Toni Kroos kritisiert Talent für Wechsel nach Saudi-Arabien - Spieler sind "unfassbar schlechtes Vorbild"

Mit nur 21 Jahren steht das spanische Talent Gabri Veiga vor dem Wechsel von Celta Vigo zu Al-Ahli in Saudi-Arabien. Angesichts der namhaften Klubs, die an seinen Diensten interessiert waren, sorgte die ungewöhnliche Entscheidung des Mittelfeldjuwels für Stirnrunzeln in den Sozialen Medien - auch bei Toni Kroos. Der Weltmeister von 2014 bezeichnete den Wechsel kurzerhand als "peinlich".

Gabri Veiga (l.) und Toni Kroos (r.)

Fotocredit: Getty Images

SSC Napoli, Paris Saint-Germain, Manchester City oder auch der FC Liverpool - allesamt Vereine, mit welchen Gabri Veiga in den letzten Wochen in Verbindung gebracht worden war.
Seine Entscheidung fiel laut dem italienischen Transferexperten Fabrizio Romano letzten Endes auf Al-Ahli - womit der Spanier den jüngsten Trend der Wechsel in den Wüstenstaat fortsetzte.
Unter Romanos Post fand sich ein prominenter Kritiker des europäischen Fußball-Exodus nach Saudi-Arabien: Toni Kroos.
Der fünfmalige Champions-League-Sieger fasste sein Unverständnis hinsichtlich des Wechsels in einem Wort zusammen. "Peinlich", kommentierte Kroos. Wenig später löschte der 33-Jährige seinen Post wieder.

Kroos: "Unfassbar schlechtes Vorbild"

Kroos' Kommentar auf Instagram ging dessen Kritik in seinem Podcast "Einfach mal Luppen" voraus. Dort unterschied er zwischen den Wechseln etwaiger Fußball-Rentner wie Karim Benzema und Cristiano Ronaldo und solchen Spielern, die noch in ihrer vollen Blüte stehen.
"Wenn Cristiano Ronaldo oder Karim Benzema, die alles gewonnen und Legenden-Status haben, am Ende ihrer Karriere dorthin gehen - von mir aus", so Kroos.
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Toni Kroos

Fotocredit: Getty Images

Entscheiden sich jedoch "die 26-, 27-, 28-Jährigen, die Top-Qualität haben, in Top-Klubs in Europa spielen und in den nächsten Jahren die Chance hätten, erst einmal noch das zu erreichen, was andere schon erreicht haben", für einen Wechsel in die Wüste, kann Kroos dies nicht nachvollziehen.
"So ein Einschnitt in seine sportliche Karriere, seine Ansprüche nur wegen des Geldes so runterzuschrauben, davon bin ich kein Fan", unterstrich Kroos. "Das ist ein unfassbar schlechtes Vorbild für ganz viele junge Jugendspieler, dass da Geld die Motivation ist."
"Ich finde es schade um jeden, der den sportlichen Gedanken im absoluten Top-Fußball-Alter so hintenanstellt. Das ist für mich einfach kein gutes Vorbild und eine Gefahr für den Fußball der Zukunft", so Kroos.
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Quelle: Perform

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