Lamine Yamal bucht kleinwüchsige Menschen für seinen 18. Geburtstag - Barcelona-Star droht juristische Untersuchung

Youngster Lamine Yamal droht nach der Feier seines 18. Geburtstags Ärger mit der spanischen Justiz. Spaniens Ministerium für soziale Rechte bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, eine Untersuchung gegen den Europameister bei der Staatsanwaltschaft angestoßen zu haben. Grund ist die mutmaßliche Beschäftigung mehrerer kleinwüchsiger Menschen als Unterhaltungseinlage.

Yamal wurde am Sonntag 18 Jahre alt

Fotocredit: Eurosport

"Mafia" war das Motto, Handys und Kameras verboten - doch die Bilder rund um Lamine Yamals Geburtstagsparty drangen dennoch an die Öffentlichkeit und sorgen in Spanien nun für ein echtes Politikum.
Nach einer Beschwerde wegen möglicher Diskriminierung hat sich die Regierung eingeschaltet. Weil der Europameister mehrere kleinwüchsige Menschen als Showeinlage gebucht haben soll, droht ihm Ärger mit der Justiz.
Die Party fand am Samstagabend in Olivella, rund 50 Kilometer westlich von der katalanischen Hauptstadt Barcelona, statt. Yamal feierte dabei mit zahlreichen Stars in seinen 18. Geburtstag am Sonntag hinein.
Unter den Gästen waren Teamkollegen des FC Barcelona wie Robert Lewandowski oder Gavi sowie Musiker wie Bizarrap und Bad Gyal. Ein Video, das offenbar Gäste mit Kleinwuchs beim Betreten des Veranstaltungsorts zeigt, war im Nachgang öffentlich geworden.

Yamal droht Ärger mit dem Gesetz

Die Interessenvertretung ADEE, die Menschen mit Achondroplasie und ähnlichen Erkrankungen vertritt, hatte in der Folge eine Beschwerde eingereicht. Daher habe das "Ministerium die Staatsanwaltschaft gebeten, zu untersuchen, ob das Gesetz verletzt wurde und somit die Rechte von Menschen mit Behinderung (beeinträchtigt wurden)", erklärte Spaniens Ministerium für soziale Rechte am Dienstag gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.
Die ADEE "prangert öffentlich die Anmietung von Menschen mit Zwergwuchs als Teil der Unterhaltung an" und erklärte, sie würden rechtliche Schritte einleiten, da dies "Stereotypen perpetuiert, Diskriminierung fördert und das Image und die Rechte" von Menschen mit Behinderungen untergräbt.
In Spanien gilt seit 2023 eine gesetzliche Regelung, die den Schutz der Würde von Menschen mit Behinderung in den Mittelpunkt stellt. Unter anderem untersagt sie den Einsatz von Personen mit Kleinwuchs in Unterhaltungskontexten, wenn deren körperliche Merkmale gezielt zur Belustigung hervorgehoben werden.
Das Gesetz soll diskriminierende Praktiken unterbinden und ist Teil einer umfassenderen Reform zur Stärkung der Rechte von Menschen mit Behinderung.

Kleinwüchsiger Künstler verteidigt Yamal

Ob Yamals Party gegen die Gesetzeslage verstößt, soll nun geprüft werden. Ein Darsteller sprang dem Jungstar - anonym - zur Seite und verteidigte das Engagement im katalanischen Radiosender RAC1.
"Niemand hat uns respektlos behandelt, wir durften in Ruhe arbeiten." Die ADEE wolle ihnen ihre Berufsausübung verbieten, biete aber selbst keine Alternativen an, sagte der Künstler. "Wir sind ganz normale Menschen, die sich auf absolut legale Weise dem widmen, was wir gerne tun..."
Yamal hat in der vergangenen Saison sportlich geglänzt und gilt als Kandidat für den Ballon d'Or. Mit Barcelona gewann er das Triple aus spanischer Meisterschaft, der Copa del Rey und dem spanischen Superpokal. Insgesamt hat der Nationalspieler in 106 Spielen 25 Tore für Barca erzielt.
Yamals Vertreter reagierten bislang nicht auf eine Anfrage nach einer Stellungnahme.
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(SID)
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Quelle: Perform


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