Real Madrid steckt in einer schweren Krise: Trainer Xabi Alonso vor seinem Schicksalsspiel gegen Manchester City
Update 08/12/2025 um 10:30 GMT+1 Uhr
Zwei Siege aus sieben Spielen - Real Madrid steckt für seine Verhältnisse in einer schweren Krise. Im Kreuzfeuer der Kritiker steht dabei Trainer Xabi Alonso, dem nach der enttäuschenden 0:2-Heimniederlage gegen Celta Vigo allmählich die Argumente ausgehen. Am kommenden Mittwoch steht in der UEFA Champions League der Kracher mit Manchester City an, das zum "letzten Sargnagel" werden könnte.
Alonso nach Pleite gegen Vigo bedient: "Wir sind sauer"
Quelle: Perform
Nur zwei Siege aus den vergangenen sieben Spielen, dazu der Sturz von der Tabellenspitze: Bei Real Madrid liegen nach dem nächsten schwachen Auftritt die Nerven blank - und die spanische Presse spart nicht an Kritik. "Madrid ist verloren!", titelte die "Marca" auf ihrer Montagsausgabe.
Das 0:2 (0:0) im Heimspiel gegen Celta Vigo samt mehrerer Platzverweise am Sonntagabend war für die Königlichen der Tiefpunkt der vergangenen Wochen. "Das Bernabéu wird panisch", schrieb die "AS".
Die Mannschaft von Trainer Xabi Alonso sei "ein lustloser, uninspirierter Haufen", der Verein, so "Marca", "chaotisch" und "in der Krise".
Wettbewerbsübergreifend gelangen Real nur zwei Siege aus den vergangenen sieben Spielen. Seit dem Sieg im Clásico gegen den FC Barcelona Ende Oktober haben die Madrilenen in der Liga gerade einmal die Hälfte aller 18 möglichen Punkte geholt. Aus fünf Punkten Vorsprung sind so vier Punkte Rückstand auf Barcelona geworden.
Xabi Alonso bei Real unter Druck
Entsprechend gerät auch Alonso zunehmend unter Druck. "Wir sind natürlich alle wütend", sagte der Spanier nach der Niederlage gegen Vigo: "Es war nicht das Spiel, das wir haben wollten, nicht das Ergebnis, das wir haben wollten."
Wie so oft hagelte es vonseiten Reals Kritik am Schiedsrichter. "Die Entscheidungen des Schiedsrichters haben uns in den Wahnsinn getrieben", meckerte Alonso. Der Unparteiische Alejandro Quintero González hatte gegen Vigo sowohl Fran García (65.) als auch Álvaro Carreras (90.+2) vom Platz gestellt.
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Real Madrid kassierte zwei Platzverweise gegen Celta Vigo
Fotocredit: Getty Images
Dennoch müssten er und seine Spieler die Verantwortung für die Krise auf sich nehmen, betonte Alonso: "Wir müssen nach vorne schauen, alle zusammen."
Doch wie lange bleibt dafür noch Zeit? "Die Situation ist besorgniserregend", erklärte Dani Sánchez, Fußball-Experte bei Eurosport Spanien in Madrid. "Real Madrid zeigt weder Verständnis noch Akzeptanz für die Vorstellungen von Alonso. Der Spielstil hat sich seit seinem Wechsel von Leverkusen deutlich verschlechtert."
Der letzte Sargnagel für Alonso?
Der einzige Lichtblick bei Los Blancos hört auf den Namen Kylian Mbappé. Der französische Superstar erzielte 25 von 44 Toren der Madrilenen in dieser Saison. Ein Umstand, der auch eine Schattenseite besitzt.
"Die Mannschaft verlässt sich massiv auf Mbappé", unterstrich Sánchez. "Und sonst scheint niemand ein entscheidender Faktor zu sein."
Glaubt man den Medienberichten aus Spanien arbeiten die Spieler zunehmend gegen ihren Coach. "Alonso hat aber bislang nicht den Fehler gemacht, mit dem Finger auf jemanden zu zeigen."
Am vergangenen Mittwoch fuhr Real einen überzeugenden 3:0-Sieg über Athletic Bilbao ein, der Befreiungsschlag galt als "Waffenruhe" zwischen Mannschaft und Trainer. "Jetzt macht sich aber ein Gefühl breit, dass das nur eine Fata Morgana war", hob Sánchez nach dem enttäuschenden 0:2 gegen Celta Vigo hervor.
Am Mittwoch (21:00 Uhr im Liveticker) empfängt Real Manchester City zum Champions-League-Duell im Bernabéu - ein Schicksalsspiel für die Königlichen? "Die allgemeine Stimmung ist, dass das Spiel der letzte Sargnagel sein könnte, falls die Dinge nicht in Alonsos Sinne laufen", meinte Sánchez.
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(mit SID)
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