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Ter Stegen bietet FC Barcelona nach Streit Kooperation an - und erhält das Kapitänsamt zurück
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Update 10/08/2025 um 11:39 GMT+2 Uhr
Nach turbulenten Tagen hat sich Fußball-Nationaltorhüter Marc-André ter Stegen gegen Spekulationen gewehrt, dem FC Barcelona seine Kooperation angeboten und das Kapitänsamt wenig später zurückerhalten. "Ich bin uneingeschränkt bereit, mit der Vereinsführung zusammenzuarbeiten, um diese Angelegenheit zu klären und die angeforderte Genehmigung zu erteilen", teilte der 33-Jährige mit.
Marc-André ter Stegen will mit dem FC Barcelona kooperieren
Fotocredit: Getty Images
Als das Kriegsbeil begraben war, konnte Marc-André ter Stegen wieder lachen - zumindest auf den Titeln der spanischen Gazetten. "Versöhnung", schrieb die Zeitung "Sport" am Samstag in großen Buchstaben auf Seite 1 und druckte ein Foto des gut gelaunten Torhüters neben Barça-Präsident Joan Laporta. Ein altes natürlich, aber immerhin.
Auch "El Mundo Deportivo" räumte für den katalanischen Frieden sein Cover frei und zeigte ter Stegen mit erhobenem Daumen, darunter nur ein Wort: "Unterschrift".
Nach langem Kleinkrieg scheint tatsächlich ein bisschen Frieden eingekehrt zu sein beim FC Barcelona. Ter Stegen selbst war es, der die Tür zur Versöhnung öffnete.
Er sei "bereit, mit der Vereinsführung zusammenzuarbeiten, um diese Angelegenheit zu klären", kündigte er am Freitag an und unterschrieb schließlich die Einverständniserklärung, die Barça zur Weiterleitung des Verletzungsberichts an die Medizinische Kommission der spanischen Liga benötigt.
Ter Stegen am Rücken verletzt
Der Klub ging wenig später auf das Angebot ein. "Marc-André ter Stegen hat die Genehmigung für die medizinische Abteilung des Vereins unterzeichnet, den obligatorischen Bericht nach seiner Operation an La Liga weiterzuleiten", teilte Barça mit. "Die Disziplinarakte ist geschlossen, der Spieler ist mit sofortiger Wirkung wieder Kapitän der ersten Mannschaft."
Zum offiziellen Abschluss der Vorbereitung im kleinen Amateur- und Nachwuchsstadion "Estadi Johan Cruyff" am Sonntagabend war er als Spielführer für die traditionelle Ansprache an die Fans vorgesehen.
Medienberichten zufolge soll ter Stegen, der sich im Anschluss an eine lange Verletzungspause in der Vorsaison kürzlich einer Rückenoperation unterziehen musste, seine Unterschrift unter dem Dokument zunächst verweigert haben.
Ohne den Bericht kann die Liga nicht beurteilen, wie schwer die Verletzung des Keepers ist. Am Dienstag hatte Barcelona daher bereits ein Disziplinarverfahren gegen ter Stegen eingeleitet. Dazu wurde der frühere Gladbacher als Kapitän abgesetzt und erhielt im Team von Trainer Hansi Flick keine Rückennummer für die neue Saison. Die hat ter Stegen, der seit seiner Ankunft im Jahr 2014 stets die 1 getragen hatte, immer noch nicht. Diese Frage will Flick in der kommenden Woche angehen, heißt es.
Szczesny und García nicht noch nicht registriert
Er "verstehe, dass schwierige Momente zu Spannungen führen können, aber ich vertraue darauf, dass wir diese Situation durch Dialog und Verantwortungsbewusstsein konstruktiv lösen können", schrieb ter Stegen in seinem Beitrag, nachdem er seine Ausfallzeit zuvor aufgrund der Operation in einem anderen Beitrag mit "etwa drei Monaten" beziffert hatte.
Diese habe er von den "renommiertesten Experten" mitgeteilt bekommen und sei mit dem Klub abgesprochen worden. Barcelona darf aber nur dann 80 Prozent seines Gehalts für die Registrierung neuer Spieler verwenden, wenn ter Stegen mindestens vier Monate ausfällt.
Der neue Torhüter Joan García (24), für den Barça 25 Millionen Euro an Espanyol Barcelona bezahlt hat, und Wojciech Szczesny sind aufgrund der wirtschaftlichen Probleme des Klubs noch nicht registriert. Ter Stegen wies einen Zusammenhang zwischen seiner Operation und der Registrierung seiner Konkurrenten im Tor zurück.
Ter Stegens Zukunft offen
Diese Personalien seien vor dem Eingriff abgeschlossen gewesen, er habe zu keinem Zeitpunkt davon ausgehen können, "dass meine unglücklichen Umstände mit der neuen Operation [...] für die Registrierung anderer Kollegen notwendig sein würden", schrieb ter Stegen.
Er schätze sie "sehr" und wolle "viele Saisons" die Kabine teilen. Jede andere Interpretation sei sowohl "unfair als auch unzutreffend".
Auf die Zukunft in Barcelona ging die deutsche Nummer eins ein Jahr vor der WM in den USA, Kanada und Mexiko nicht ein. Die Entscheidung für die OP sei vom Klub "voll und ganz" unterstützt worden.
Seine Gesundheit und langfristige sportliche Karriere hätten im Vordergrund gestanden, "was natürlich auch im Sinne des FCB ist, damit ich so schnell wie möglich wieder auf dem Platz stehen und weitere Titel gewinnen kann", schrieb ter Stegen.
Er empfinde "eine tiefe Zuneigung für den FC Barcelona, diese Stadt und ihre Fans, die mir über so viele Jahre hinweg zur Seite gestanden haben. Mein Engagement für diese Farben bleibt ungebrochen."
Ter Stegen und Barça - wie geht es weiter?
Doch ist damit nun alles gut? Der ehemalige Barca-Coach Carles Rexach hat daran so seine Zweifel. "Es hat mir nicht gefallen, dass ter Stegen im Handumdrehen vom Helden zum Bösewicht wurde - in vier Tagen", schrieb der 78-Jährige am Samstag in einem Kommentar für "El Mundo Deportivo" und warnte: Für die Kabine könnten "solche Dinge einen sehr schädlichen Effekt haben."
Tatsächlich hatten sich viele Spieler zuletzt hinter ter Stegen gestellt. Der Umgang mit dem 33-Jährigen gleiche einem "Mobbing", befand die "Marca" zuletzt.
Ob ter Stegen eine Zukunft in Barcelona hat, ist indes auch nach dem Ende des Kleinkrieges äußert fraglich. Der Ex-Gladbacher betonte zwar, sich auf "viele gemeinsame Jahre in der Kabine" zu freuen. Doch die Zukunft im Barça-Tor dürfte Neuzugang García gehören, ter Stegen war zuletzt zur Nummer drei degradiert worden.
Eine Position, mit der er gerade mit Blick auf die WM 2026 kaum zufrieden sein dürfte. Und an der er dringend etwas ändern muss.
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(SID)
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Quelle: Perform
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