Leonardo Bonucci verklagt Juventus Turin: Zwischen Rosenkrieg und Neustart bei Union Berlin

Leonardo Bonucci nimmt bei Union Berlin Fahrt auf, in der Heimat verklagt er nun seinen ehemaligen Verein Juventus Turin. Es sei eine "harte Entscheidung" gewesen, sagte Bonucci, aber es gehe eben nicht anders, weil der 36-Jährige Innenverteidiger "viele Dinge gelesen und gehört" habe, die "nicht wahr sind". Und so kommt es zu einem pikanten Rosenkrieg.

Leonardo Bonucci

Fotocredit: Getty Images

Insgesamt zwölf Jahre stand Bonucci bei Juve unter Vertrag, machte über 500 Spiele, holte acht Meisterschaften, feierte vier Pokalsiege - doch die Trennung endete schmutzig.
Juve behauptet, dass der Europameister zweimal - im Oktober vergangenen Jahres und noch einmal im Februar - darüber informiert wurde, dass der Klub nicht mehr mit dem Altmeister plane.
Bonucci hingegen will davon erst im Mitte Juli erfahren haben.
Dass er trotz eines laufenden Vertrags aus dem Kader gestrichen und vom Trainingsgelände verbannt wurde, habe seiner beruflichen Perspektive als auch seinem Image geschadet. Deshalb will Bonucci nun Schadensersatz.

Bonucci möchte Entschädigung spenden

"Ich mache lediglich meine Rechte geltend", sagte Bonucci, schließlich habe ihm vertraglich ein vernünftiges Training und "das Recht auf eine akzeptable körperliche Vorbereitung" auf die nächste Saison zugestanden.
Sollte er eine Entschädigung erhalten, so werde er den Betrag zu Wohltätigkeitszwecken spenden, kündigte Bonucci an.
Und weil er bei Juve nicht mehr trainieren durfte, fehlt Bonucci noch ein Stück zu seiner Topform. Zwei Wochen nach seinem Wechsel zu Union kommt ein Startelfeinsatz beim VfL Wolfsburg (Samstag, 15:30 Uhr im Liveticker) wohl noch zu früh, aber lange wird es wohl nicht mehr dauern.
"Auch als 36-Jähriger will er schnellstmöglich auf den Platz. Er scharrt hoffentlich mit den Hufen", sagte Trainer Urs Fischer. Bonucci werde mit "Vernunft" an die Mannschaft herangeführt. "Wir sind da im Austausch. Auch mit dem Athletiktrainer", sagte Fischer: "Wann der Zeitpunkt gekommen ist, werden wir dann sehen."
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(SID)
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Quelle: Perform

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