Albtraumwochen für Antonio Rüdiger: Innenverteidiger bei Real Madrid und Nationalmannschaft nicht mehr erste Wahl
Update 10/09/2025 um 14:24 GMT+2 Uhr
Antonio Rüdiger steht vor einer ungewissen Zukunft. Bei der blamablen Auftaktniederlage in der WM-Qualifikation gegen die Slowakei (0:2) wurde der Abwehrchef zum Sündenbock der deutschen Nationalmannschaft. Darüber hinaus steht er bei Real Madrid vor dem Aus. Der 32-jährige Innenverteidiger befindet sich in einer richtigen Zwickmühle - die auch Bundestrainer Julian Nagelsmann zu spüren bekommt.
Antonio Rüdiger macht im Champions-League-Spiel zwischen Real Madrid und Atlético Madrid die Kopf-ab-Geste
Fotocredit: Getty Images
Die Länderspielpause entwickelte sich für Antonio Rüdiger zum Albtraum.
Beim Auftakt in der WM-Qualifikation gegen die Slowakei (0:2) stand der 32-jährige Innenverteidiger bei beiden Gegentoren im Rampenlicht. Kurz vor der Pause verlor er David Hancko aus den Augen (42.), beim 0:2 sah er schließlich gegen David Strelec völlig alt aus.
Der Abwehrchef der deutschen Nationalmannschaft stand neben sich - und das in einem Moment, in dem er so dringend Pluspunkte bräuchte.
Für Rüdiger ziehen in Madrid nämlich dunkle Wolken auf, seine Zukunft bei Real steht auf der Kippe. Und damit scheint auch sein Ticket für die WM 2026 in Gefahr.
Real Madrid: Alonso kann auf Rüdiger verzichten
Bis kommenden Juni läuft sein Vertrag bei den Königlichen, an eine Verlängerung denkt man beim spanischen Rekordmeister offenbar nicht. Wie spanische Medien übereinstimmend berichten, soll die Abwehr der Madrilenen einer drastischen Verjüngungskur unterzogen werden.
Nachdem in den vergangenen Jahren im Mittelfeld die Ära von Casemiro, Luka Modric und Toni Kroos zu Ende gegangen war, will Real nun auch eine Reihe weiter hinten den Umbruch einleiten - und dem soll Rüdiger zum Opfer fallen.
Schon jetzt steht der Deutsche unter Neu-Trainer Xabi Alonso nicht mehr in der Stammelf. Nachdem er am 1. Spieltag eine Rotsperre aus der vergangenen Saison absitzen musste, spielte er eine Woche später gegen Real Oviedo (3:0) zwar durch. An Spieltag Nummer drei saß er jedoch für 90 Minuten auf der Bank.
Beim Heimsieg bildeten der fünf Jahre jüngere Éder Militão und der 20-jährige Neuzugang Dean Huijsen (kam vom AFC Bournemouth) das Abwehrzentrum. Daran wird sich zunächst wohl auch nichts ändern.
Rüdiger beim DFB: Nagelsmann fordert Rhythmus
Ein Dämpfer für Rüdiger - und gewissermaßen auch für Julian Nagelsmann.
Mit Blick auf die WM 2026 befindet sich der Bundestrainer spätestens seit der überraschenden Pleite gegen die Slowakei unter enormem Druck. Und nach dem Theater rund um Torhüter Marc-André ter Stegen beim FC Barcelona droht nun ein weiterer, eigentlich als Eckpfeiler eingeplanter Spieler die Grundvoraussetzung nicht zu erfüllen.
"Um eine wirklich wichtige Rolle in der Nationalmannschaft zu spielen, muss man Stammspieler im Verein sein oder zumindest 70 bis 80 Prozent der Spiele bestreiten", unterstrich Nagelsmann schließlich im vergangenen März auf einer Pressekonferenz.
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Antonio Rüdiger droht auf das Abstellgleis zu rutschen
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Eine Degradierung von Rüdiger in Madrid wäre demnach auch für Nagelsmann eine äußerst knifflige Angelegenheit, die Suche nach einer stabilen Abwehrkette würde sich zunehmend erschweren.
Jonathan Tah konnte gegen die Slowakei und Nordirland ebenso nicht zu überzeugen, Waldemar Anton und Robin Koch blieben bei ihren bisherigen Einsätzen im DFB-Dress blass. Nico Schlotterbeck muss sich nach einem monatelangen Ausfall (Meniskusriss) erst wieder einfinden, hat aber gute Chancen, direkt wieder Stammspieler zu sein.
Rüdiger trotzt den Fehlern und gibt den Leader
Trotz der schwierigen Phase, die Rüdiger zurzeit durchlebt, nimmt sich der Verteidiger nicht zurück. Vielmehr untermauerte er weiter seinen Führungsanspruch und ergriff nach der Niederlage gegen die Slowakei in der Kabine das Wort.
Wie die "Bild" berichtet, suchte der Real-Star mit einigen Mitspielern das Einzelgespräch, sprach sensible Punkte an.
Damit zeigte er auch Nagelsmann, welche wichtige Rolle er im Mannschaftsgefüge einnehmen möchte - einzig auf dem Platz lässt er Fragezeichen zurück.
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Nagelsmann: "Donnerstag lag noch alles in Schutt und Asche"
Quelle: Perform
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