Hansi Flick nach Niederlage mit FC Barcelona gegen Atlético Madrid trotzig: "Wirklich großartig, fantastisch"

Nur ein Sieg aus den letzten sieben Ligaspielen, die Tabellenführung ist weg - Hansi Flick ist trotzdem hochzufrieden. "So möchte ich meine Mannschaft sehen. Ich bin stolz. Unser Stil, wie wir spielen wollen, war wirklich großartig, fantastisch", sagte der gesperrte Trainer des FC Barcelona nach dem 1:2 (1:0) im Topspiel der spanischen Liga gegen Atlético Madrid beinahe trotzig.

Flick: Last-Minute-K.o. "war kein schönes Gefühl"

Quelle: Perform

Hansi Flick schien hochzufrieden. Der Auftritt seines FC Barcelona sei schließlich "großartig" gewesen, gar "fantastisch", befand er.
Allein, was so gar nicht passte zu den euphorischen Aussagen des gesperrten Trainers, war der nächste Rückschlag inmitten einer Krise, die immer bedenklichere Züge annimmt.
Denn der Anfangszauber, den "Magier" Flick zunächst mit seinem riskanten und spektakulären Offensivfußball versprüht hatte, ist längst verflogen.
Nur einen Sieg holte Barça aus den vergangenen sieben Ligaspielen. Durch das 1:2 (1:0) im Topspiel gegen Atlético Madrid gaben die Katalanen die einst komfortable Tabellenführung aus der Hand - und das, obwohl das junge Team spielerisch überzeugt hatte.
"So möchte ich meine Mannschaft sehen. Ich bin stolz", sagte Flick trotzig.

Ex-Leipziger sorgt für dritte Heim-Niederlage in Folge

Viermal so viele Torschüsse wie der für seine organisierte Defensive bekannte Gegner hatte Barcelona, doppelt so viel Ballbesitz - doch es reichte nicht.
Der frühere Leipziger Alexander Sörloth sorgte in der sechsten Minute der Nachspielzeit dafür, dass Barcelona zum dritten Mal in Folge zu Hause in der Liga verlor. Erstmals seit 1965.
Diese Ausbeute im eigenen Stadion sei "nicht normal", räumte schließlich auch Flick ein. Die erhebliche Ergebniskrise, in die sich sein Team nach dem furiosen Start in allen Wettbewerben manövriert hat, lässt sich kaum mehr wegdiskutieren.
Anfang November hatte Barça noch komfortable zehn Punkte Vorsprung auf Atletico gehabt, am Samstag fiel Flicks Team drei Punkte hinter den neuen Tabellenführer zurück, der zudem ein Spiel weniger absolviert hat.

Tabellenführung weg: Ungemütliche Zeiten vor Flick

Flick, der an der Seitenlinie erneut von Assistenztrainer Marcus Sorg vertreten wurde, ist deshalb froh, dass bis zum Pokalspiel beim Zweitligisten UD Barbastro am 4. Januar Zeit zum Durchatmen ist.
"Jetzt ist Pause. Und ich denke, jeder braucht diese Pause", sagte der 59-Jährige: "Für uns alle ist diese Niederlage eine Enttäuschung."
Erst am 29. Dezember bittet der Coach wieder zum Training und ist dann als Krisenmanager gefragt. Eine Aufgabe, an der Flick als Trainer der strauchelnden DFB-Elf doch recht spektakulär gescheitert war.
Die ungemütliche zweite Saisonhälfte bei den Katalanen, sie wird zur Reifeprüfung für den Coach, der in seiner Karriere auffällig zwischen extremen Höhen und Tiefen schwankt. "Wir müssen klüger spielen und aus dem lernen, was uns passiert ist", sagte er am Samstag. Letzteres gilt wohl auch für Flick selbst.

Wie viele Niederlagen darf sich Flick erlauben?

Noch jedenfalls scheint dem früheren Bundestrainer im hektischen Vereinsumfeld Zeit eingeräumt zu werden, den Umschwung zu schaffen.
Selbst die Sportzeitung "Mundo Deportivo" schrieb von einer "unverdienten Strafe" für Barcelona - auch andere spanische Blätter, bei Leibe nicht für ihre Zurückhaltung bekannt, sparten nach der Atlético-Pleite mit Kritik am Coach.
Viele weitere Niederlagen aber kann sich Flick wohl nicht erlauben.
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(SID)
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Quelle: Perform


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