Barça nach Pleiten gegen Sevilla und PSG auf Schlingerkurs - warum Trainer Hansi Flick trotzdem in Ruhe arbeiten kann

Der FC Barcelona ist überraschend ins Schlingern geraten. Nach sieben Siegen und einem Remis setzte es eine 1:2-Heimniederlage in der Champions League gegen PSG, gefolgt von einer 1:4-Ohrfeige in der Liga beim FC Sevilla. Erschwerend kommt hinzu, dass Barça die Tabellenführung an Erzrivale Real Madrid abtreten musste. Da brennt der Baum, möchte man meinen. Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall.

Flick nach Barca-Pleite gegen PSG: "Sie haben den Sieg verdient"

Quelle: Perform

Beneidenswert, wer über einen solchen Kredit verfügt wie Hansi Flick. Als der heute 60-Jährige im Sommer 2024 als Trainer des FC Barcelona vorgestellt wurde, herrschte nach einer titellosen Saison und der Demission von Klub-Legende Xavi Chaos.
Flick übernahm, der Erfolg kehrte zurück: Meister, Pokalsieger, Supercup-Gewinner - der Neue belebte die Katalanen, verdiente sich Respekt und Kredit.
Davon profitiert Flick nun, weshalb es nach zwei durchaus schweren Niederlagen ruhig bleibt im Barça-Kosmos. Die Fans hätten während der 1:4-Packung in Sevilla "keine Sekunde nachgelassen und ihre Mannschaft vom Anpfiff bis zum Schlusspfiff lautstark angefeuert", notierte die Zeitung "Sport" aus Barcelona.
Schon auf der Rückreise hätten die Vereinsverantwortlichen um Präsident Joan Laporta das Gespräch mit Flick gesucht, um dem Trainer zu versichern, dass man hinter ihm und seinen Entscheidungen stehe.

Flick: "Ganze Mannschaft muss verteidigen und angreifen"

Flick selbst reagierte auf beide Niederlagen sachlich, aber mit klaren Worten. Man sei noch nicht "auf dem gleichen Niveau wie die Pariser". Um dort hinzugelangen, müsse die "ganze Mannschaft verteidigen und angreifen", führte der ehemalige Bundestrainer aus. Vor allem das Defensivverhalten in der Schlussphase, PSG traf in der 90. Minute zum 2:1-Sieg, missfiel Flick. Es brauche dringend eine "bessere Struktur in der Abwehr".
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FC Barcelona: Trainer Hansi Flick (re.) mit Linksaußen Marcus Rashford (li.)

Fotocredit: Getty Images

Vier Tage später war davon noch wenig zu erkennen. Keeper Wojciech Szczesny musste den Ball beim Gastspiel im Ramón Sánchez-Pizjuán-Stadion zu Sevilla gleich viermal aus den Maschen klauben. Ja, die Leistung in der ersten Halbzeit sei unbefriedigend gewesen, aber: "In der zweiten Hälfte haben wir gut reagiert. Ich habe schon nach der Partie gegen PSG gesagt, dass wir aus dieser und jetzt auch aus dem Spiel lernen müssen", betonte Flick in Sevilla.

Barça baut auf Comebacks von Yamal und Raphinha

Dafür steht nun aufgrund der Länderspielpause ein wenig mehr Zeit zur Verfügung. Die spielfreien zwei Wochen kommen im perfekten Moment.
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Barcelonas Jungstar Lamine Yamal (r.)

Fotocredit: SID

Zwar muss Barça wie gewohnt viele Profis für die Nationalmannschaften abstellen, für die verletzten Leistungsträger Lamine Yamal (Leiste) und Raphinha (Oberschenkel) dürfte die Zeit aber reichen, um bis zum Ligaspiel am 18. Oktober gegen den FC Girona (ab 16:15 Uhr im Liveticker) und dem Clásico gegen Real (26. Oktober ab 16:15 Uhr im Liveticker) wieder fit zu werden. Auch bei Mittelfeldspieler Fermín López (Muskelverletzung) riecht es stark nach Rückkehr.
Der Ausfall des wichtigen Trios und die Aussicht auf drei Comebacks sind ein weiterer Grund, weshalb im Verein angesichts zweier Niederlagen eine fast unheimliche Ruhe herrscht. Flick geht von einer klaren Steigerung seiner Schützlinge nach den Länderspielen aus - und hat Erfahrung mit kniffligen Situationen dieser Art.

Cubarsí cool nach Pleiten: "Teil der Reise"

Mit überraschenden Rückschlägen und verletzten Spielern hatte er auch in seiner ersten Saison zu kämpfen. Damals setzte es in der Hinrunde gleich fünf (!) Niederlagen gegen CA Osasuna, Real Sociedad, Las Palmas, CD Leganés und Atlético Madrid. Der Klub hielt an Flick fest - und siehe da: In der Endabrechnung wurde die Blaugrana mit vier Punkten Vorsprung auf Real Madrid Meister.
So erklärt sich die Gelassenheit, die auch auf die Spieler übergeht. Phasen wie diese seien eben "Teil der Reise", teilte etwa Innenverteidiger Pau Cubarsí auf Instagram mit. An der Zielstellung hat sich ohnehin nichts geändert.
"Ich habe dem Team gesagt, dass wir um alles kämpfen. Um die Meisterschaft, die Supercopa, die Copa del Rey, die Champions League", unterstrich Flick. Die Ambitionen könnten nicht größer sein - alles andere würde man dem Coach aber auch nicht durchgehen lassen, Kredit hin oder her.
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Alonso lobt Superstar Mbappé: "Macht den Unterschied"

Quelle: Perform


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