Atlético Madrid: Transfer-Großangriff für den Titel - Diego Simeone nach Ausgaben unter Druck, Álex Baena neue Hoffnung

Atlético Madrid hat auf dem Transfermarkt mächtig zugelangt, in diesem Sommer gaben die Colchoneros bereits über 170 Millionen Euro aus. Ein Fingerzeig an die Konkurrenz - doch es soll nicht bei Symbolik bleiben. Trainer Diego Simeone steht unter enormem Druck, die längste titellose Phase seiner Karriere hält nun vier Jahre an. Für den Erfolg muss Atlético auch zu seiner Identität zurückfinden.

Diego Simeone und Atlético Madrid stehen unter Druck

Fotocredit: Getty Images

Wenn Diego Forlán seine ewige Liebe in drei Worten beschreiben muss, zögert die Klublegende aus Uruguay nicht lange. "Atlético bedeutet kämpfen, leiden und gewinnen", hob der einstige Zauberfuß im Interview mit "Mundo Deportivo" hervor.
In den Genuss von letzterem kamen die Rojiblancos zuletzt aber nicht. In der Saison 2024/25 griff man als Herbstmeister zwischenzeitlich nach den Sternen, am Ende ging der Hauptstadtklub wieder einmal leer aus: Zwölf Punkte Rückstand auf Meister Barcelona, in Champions League und Copa del Rey scheiterte man jeweils dramatisch an Real Madrid und Barça.
Vier Jahre liegt der letzte Titelgewinn in La Liga nun zurück, von der damaligen Meistermannschaft stehen nur noch vier Spieler im Kader.
In den vergangenen 14 Monaten investierte Atlético knapp 360 Millionen Euro, allein in diesem Sommer schlossen sich sieben neue Spieler dem Verein an. Die Devise ist klar: Die Durststrecke muss enden.

Atlético Madrid: Das ist neu

Mit Álex Baena (Linksaußen/42 Mio.), Dávid Hancko (Innenverteidiger/26 Mio.), Johnny Cardoso (Mittelfeld/24 Mio.), Giacomo Raspadori (Stürmer/22 Mio.), Thiago Almada (Mittelfeld/21 Mio.), Matteo Ruggeri (Linksverteidiger/17 Mio.) und Marc Pubill (Rechtsverteidiger/16 Mio.) hat Atlético ordentlich auf dem Transfermarkt zugeschlagen.
Dazu kommen noch die festen Verpflichtungen der Leihspieler Santiago Mouriño (Innenverteidiger/4 Mio.), Juan Musso (Torwart/3 Mio.) und Clément Lenglet (Innenverteidiger/ablösefrei).
Der Tenor bei den Frischlingen: jung und viel Potenzial. Atlético hat in allen Mannschaftsteilen nachgelegt, um den Kader variabler und spritziger zu machen.
Dabei bleibt abzuwarten, wie die Madrilenen den Umbruch im Mittelfeld verkraften. Der Abschied von Rodrigo de Paul nach Miami wiegt schwer, fortan soll Cardoso als Mittelfeldmotor agieren. Neben Routinier Koke (33) kann der 23-jährige US-Amerikaner wertvolle Erfahrungen sammeln.

Atlético Madrid: Die neue Hoffnung

Baena gilt als das kreative Element, das Atléticos Offensivspiel auf ein neues Level heben soll.
Trotz seiner 24 Jahre bringt der Nationalspieler genau das mit, wonach Atlético in der jüngeren Vergangenheit lechzt - das Sieger-Gen. Im Sommer 2024 krönte er sich mit Spanien zum Europameister und Olympiasieger, drei Jahre zuvor holte er mit seinem Jugendklub Villarreal die Europa League.
In der vergangenen Saison war er mit sieben Toren und zehn Vorlagen in 32 Ligaspielen maßgeblich an der Europa-League-Qualifikation von Villarreal beteiligt.
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Álex Baena zählt zu den neuen Hoffnungsträgern bei Atlético

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Der 1,74 Meter große Baena verfügt über ein exzellentes Ballgefühl und präzises Passspiel, seine Übersicht prädestiniert ihn dafür, Räume für Mitspieler zu schaffen.
Zusammen mit Raspadori und den etablierten Antoine Griezmann, Julian Álvarez und Alexander Sörloth soll er für eine noch breitere Torverteilung im Kader sorgen und die Offensive der Colchoneros unberechenbarer machen.

Atlético Madrid: Das Fragezeichen

Unberechenbarkeit ist schön und gut, im Fall von Atlético stand sie in den letzten Jahren aber auch im Weg.
Als einer der Gründe für den Einbruch in der entscheidenden Saisonphase wurde die Taktik angeführt. Simeone wechselte häufig zwischen Dreier- und Viererkette, mischte das Mittelfeld regelmäßig. Das machte Atlético schwer ausrechenbar – aber auch für sich selbst.
Eine klare taktische Identität und konstante Leistungen gehen Hand in Hand.
Um die Kopfschmerzen der vergangenen Spielzeit zu vergessen und an seine erfolgreiche Zeiten anzuknüpfen, muss Atlético wieder auf seinen Pfad der taktischen Durchtriebenheit zurückfinden. Und sich dann auch treu bleiben.

Atlético Madrid: Hier ist noch Bedarf

Am Sonntag startet Atlético gegen Espanyol Barcelona in die neue Saison (ab 21:30 Uhr im Liveticker) - und reist mit einem Kader mit gesunder Breite nach Katalonien.
Bei einem passenden Angebot für Nahuel Molina könnte der elfmalige Meister noch schwach werden, laut "Gazzetta dello Sport" soll Juventus Turin bereits Interesse bekundet haben.
Bedarf könnte daher auf der Position des Rechtsverteidigers entstehen, vor allem wenn Marcos Llorente auf Dauer wieder ins Mittelfeld zurückkehren soll, wo eigentlich seine Stärken sind.
Auf dem Flügel verlor Atlético durch den Abgang von Ángel Correa eine qualitativ hochwertige Alternative zu Giuliano Simeone. Raspadori kann zwar auch auf die Außenbahnen ausweichen, einem Bericht von "Sport1" zufolge denkt die Klubführung jedoch an eine Leihe von Jadon Sancho.

Atlético Madrid: Das kommt auf Diego Simeone zu

Die Zahlen könnten kaum romantischer sein: Simeone startet in seine 14. komplette Saison mit Atlético Madrid, in dieser Zeit feierte er unter anderem den Gewinn von zwei Meisterschaften und zwei Europa-League-Triumphen.
Eine solche Geschichte verbindet - doch bei stetem Misserfolg werden selbst die nachsichtigsten Liebhaber ungemütlich. Vor allem, wenn in derselben Periode mehr als 1,3 Milliarden Euro für Transfers ausgegeben wurden. Die Erwartungen an Simeone sind enorm, Fans und Klub wollen mehr als das Minimalziel Champions-League-Qualifikation.
Die Herausforderung: den verjüngten Kader schnell zu einer eingespielten Einheit zu formen und gleichzeitig im Dreikampf mit Real Madrid und Barcelona zu bestehen.
Die längste titellose Phase seiner Karriere beenden - eine Aufgabe, die schnell zum Damoklesschwert werden kann.
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Simón kritisiert LaLiga-Pläne: "Fußball gehört Fans"

Quelle: Perform


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