Das Spiel lief noch keine 180 Sekunden, da führte Manchester City schon. Von der linken Seite flankte Linksverteidiger Oleksandr Sintschenko in den Strafraum und fand Gabriel Jesus, der einköpfte (3.). Doch begünstigt wurde der Führungstreffer durch Arsenals Keeper Rúnar Alex Rúnarsson, der nicht entschieden genug herauskam.
Danach hatten die Londoner große Probleme mit dem Ballbesitzfußball und dem hohen Pressing von Manchester City. Phasenweise schnürten die Gäste Arsenal im eigenen Strafraum ein, auch Rúnarsson blieb ein leichter Unsicherheitsfaktor.
Kurz nachdem Citys Fernandinho Glück hatte, dass bei einer Ecke sein Schlag ins Gesicht von Dani Ceballos nicht gesehen wurde, erzielte Alexandre Lacazette aus dem Nichts den Ausgleich (32.). Gabriel Martinelli flankte stark von der linken Seite ins Zentrum, wo sich der Arsenal-Stürmer gut durchsetzte und links oben einköpfte.
Premier League
Arsenal in Trümmern: Selbst Henry schaut weg
21/12/2020 AM 13:44
Danach wurde Arsenal wieder sicherer, kurz vor der Halbzeit hatte Rúnarsson dann aber eine große Szene, als er einen Schuss aus kurzer Distanz von Gabriel Jesus stark parierte (41.).
In den ersten Minuten nach Wiederanpfiff zeigte sich Arsenal bissiger in den Zweikämpfen. Doch in der 54. Minute unterlief Rúnarsson der zweite grobe Schnitzer des Abends. Ein Freistoß von Riyad Mahrez flog direkt auf den Keeper, doch ihm rutschte der Ball durch die Finger ins Netz.
Danach war Arsenal gebrochen. Nach einem Ballgewinn in der eigenen Halbzeit wurde Philip Foden über links in den Strafraum geschickt, den Konter vollendete er mit einem feinen Lupfer (59.).
Im Anschluss ging es für die Gastgeber nur noch um Schadensbegrenzung. Nach einer kurz ausgeführten Ecke flankte Foden von der rechten Seite stark in den Strafraum. Dort kam Aymeric Laporte frei und wenige Meter vor dem Tor zum Kopfball und drückte den Ball problemlos über die Linie (73.). In der Schlussphase schonte City die Kräfte und Arsenal hatte bis auf zwei kleinere Möglichkeiten durch Nicolas Pépé keine Großchancen auf Ergebniskosmetik.
Stimmen zum Spiel:
Riyad Mahrez (Manchester City): "Ich glaube es war eine gute Leistung. Wir sind gut gestartet, dann haben sie ausgeglichen. In der zweiten Halbzeit haben wir durch einen glücklichen Freistoß getroffen. Das dritte Tor hat es einfacher gemacht. Wir können nicht jedes Spiel dominieren. Wenn du nicht das zweite Tor erzielst, kann man auch mal den Ausgleich kassieren. Bei meinem Freistßtor war ich natürlich überrascht."
Pep Guardiola (Trainer Manchester City): "Nach der Halbzeitpause war unser Spiel flüssiger. Das zweite Tor hat geholfen, vielleicht war das dritte Tor abseits. Nach dem 3:1 war es ein komplett anderes Spiel. Zum vierten Mal in Folge sind wir im Halbfinale, was in diesem Wettbewerb eine gute Leistung ist."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Arsenal hat eine Kader- und Identitätskrise

Dass man ein Pokal-Viertelfinale gegen Manchester City verlieren kann, ist unbestritten. Doch die Art und Weise, wie chancenlos Arsenal der Mannschaft von City-Trainer Pep Guardiola unterlegen war, war bezeichnend. Über 90 Minuten hatten die Gastgeber nur eine echte Torchance – und die verwandelte Lacazette. Ansonsten kamen die Londoner selten in die Nähe des Strafraums von City. Natürlich fehlt ein Spieler wie Pierre-Emerick Aubameyang, doch es war ersichtlich, dass der Mannschaft von Trainer Mikel Arteta ein Plan fehlte, wie man gegen das hohe Angriffspressing von City Lösungen finden kann. Es fehlte auch ein Plan für das Angriffsspiel und über die meiste Zeit auch der nötige Biss in den Zweikämpfen im Mittelfeld. Aus im EFL-Cup, in der Premier League auf Rang 15 - für die Arsenal-Fans könnte es eine ganz schwierige Saison werden.

Die Statistik: 2

Spielerisch war Manchester City dem FC Arsenal überlegen. Doch so richtig viele Großchancen hatte Manchester City lange Zeit nicht. Doch mit zwei klaren Torwartfehlern ebnete Arsenals Keeper Rúnar Alex Rúnarsson, der Stammtorhüter Bernd Leno vertrat, Manchester City den Weg zu einem ungefährdeten und deutlichen Auswärtssieg. Beim 0:1 kam Rúnarsson viel zu zaghaft aus dem Tor, sodass Gabriel Jesus aus kurzer Distanz einköpfen konnte. Nach einer starken Parade gegen Gabriel Jesus und dem Ausgleich durch Lacazette war es wieder Rúnarsson, der bei einem Freistoß von Riyad Mahrez aufs Torwarteck ganz schlecht aussah. Mit dem erneuten Rückstand kam Arsenal überhaupt nicht zurecht und verlor am Ende deutlich.
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