Drei Dinge, die beim Clásico Barca gegen Real Madrid auffielen: Brillantes Barcelona lindert Hansi Flicks Schmerz
Update 11/05/2026 um 16:09 GMT+2 Uhr
Hansi Flick hat den vielleicht emotionalsten Tag seines Lebens erlebt, denn der Tod seines Vaters und der Gewinn der Meisterschaft mit dem FC Barcelona fielen auf den gleichen Tag. Seine Mannschaft zeigte beim 2:0 gegen Real Madrid Fußball in Perfektion. Die Königlichen hingegen offenbarten wieder einmal viele Baustellen im Camp Nou. Drei Dinge, die beim Clásico-Sieg von Barça auffielen.
Hansi Flick reckt die kleine Trophäe nach dem Sieg gegen Real Madrid gen Himmel
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Der FC Barcelona hat sich mit einem 2:0 gegen Real Madrid die spanische Meisterschaft gesichert.
Die Katalanen dominierten die Anfangsphase und entschieden die Partie mit zwei frühen Treffern für sich.
In der neunten Minute sorgte Marcus Rashford per Freistoß für den Führungstreffer. Ferran Torres legte in der 18. Minute mit dem 2:0 nach.
Drei Dinge, die beim FC Barcelona gegen Real Madrid auffielen:
1. Flick erlebt sein emotionalstes Spiel
Die emotionalsten Momente ereigneten sich vor Anpfiff. Es gab eine Schweigeminute für Hans Flick. Der FC Barcelona gab wenige Stunden vor Spielbeginn bekannt, dass der Vater von Trainer Hansi Flick verstorben war. Die Spieler stellten sich am Mittelkreis auf und legten die Schultern übereinander. Eine passende Melodie wurde eingespielt. Flick waren die Emotionen ins Gesicht geschrieben. "Hansi Flick, Hansi Flick", riefen die Barça-Fans.
Bereits Mitte der 1. Halbzeit war gefühlt sicher, dass seine Mannschaft die Meisterschaft gegen Real perfekt machen würde. Der persönliche Schicksalsschlag und der mannschaftliche Erfolg fallen dadurch auf den gleichen Tag. Als das Spiel fast exakt nach 90 Minuten abgepfiffen wurde, machte Flick am Spielfeldrand eine jubelnde Bewegung, drehte sich zu seinem Trainerteam um und umarmte seine Kollegen.
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Die Stars vom FC Barcelona feiern nach der Meisterschaft im El Clásico Trainer Hansi Flick
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Doch bereits wenige Augenblick später, als Real-Trainer Alvaro Arbeloa ihm gratulierte, war die Mimik wieder gefasster. "Es war ein harter Tag für mich. Es begann damit, dass mein Vater starb", sagte Flick. "Aber meine Mannschaft hier ist fantastisch. Ich liebe sie wirklich. Es ist wie eine Familie. Sie haben heute alles gegeben. Ich bin stolz auf sie, genauso auf die Fans. Es ist fantastisch, in diesem Stadion beim El Clásico gegen Real Madrid die Meisterschaft zu gewinnen." Kurz darauf blickte er in Richtung Himmel, als es ein großes Feuerwerk gab.
"DAZN"-Experte Sami Khedira hob den Wert von Flick hervor: "Trainer gewinnen nicht die Spiele, aber Trainer stellen die Weichen, um Titel zu gewinnen. Das hat Hansi Flick in den letzten zwei Spielzeiten eindrucksvoll unter Beweis gestellt, weil er die Mannschaft führt, sie machen lässt, aber dennoch klare Leitplanken setzt."
2. Barcelona spielt Fußball in Perfektion
Bereits in den ersten Spielminuten war der Qualitätsunterschied zwischen Barcelona und Real erkennbar. Die 2:0-Führung nach 18 Minuten war vor allem eines: hochverdient. Der erste Treffer resultierte aus einem Traum-Freistoß von Marcus Rashford, der zweite Treffer aus einer starken Kombination. Fermin hob den Ball in den Strafraum zu Dani Olmo, der die Kugel direkt aus der Luft mit der Hacke für Ferran Torres auflegte. Dieser knallte den Ball aus rund elf Metern unhaltbar ins Netz.
Der verletzte Lamine Yamal tanzte vor Freude, als seine Mannschaft die Madrilenen fußballerisch zerlegte. Er fehlte genauso wie Real-Superstar Kylian Mbappé. Doch die Katalanen kompensierten den Ausfall ihres Unterschiedsspielers besser, weil sie als Mannschaft funktionierten.
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Marcus Rashford brachte den FC Barcelona 2025/26 im Clásico gegen Real Madrid per Traumtor in Führung
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Real konnte froh sein, zur Halbzeit nicht noch höher zurückzuliegen. Mit ihren Tiefenläufen und ihren langen Bällen stellte Barcelona die Madrilenen wiederholt vor Probleme. Linksverteidiger João Cancelo suchte immer wieder Stürmer Ferran Torres. Doch auch Torres ließ sich teilweise fallen, um mit einem Tiefpass einen Mitspieler in Szene zu setzen. Rashford kam dadurch in der 38. Minute zu einer 100-prozentigen Torchance, scheiterte aber an Real-Torwart Thibaut Courtois.
"Real bekommt einfach die Räume nicht zu, das war bereits gegen Bayern so", stellte Khedira fest. Ganz anders sein Urteil zu Barcelona: "Das ist Fußball in Perfektion. Es macht einfach Spaß, zuzuschauen. Individuell, mannschaftstaktisch, mit dem Ball, gegen den Ball - Barça vereint aktuell alles in diesem Spiel, was wir von einer modernen Mannschaft sehen wollen."
3. Real funktioniert weder sportlich noch mental
Es ist nicht so, dass Real überhaupt keine Torchancen zustande bekommen hätte. Stürmer Gonzalo García lief in der 23. Minute frei auf das Tor zu, traf den Ball allerdings nicht richtig.
Die Szene passte ins Gesamtbild: Real hatte gute Einzelaktionen, funktionierte aber nicht als Mannschaft. Das zog sich bereits durch die Clásico-Woche. Fede Valverde konnte nach einer Auseinandersetzung mit Aurélien Tchouaméni im Training und einer daraus folgenden Kopfverletzung nicht auflaufen.
Lediglich vom rechten Flügelspieler Brahim Díaz kamen im Spiel im Camp Nou gewisse Impulse. Vielfach allerdings fehlten ihm Zuspielmöglichkeiten, weil die Offensiv-Kollegen Vinícius Júnior und García keine Tiefenläufe anboten. Und wenn Vinícius doch einmal durchkam wie in der 64. Minute, scheiterte er mit einem kläglichen Heber an Barcelona-Torwart Joan García.
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Bei Real Madrid lief im Clásico gegen den FC Barcelona wenig zusammen
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Und defensiv? Innenverteidiger Antonio Rüdiger hatte der Barcelona-Power wenig entgegenzusetzen. Er verursachte den Freistoß zum 1:0, ließ kurz darauf beim Gegentreffer zum 2:0 Vorlagengeber Olmo in den Strafraum ziehen. Bester Mann von Real war Torwart Courtois, der immer wieder stark parierte, wenn seine Vorderleute überspielt wurden.
Das Fazit von Khedira zu seinem Ex-Verein fiel deutlich aus: "Man hatte sich erhofft, dass es hier ein offenes Spiel gibt. Aber Real ist momentan einfach nicht in der Verfassung dafür - weder sportlich noch mental. Das war von Barcelona eine klare Machtdemonstration."
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Quelle: Perform
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