Das Hinspiel vor einer Woche entschieden die Blues mit 2:0 für sich. Kai Havertz schoss sie früh in Führung (5.), Ben Davies markierte per Eigentor (34.) den Endstand. Der ehemalige Leverkusener durfte diesmal nicht von Beginn an ran. Sein Nationalmannschaftskollege Timo Werner startete im Gegensatz zum Hinspiel.
Chelsea war von Beginn an spielbestimmend. In den nicht gerade von hohem Tempo geprägten Anfangsminuten schoben sich die Gäste den Ball seelenruhig umher.
Nach kurzer Zeit erhöhte das Team von Teammanager Thomas Tuchel den Druck und näherte sich dem Führungstreffer an, der ihnen in der 18. Minute gelang. Lloris-Vertreter Pierluigi Gollini versuchte, den Ball nach einem Eckstoß aus der Gefahrenzone zu fausten, erwischte diesen aber nicht. DFB-Verteidiger Antonio Rüdiger nahm das Geschenk an und nickte zum 1:0 ein.
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Anschließend agierten die Gäste weiterhin forsch nach vorne. Die Nordlondoner bekamen in dieser Phase keinen Zugriff.
Nach knapp einer halben Stunde wurden die Spurs in der Offensive präsenter, ohne dabei jedoch den Ausgleich zu erzielen.
Nach der Pause erwischten die Gäste, wie bereits in Halbzeit eins, den besseren Start. Tottenham war zunächst wieder mit Defensivarbeit beschäftigt, wurde nach wenigen Minuten aber offensivfreudiger und erarbeitete sich einige Szenen im gegnerischen Strafraum.
Nachdem Harry Kanes vermeintlicher Ausgleichstreffer zurückgenommen wurde (65.), kam von den Spurs nicht mehr viel. In der Schlussphase war die Partie minutenlang wegen eines medizinischen Notfalls auf der Tribüne unterbrochen.
Chelsea brachte den knappen Vorsprung über die Zeit und zog verdient ins Endspiel des Carabao Cups ein. Der Finalgegner des Tuchel-Teams wird am Donnerstag zwischen Liverpool und Arsenal (um 20:45 Uhr im Liveticker) ermittelt.

Die Stimmen zum Spiel:

Thomas Tuchel (Trainer FC Chelsea): "Wir haben mit 90 Prozent gespielt - und das ist nicht unser Stil. Das sollten wir nicht tun. Wir mussten hart arbeiten, es war nicht unsere beste Leistung. Im Hinspiel waren wir besser."
Antonio Rüdiger (FC Chelsea): "Im Hinspiel hatten wir alles unter Kontrolle. In der zweiten Halbzeit sind sie zurückgekommen - so wie heute. Und sie waren heute gefährlicher, weil wir nicht konzentriert genug waren."
Antonio Conte (Trainer Tottenham Hotspur): "Am Ende der beiden Spiele hat es Chelsea verdient, das Finale in diesem Wettbewerb zu erreichen. Da müssen wir ehrlich sein."

Der Tweet zum Spiel:

Seit die Spurs ins Tottenham Hotspur Stadion zogen, kassierten sie dort 17 Niederlagen. Für knapp 24 Prozent davon sind die Blues verantwortlich. Tottenham ist an dieser Spielstätte noch ohne Sieg gegen Chelsea (vier Niederlagen, ein Unentschieden).

Das fiel auf: VAR sei Dank

Es war nicht der Abend des Andre Marriner. Der 51-jährige Schiedsrichter lag in einigen Situationen daneben, die große Auswirkungen auf das Spiel hätten haben können. Dank des Videobeweises wurden jedoch drei Entscheidungen des Unparteiischen geändert. Zweimal wurde ein vermeintlicher Foulelfmeter gegen Chelsea korrigiert (43., 57.), einmal wurde ein zunächst gegebener Treffer von Kane aufgrund einer Abseitsstellung des Schützen zurückgenommen (65.).

Die Statistik: 14

Chelsea zog wettbewerbsübergreifend zum 14. Mal in Folge nach einem Halbfinal-Hinspielsieg ins Endspiel ein.
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