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League Cup: FC Liverpool verpasst trotz 70 Minuten in Überzahl Sieg im Halbfinal-Hinspiel gegen Arsenal
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Publiziert 13/01/2022 um 22:41 GMT+1 Uhr
Der FC Liverpool hat den Sieg im Halbfinal-Hinspiel des League Cup gegen den FC Arsenal verpasst. Das Team von Teammanager Jürgen Klopp kam an der heimischen Anfield Road nicht über ein 0:0 hinaus, obwohl die Reds fast 70 Minuten in Überzahl agierten. Granit Xhaka sah in der 23. Minute nach einer Notbremse gegen Diogo Jota die Rote Karte. Das Rückspiel steigt am kommenden Donnerstag.
Roberto Firmino (mitte) eingeklemmt zwischen zwei Arsenal-Verteidigern
Fotocredit: Getty Images
Nachdem Liverpool mit einer B-Elf im FA Cup (4:1 vs. Shrewsbury) im Einsatz war, schickte Jürgen Klopp eine ausgeruhte und die bestmögliche Elf auf den Rasen. Im Sturm musste der deutsche Trainer auf die Superstars Mo Salah und Sadio Mané verzichten, auch Naby Keita weilt beim Afrika Cup. Bei den Gunners musste Mikel Arteta kurzfristig auf drei wichtige Akteure verzichten: Martin Ödegaard (COVID 19) sowie die beiden verletzten Emil Smith Rowe und Takehiro Tomiyasu fehlten.
Die Hausherren drückten von Anfang an aufs Gaspedal und verschafften sich schnell ein Übergewicht. Doch noch sollten Präzision und das Glück in den Angriffen fehlen. Arsenal erwischte einen nervösen Start, hatte bei Aaron Ramsdales Befreiungsschlag Glück, dass der Abpraller von Jordan Henderson nicht im Tor landete (12.). Zudem mussten die Gunners früh wechseln (11., Calum Chambers für Cedric Soares). Im weiteren Verlauf schlug das Pendel immer mehr in Richtung Liverpool aus.
Nachdem Granit Xhaka mit Rot (Notbremse an Diogo Jota) vom Platz gestellt wurde (23.), mussten die Gunners fast 70 Minuten in Unterzahl bestreiten. Im 5-3-1 agierte Arsenal von nun an sehr defensiv, stand kompakt und nahm viel Tempo aus dem Spiel. So hatte das Spiel nicht mehr die Intensität aus der Anfangsphase. Die Reds erhöhten den Druck, stellten die Verteidigung noch höher und schnürten die Gäste tief in deren Hälfte ein.
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So wurde der Stress für Arsenal zunehmend größer, Entlastungsangriffe blieben gänzlich aus. Jedoch war Liverpool nicht zwingend genug und verzeichnete im ersten Durchgang keinen einzigen Schuss aufs Tor. Die Gäste konnten das 0:0 in die Halbzeit retten.
Der Plan bei Arsenal für den zweiten Durchgang war klar: Alle Angriffe sollten über die rechte Seite und den schnellen Bukayo Saka laufen. Ansonsten änderte sich im Spielverlauf nichts. Liverpool presste die Gunners in deren Hälfte, kam aber zu selten in die Box. Die spielerische Klasse blieb ohne Salah und Mané etwas auf der Strecke, Überraschungsmomente und Eins-gegen-Eins-Situationen blieben Mangelware. So konnten sich die Reds lange Zeit keine nennenswerte Torchance erspielen, Takumi Minaminos Schuss ging am rechten Pfosten vorbei (67.).
Der Druck des LFC ließ in der Folgezeit etwas nach, Arsenal hatte kaum Probleme, die Null zu halten und kam plötzlich durch Saka zur großen Chance auf die Führung. Dem Engländer versprang allerdings die Kugel am Elfmeterpunkt (72.). Dies war zugleich der erste Schuss aufs Tor. In der Schlussphase wurden die Hausherren nochmals stärker und hatten plötzlich die Riesenchance zur Führung: Nach einem Fehler von Ramsdale schoss Minamino aus zehn Metern über das leere Tor (90.). Nur drei Minuten später hatte Arsenals Keeper bei einem Ausflug erneut Glück, dass Ben White vor der Linie retten konnte.
