Lukas Poldolski feiert emotionale Abschiedsparty in Köln: Kein Abschied vom Profifußball - Vertrag vor Verlängerung

Tränenreich hat sich Lukas Podolski vom 1. FC Köln verabschiedet. Doch der "Kölsche Jung" wird ein Teil des Vereins bleiben: "Ich bin immer einer vom 1. FC Köln." 2003 begann Podolski seine Karriere in der Domstadt und blieb immer mit dem Verein verbunden. Nach Stationen beim FC Bayern München und Arsenal spielt der Weltmeister aktuell bei Gornik Zabrze in der ersten polnischen Liga.

"Vieles richtig gemacht": Podolski über emotionalen Abschied

Quelle: SID

Unter dem weinenden Kölner Nachthimmel kullerten Lukas Podolski die Tränen über die Wangen. Von 50.000 Fans ließ sich der "Kölsche Jung" mehr als eine halbe Stunde lang huldigen.
Dann verließ er sein "Wohnzimmer", das Rhein-Energie-Stadion, ein letztes Mal mit dem Geißbock auf der Brust. "Einmal Kölner, immer Kölner", wiederholte er mehrfach. Prinz Poldi wird zurückkehren.
"Jetzt ist hier auf dem Platz Schluss, aber man sieht sich auf jeden Fall neben dem Platz wieder", sagte Podolski über den emotionalen Höhepunkt des Abends, der mit Ausschreitungen in der Innenstadt mit neun verletzten Polizisten und einem lebensgefährlich niedergestochenen polnischen Fan tragisch gestartet war. Ein mutmaßlich Tatbeteiligter wurde festgenommen, die Fahndung läuft weiter.
Im Kölner Stadion, wo alles friedlich blieb, feierten Podolski auch zahlreich mitgereiste Fans von Gornik Zabrze, dessen aktuellem Verein. Der FC-Anhang widmete dem 39-Jährigen ein Bild, eine Fahne und ein Banner: "Poldi: Stück des Vereins, Kind der Kurve, Teil der Stadt! Danke für alles!"

Podolski will in Polen weiterspielen

In Zukunft will er sich auch zu ihnen gesellen, ob daheim oder auswärts. Passend dazu zündete er in der Kölner Südkurve eine Leuchtfackel. "Ich wollte immer normal bleiben, einer von der Straße. Ohne die Fans ist der Fußball nichts", sagte Podolski.
Die unverblümten TV-Interviews, die positive Frohnatur, seine "linke Klebe" - all das wird nicht nur in Köln in Erinnerung bleiben. Weltmeister-Trainer Joachim Löw huldigte Podolski bei "ProSieben" als einen der "besten und beliebtesten Stürmer aller Zeiten" in Deutschland.
Was in der Kölner Feierwut beinahe unterging: Sein Abschied vom FC, der ja ohnehin nur ein "Auf Wiedersehen" ist, ist längst noch kein Abschied von der Fußballbühne. Der Weltmeister hat noch ein bisschen Fußball zu spielen.
Nach mehr als 20 Jahren Profi-Karriere, 130 Länderspielen inklusive WM-Pokal, 181 Einsätzen für den 1. FC Köln, Stationen in München, London, Mailand, der Türkei und Japan hat er auch in Polen noch nicht genug. Sein Vertrag bei Gornik läuft bis Mai 2025. Er könne sich gar vorstellen, noch einmal zu verlängern, ließ er durchblicken.

"Kölsche Jung" auch nach Karriereende?

Und danach? Der FC hatte unlängst bekannt gegeben, dass er Gespräche mit Podolski über eine unterstützende Rolle nach dem Karriereende führe. Aus seiner Herzensstadt ist er als tüchtiger Geschäftsmann samt Dönerkette, Eisdielen, Brauhaus, Modelabel, Baller League und zahlreichen Events ohnehin nicht mehr wegzudenken.
Das Highlightspiel in Köln war schließlich kein Abschied, nur ein "Auf Wiedersehen".
(SID)
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