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Lionel Messi schießt Argentinien beim Comeback zum Sieg, Brasilien siegt mit neuem Trainer deutlich
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Publiziert 02/09/2016 um 07:02 GMT+2 Uhr
Lionel Messi und Argentinien haben sich wieder lieb. Im Spiel eins nach dem Rücktritt vom Rücktritt trabte der fünfmalige Weltfußballer unter Applaus seiner Landsleute und mit einem zufriedenen Lächeln vom Platz, ehe er nach Wochen des Schweigens sein Herz öffnete. Vergessen die Tränen und Abschiedsworte nach dem verlorenen Copa-America-Finale Ende Juni in den USA.
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"Ich habe keinen in die Irre geführt. Ich war bitter enttäuscht, weil es ein harter Schlag war. Und was ich gesagt habe, war, was ich dachte. Aber danach, als ich merkte, was mir diese Truppe bedeutet, und wegen der Zuneigung der Menschen habe ich nachgedacht", erklärte der 29-Jährige, der beim 1:0 (1:0) der Gauchos in Südamerikas WM-Qualifikation gegen Uruguay die Kapitänsbinde und das Trikot mit der Nummer 10 so trug, wie es die Fans des Vize-Weltmeisters von ihm erwarten.
James Rodríguez und Gabriel Jesus brillieren
Nicht nur wegen seines Siegtores war Messi der Held des Spiels. Aber auch nicht der einzige am siebten Spieltag der Eliminatorias: James Rodríguez, bei Real Madrid derzeit zum Reservisten degradiert, zauberte bei Kolumbiens 2:0 (1:0) gegen Venezuela, und bei Brasiliens 3:0 (0:0) in Ecuador debütierte ein 19-Jähriger namens Gabriel Jesus mit einem an ihm verschuldeten Elfmeter und zwei sehenswerten Toren spektakulär.
Schon am Dienstag duellieren sich Brasilien und Kolumbien in der Amazonas-Stadt Manaus. Vor der Fortsetzung der WM-Ausscheidung sind die Kandidaten auf eines der vier Direkttickets zur Endrunde 2018 sowie auf Platz fünf, der den Umweg über die Play-offs nach Russland ermöglicht, enger zusammengerückt. Zwischen Spitzenreiter Argentinien und dem siebtplatzierten Südamerika-Meister Chile, der mit dem 1:2 (1:2) in Paraguay erneut Federn ließ, liegen gerade einmal vier Punkte.
Brasilien-Trainer Tite mit Traumeinstand
Argentinien verteidigt seine Tabellenführung am Dienstag bei Schlusslicht Venezuela wohl ohne Messi, dessen Siegtor (43.) gegen Uruguay dem neuen Trainer Edgardo Bauza einen Traumeinstand auf der Bank des WM-Zweiten bescherte. "Das Schambein schmerzt. Wir werden sehen", sagte der Stürmer des FC Barcelona. Fehlen wird auf jeden Fall Jungstar Paulo Dybala nach seiner Gelb-Roten Karte (45.).
Insgesamt erlebten die neuen Männer auf den Kommandobrücken der südamerikanischen Teams einen erfolgreichen Abend. Neben Bauza, Francisco Arce bei Paraguay und Guillermo Hoyos, der mit Bolivien das Kellerduell mit Peru 2:0 (1:0) gewann, feierte auch Brasiliens Chefcoach Tite, der vor dem Spieltag wohl am meisten den Druck des Gewinnenmüssens spürte, einen Einstand nach Maß. "Ich schäme mich zu sagen, dass wir am Telefon geweint haben. Vor Freude", berichtete der Nachfolger von Dunga, der direkt nach Schlusspfiff daheim bei Ehefrau Rose anrief.
Neymar bringt Seleção auf die Siegerstraße
Zuvor garantierte Debütant Gabriel Jesus den ersten Sieg der Seleção in Quito seit 33 Jahren. Nach einem Foul an dem Olympiasieger brachte Superstar Neymar den Rekordweltmeister per Elfmeter (72.) in Front, ehe das Sturmtalent, das im Dezember von SE Palmeiras zu Manchester City wechseln wird, mit zwei sehenswerten Treffern (87./90.+2) den Endstand markierte. Ecuador verlor zudem Juan Carlos Paredes (76.) durch eine Gelb-Rote Karte.
In Kolumbiens tropisch heißer Hafenstadt Barranquilla erzielte James das Führungstor (45.) und legte Macnelley Torres zum 2:0 (81.) mustergültig auf, vergab aber in der Nachspielzeit wie schon zuvor Sturmkollege Carlos Bacca (80.) einen Foulelfmeter. Beide Strafstöße wurden zudem mit Gelb-Roten Karten für die Venezolaner Wilker Ángel und Rolf Feltscher geahndet.
Chile verliert trotz Vidal-Treffer
In Asuncion legte Paraguay mit Toren von Óscar Romero (6.) und Paulo da Silva (9.) einen Blitzstart hin, ehe der Münchner Arturo Vidal (36.) die Partie mit dem Anschlusstreffer wieder spannend machte. Seine Bundesliga-Kollegen Charles Aránguiz (Leverkusen) und Eduardo Vargas (Hoffenheim) trugen sich nur mit Gelben Karten in die Statistik ein, Teamkollege Gary Medel gar mit Gelb-Rot in der Schlussminute.
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