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Real Madrid: David Alaba steht nach einem Jahr Verletzungspause vor seinem Comeback - der lange Weg zurück
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Update 18/12/2024 um 12:58 GMT+1 Uhr
Ein Jahr ist es inzwischen her, dass David Alaba sich das Kreuzband riss - seitdem fehlt der Österreicher. Bei Real Madrid sehnt man seine Rückkehr herbei, denn die Defensive gehört zu den großen Sorgenkindern bei den Königlichen, nachdem mit Éder Militao und Dani Carvajal zwei Stammspieler langfristig ausfallen. Mit Alabas Comeback dürfte sich die Lage in der Abwehr wieder entspannen.
David Alaba spielt seit 2021 für Real Madrid
Fotocredit: Getty Images
"Ein Schritt näher. Hala Madrid", lautete der Kommentar von David Alaba zu den Bildern, die er von seiner Rückkehr ins Mannschaftstraining von Real Madrid nach fast einem Jahr Pause postete.
Am 17. Dezember 2023 war der Österreicher im Ligaspiel gegen den FC Villarreal in der ersten Halbzeit bei einer Grätsche im Rasen hängen geblieben und hatte sich das Kreuzband gerissen.
Die Verletzung kostete den inzwischen 32-Jährigen nicht nur den Rest der Saison, sondern auch die Teilnahme an der Europameisterschaft im Sommer mit der österreichischen Nationalmannschaft.
Ein herber Schlag für den Defensivmann, der die ÖFB-Auswahl in Deutschland als Kapitän aufs Feld geführt hätte. Zwar nahm Trainer Ralf Rangnick seinen Superstar in beratender Funktion mit zum Turnier, doch das Achtelfinal-Aus gegen die Türkei konnte auch Alaba nicht verhindern.
Ancelotti freut sich über Alaba-Rückkehr
Trotz dieser Enttäuschungen blieb der frühere Profi des FC Bayern München geduldig. "Ich habe mir kein Zeitlimit gesetzt, dass es einen Monat früher oder später ist. Ich will bei 100 Prozent zurückkommen", erklärte er im Oktober in Wien.
Immerhin bestätigten sich im Herbst Gerüchte über ein bevorstehendes Karriereende des Österreichers wegen angeblichen Knorpelschwunds im lädierten Knie nicht.
In Madrid ist die Freude über ein baldiges Comeback des gebürtigen Wieners nach der langen Absenz jedenfalls groß. "Alaba hat uns mit seiner Anwesenheit im Training aufgeheitert", sagte Coach Carlo Ancelotti jüngst, nachdem der Österreicher wieder zur Mannschaft gestoßen war.
Die Heiterkeit des Italieners dürfte auch dadurch befeuert worden sein, dass die Personaldecke der Königlichen in der Verteidigung gegenwärtig äußerst dünn ist. Sowohl Éder Militao als auch Dani Carvajal fallen mit Kreuzbandrissen aus.
Alaba-Comeback im Januar?
Darüber hinaus fehlt aktuell auch noch Ferland Mendy wegen einer Muskelverletzung im rechten Oberschenkel. Immer wieder muss Sechser Aurélien Tchouaméni neben Antonio Rüdiger in der Innenverteidigung aushelfen, weil das 21-jährige Eigengewächs Raúl Asencio naturgemäß noch nicht die nötige Stabilität aufweist, um tatsächlich zum Stammspieler aufzusteigen.
Die personellen Probleme spiegeln sich beim Blick auf die Zahlen wieder. Nach 17 Spielen in La Liga hat das weiße Ballett bereits 16 Gegentore kassiert. Zum Vergleich: in der vergangenen (Meister-)Saison waren es derer am Ende der Spielzeit nur 26.
Und im eigentlichen Lieblingswettbewerb in der Champions League sieht die Lage des Titelverteidigers sogar noch finsterer aus. In sechs Partien mussten die Keeper Thibaut Courtois und Andriy Lunin schon elfmal hinter sich greifen - keine besonders königliche Bilanz.
Der Anspruch in der spanischen Hauptstadt ist selbstverständlich ein anderer. Umso besser also, dass das Comeback von Alaba bevorzustehen scheint. Ancelotti stellte auf seiner Pressekonferenz vor dem Duell mit dem FC Girona (3:0) am 7. Dezember eine Rückkehr des 32-Jährigen im Januar in Aussicht.
Alaba doppelt wichtig
Damit wäre Alaba auch rechtzeitig für den Endspurt der Ligaphase in der Königsklasse wieder da. Nicht zuletzt aufgrund der schwächelnden Abwehr krebst Real in der Tabelle auf Platz 20 herum. Die direkte Qualifikation für das Achtelfinale erscheint unwahrscheinlich.
Doch mit zwei Siegen aus den beiden verbleibenden Partien gegen RB Salzburg (22. Januar) und Stade Brest (29. Januar) könnten die Königlichen zumindest einem schweren Gegner im Playoff um die K.-o.-Phase aus dem Weg gehen.
Zu hohe Erwartungen dürfen die Real-Fans an Alaba aber nicht haben, warnt Fußball-Experte Jorge Ordas von Eurosport in Madrid. Der Österreicher müsse auf seinem Weg zurück vorsichtig bleiben: "Er muss sich schrittweise einfügen, wenn er nicht seine Karriere durch eine neue fatale Verletzung riskieren will."
Ein wiedergenesener Alaba bleibe aber auch dann ein Trumpf für die Königlichen, wenn er noch nicht gänzlich auf der Höhe seines Schaffens sei, so der Spanien-Kenner: "Seine Führungsqualitäten sind über jeden Zweifel erhaben, und das ist etwas, das Real Madrid auch über eine mögliche gute Leistung hinaus braucht."
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David Alaba mit dem Pokal für den europäischen Supercup
Fotocredit: Getty Images
Alaba könnte Kroos-Lücke füllen
Das gilt umso mehr, als dass der Rekord-Champions-League-Sieger durch den Rücktritt von Toni Kroos und den Abgang Kapitän Nacho Fernández an Führungsstärke auf dem Platz eingebüßt hat.
Diese Lücke könnte der zurückkehrende Alaba durchaus schließen. Doch so weit wird er noch gar nicht denken wollen. Schließlich ist er dem Ziel seines Comebacks zwar näher gekommen, aber erreicht hat er es noch nicht.
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