Bei der Mitgliederversammlung wurden zwei Vorschläge von Vereinspräsident Joan Laporta mit deutlicher Mehrheit angenommen.
568 der ausgewählten Mitglieder stimmten zunächst für den Verkauf von 49 Prozent der sich in Klub-Besitz befindenden "Barça Licensing and Mechandising" (BLM). Nur 65 der Anwesenden stimmten dagegen, 13 enthielten sich.
Auch das Voting über den Verkauf von 25 Prozent der TV-Rechte fiel positiv aus. Mit 494 Ja-Stimmen sprachen sich die Mitglieder für einen Verkauf der Anteile aus. 62 Beteiligte stimmten dagegen, auch hier enthielten sich 13 Personen.
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Der finanziell schwer angeschlagene Klub erhofft sich durch die Maßnahmen eine kurzfristige Erschließung neuer Einnahmequellen. Laporta, der seit März 2021 im Amt ist, plädierte vor der Abstimmung für seine Pläne und betonte dabei die Dringlichkeit: "Barça war tot. Nun sind wir auf der Intensivstation. Wenn diese Maßnahmen gebilligt werden, werden wir aus dem Krankenhaus entlassen."

Barça hofft auf 700 Millionen Euro

Laut Laporta könnte der beschlossene Teilverkauf Einnahmen von mindestens 700 Millionen Euro bedeuten. Kurzfristig benötigen die mit 1,35 Milliarden Euro verschuldeten Katalanen das Geld, um Kredite zu bedienen und die Financial-Fairplay-Bedingungen der spanischen Liga einzuhalten. Gleichzeitig vergrößert sich aber auch der Spielraum der Vereinsbosse auf dem Transfermarkt.
So könnte die Finanzspritze dafür sorgen, dass der FC Bayern im Transfer-Poker um Bayern-Stürmer Robert Lewandowski nachlegt. Dem Vernehmen nach will Barça dem deutschen Rekordmeister ein neues Angebot in Höhe von 50 Millionen Euro unterbreiten.
Bei der Mitgliederversammlung stand sogar ein weiterer Milliardendeal im Raum. Ein Verkauf von 100 Prozent der TV-Rechte hätte immense Summen einbringen können. Laut Laporta ein zu großer Schritt: "Wir hätten den Verkauf von 100 Prozent vorschlagen können. Wir hatten ein Angebot von einer Milliarde Euro für 100% für die nächsten 10 Jahre. Aber wir haben abgelehnt, weil es nicht dasselbe ist, 25 Prozent zu kompensieren wie 100 Prozent", erklärte der Präsident.
Trotz des weiterhin hohen Schuldenbergs peilt der 59-Jährige hohe sportliche Ziele an und will deshalb auch den Kader verstärken, "um wieder um Titel spielen zu können." Lewandowski bleibt dabei auf dem Wunschzettel der Katalanen ganz oben.
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