Paris Saint-Germain: Gianluigi Donnarumma vor Wechsel, Verhandlungen stocken - warum der FC Bayern handeln muss
Update 06/08/2025 um 08:34 GMT+2 Uhr
Der Vertrag von Gianluigi Donnarumma bei Paris Saint-Germain läuft im Juni 2026 aus, die Verhandlungen über eine Verlängerung stocken. Für den Fall einer Trennung soll der Triple-Sieger bereits einen Nachfolger an der Angel haben. Mit Real Madrid und Manchester United verfolgen zwei Top-Klubs den Poker um Donnarumma aufmerksam im Hintergrund - doch auch der FC Bayern muss sich einschalten.
Gianluigi Donnarumma soll Paris Saint-Germain noch in diesem Sommer verlassen
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Folgt auf den großen Titelrausch die ernüchternde Trennung?
Ein Jahr vor Vertragsende wird Gianluigi Donnarumma mit einem Wechsel in Verbindung gebracht, seine Zeit bei Paris Saint-Germain neigt sich dem Ende zu.
Die Verhandlungen über eine Verlängerung mit dem italienischen Torhüter stocken seit geraumer Zeit, laut einem Bericht der "L'Équipe" soll sich PSG bereits mit einem Nachfolger einig sein.
Das führt nun dazu, dass mit Donnarumma einer der besten Torhüter der Welt auf dem Transfermarkt verfügbar ist. Mit Manchester United und Real Madrid strecken zwei renommierte Klubs bereits ihre Fühler aus. Doch auch beim FC Bayern München muss der Europameister von 2021 auf die Agenda rutschen.
Donnarumma: PSG will beim Gehalt sparen
Meisterschaft, Pokal, Champions League - und doch steht der Abschied eines der Grundpfeiler des historischen Erfolgs von Paris Saint-Germain unmittelbar bevor. Der Grund für die Ehekrise: das Geld.
"Wenn Donnarumma und sein Umfeld tatsächlich auf ein taktisches Manöver setzen, haben sie die neue Ausrichtung des Klubs nicht verstanden", ordnete Julien Pereira, Fußball-Experte bei Eurosport Frankreich in Paris, den aktuellen Stand beim Welttorhüter des Jahres 2021 ein. "Paris wird keine launischen oder zu gierigen Stars mehr halten. Die vergangene Saison gibt dem Verein recht."
Superstars wie Kylian Mbappé und Lionel Messi, die enorme Gehälter beziehen, gehören in Paris der Vergangenheit an. Nach dem Triple will PSG seinen Weg weiter beschreiten und die Gehaltsstruktur nachhaltig verändern: niedrigere Fixgehälter, dafür höhere leistungsbezogene Boni. Das betrifft nun auch Donnarumma.
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Gianluigi Donnarumma war für das historische Triple von Paris Saint-Germain mitverantwortlich
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Im Falle einer Vertragsverlängerung will PSG sein Gehalt von aktuell zwölf Millionen Euro brutto senken. Ob sich Donnarumma auf den Deal einlässt? "Es wird für Donnarumma sehr schwer, eine Saison wie die letzte noch einmal zu wiederholen", arbeitete Pereira den Knackpunkt heraus.
In der vergangenen Spielzeit hielt er in 47 Partien ganze 17-mal sauber, in der K.o.-Phase der Champions League avancierte er gegen Liverpool, Aston Villa und Arsenal jeweils zum Helden. Bleiben in Zukunft derartige Sternstunden aus, würde Donnarumma weniger Gehalt kassieren.
PSG hat einen Nachfolger: Was macht Donnarumma?
Ein Punkt, der für Donnarumma offenbar nicht verhandelbar ist. Für einen möglichen Abschied hat PSG aber schon vorgesorgt.
Laut "L'Équipe" ist sich der Triple-Sieger bereits mit Lucas Chevalier einig. Für den 23-Jährigen vom OSC Lille könnten etwa 40 Millionen Euro fließen.
Für Paris sei der Wechsel zwischen den Pfosten kein Downgrade. "Lucas Chevalier ist die Zukunft", zeigte sich Pereira begeistert. "Er ist ein sehr kompletter Torwart, dessen Spiel mit dem Fuß deutlich besser ist als das von Donnarumma. Und mit 23 Jahren hat er noch viel Entwicklungspotenzial."
Bislang liegt noch kein konkretes Angebot für Donnarumma vor, der drohende Bruch mit Paris rief aber bereits zwei Top-Klubs auf den Plan.
Bei Manchester United steht André Onana seit seiner Ankunft vor zwei Jahren regelmäßig in der Kritik, bei Real Madrid läuft der Vertrag von Thibaut Courtois (33) hingegen nur noch ein Jahr. Und bei einer sieben Jahre jüngeren Weltklasse-Alternative werden die Königlichen natürlich hellhörig.
FC Bayern: Donnarumma als Neuer-Nachfolger?
United und Real beobachten den Poker in Paris aufmerksam. Und es wäre nur allzu logisch, wenn sich der FC Bayern in diese Geschichte einschalten würde.
Die Nachfolge von Manuel Neuer, dessen Vertrag beim deutschen Rekordmeister bis Juni 2026 läuft, ist nicht geklärt. Hinter dem 39-Jährigen stehen zwar Ersatztorhüter Jonas Urbig und der an den Hamburger SV verliehene Daniel Peretz, die Neuer-Fußstapfen wären aber selbst in einem Jahr viel zu groß.
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Manuel Neuer ist noch bis Juni 2026 an den FC Bayern gebunden
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Der Fall Donnarumma ist für die Bayern ein seltener Zufall: Ein Torhüter von Weltklasseformat im besten Alter zum Abstauben. Doch was wäre der Kostenpunkt?
Einem Bericht von "La Repubblica" zufolge stellt sich PSG eine Ablösesumme von 40 Millionen Euro vor. In Kombination mit dem bisherigen Brutto-Gehalt von zwölf Millionen Euro ein machbarer Transfer. Vor allem was die Nachhaltigkeit angeht.
Warum sich ein Donnarumma-Deal auszahlen würde
Klar: Der FC Bayern hat sich in den vergangenen Monaten selbst dazu verpflichtet, einen Sparkurs zu fahren. Sportvorstand Max Eberl muss in München den Gürtel enger schnallen.
Doch die jüngere Vereinsgeschichte zeigt, dass eine große Investition zwischen den Pfosten Wunder wirken kann. Im Sommer 2011 wechselte Neuer für 30 Millionen Euro an die Säbener Straße, in den darauffolgenden 14 Jahren hatte der FCB einen der besten Keeper der Welt - und der Geschichte - in der Mannschaft.
Nur allzu häufig hing das Wohl und Wehe des FC Bayern in den entscheidenden Momenten von Neuer ab, auf den fünfmaligen Welttorhüter war jedoch Verlass. Von einem großartigen Torhüter zehrt ein Verein darüber hinaus zumeist länger als von einem fantastischen Abwehrspieler oder Stürmer - auch weil die Karriere in der Regel langlebiger ist.
Sollte es zur Trennung zwischen Donnarumma und PSG kommen, darf sich der Abnehmer glücklich schätzen. Eines ist jedenfalls klar: Kommt ein solcher Spieler auf den Transfermarkt, muss sich jeder große Verein mit der Personalie befassen.
Selbst wenn eine Legende im eigenen Kasten steht.
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Quelle: Perform
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