So blieb es beim torlosen Unentschieden, das Arsenal als moralischen Sieger sah. Das Rückspiel steigt kommenden Donnerstag dann im Emirates Stadium, Anpfiff ist um 20:45 Uhr. Beide Teams müssen am Sonntag wieder in der Premier League ran. Liverpool empfängt den Aufsteiger aus Brentford (15:00 Uhr), für Arsenal steht das Nordlondon-Derby bei Tottenham an (17:30 Uhr).
Die Stimmen zum Spiel:
Mikel Arteta (Trainer FC Arsenal): "Wir freuen uns über die Situation. Die Spieler haben großen Kampf, Entschlossenheit und Brüderlichkeit gezeigt. Man hat die Emotionen gesehen, wir haben nie aufgegeben. Ein großes Lob an die Jungs. Ich weiß nicht, ob die Rote Karte sie beflügelt hat, aber sie haben den Kampf angenommen. Man braucht eine gewisse Einstellung, um in solchen Spielen zu bestehen, und die Jungs haben das getan. Wir haben das Spiel gespielt, das wir spielen mussten, was nicht unser Spiel ist. Ich habe es noch nicht gesehen, sie haben es überprüft, also war es wahrscheinlich eine Rote Karte."
Ben White (FC Arsenal): "Es war kein idealer Start, aber in dieser Mannschaft steckt so viel Kampf. Es ist schon schwer genug, mit elf Mann hierherzukommen, das war absolut großartig von allen. Man muss sich das ganze Spiel über konzentrieren, und das Ergebnis ist wohlverdient. Als Verteidiger ist es schön, so zu verteidigen. Wir sind selbstbewusst hierher gekommen und werden im nächsten Spiel alles geben."
Das fiel auf: Ohne Salah und Mané – Liverpool fehlt die spielerische Qualität
Liverpool ging leicht favorisiert in die Partie und sah nach dem Platzverweis schon wie der sichere Sieger aus. Doch ohne die beiden Topstars im Sturm fehlte Liverpool im Angriffsspiel Tempo und Ideen. Wo sonst mal ein Salah durch ein Dribbling Löcher reißt, wirkte die Offensive gegen Arsenal viel zu statisch. So hatten die Londoner keine Probleme, in Unterzahl die Null zu halten. Firmino und Co. waren zwar bemüht, doch null Torschüsse sprechen eine eindeutige Sprache. An der Durchschlagskraft müssen Jürgen Klopp und sein Team arbeiten, Mo Salah und Sadio Mané werden unter Umständen noch bis Mitte Februar fehlen.
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Mit dieser Notbremse nach 23 Minuten erwies Granit Xhaka seiner Mannschaft einen Bärendienst. Doch Arsenal zeigte in Unterzahl eine fast perfekte Leistung und holte sich hochverdient das 0:0. Platzverweise und Xhaka, das passt einfach zusammen: Der Schweizer wurde bereits zum zwölften Mal in seiner Karriere vom Platz gestellt. Im Arsenal-Trikot war dies der fünfte Platzverweis, kein anderer Spieler "schaffte" seit Sommer 2016 mehr.
Die Statistik: 72
Duelle zwischen Liverpool und Arsenal waren in der Vergangenheit meist torreich. Auch die Partie im EFL Cup begann sehr verheißungsvoll, doch nach der Roten Karte gegen Xhaka zog sich Arsenal weit zurück und konzentrierte sich aufs Verteidigen. Liverpool fand ohne die beiden Topstürmer kein Durchkommen. So dauerte es sage und schreibe bis zu 72. Minute, ehe die Statistiker einen Schuss aufs Tor verzeichnen konnten. Das dies nicht einmal ein richtiger Torschuss war und nur ein weiterer hinzukommen sollte, sagt viel über dieses offensivschwache Spiel aus.
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(SID)
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Quelle: Perform
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