht allerdings eine andere Sprache. Barcelona ließ Punkte liegen gegen Teams wie Pamplona, Granada oder Levante - Madrid patzte gegen Mannschaften wie Valladolid, Villarreal oder Mallorca. Die Liga sei "insbesondere physisch stärker geworden", so ter Stegen.
Daher sei es entscheidend, sich selbst permanent zu verbessern. "Mein Torwarttrainer José de la Fuente ist relativ kritisch und setzt immer wieder neue Reize, um das Beste aus uns Torhütern rauszukriegen", so ter Stegen. Er selbst ist das beste Beispiel dafür...
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