Mario Balotelli blickt auf Karriere und verpassten Ballon d'Or: "Spielte nur mit 20 Prozent"

Mario Balotelli ist bekannt für sein großes Selbstbewusstsein. Da verwundern die Aussagen des italienischen Stürmers im Podcast "Muschio Selvaggio" des Musikers Fedez nicht. "Mino Raiola (sein ehemaliger Berater, Anm. d. Red.) sagte mir immer, dass Ronaldo und Messi so viele Ballon d'Or bekommen, weil ich nur mit 20 Prozent meines Potenzial spiele", wird Balotelli in der "L'Équipe" zitiert.

Mario Balotelli

Fotocredit: Getty Images

"Und wenn ich mit 100 Prozent spielen würde, hätte ich schon einen. Er hatte Recht! Das tut mir im Herzen weh, denn wenn ich zurückgehen müsste, wäre das das Erste, was ich sofort ändern würde", erklärte der 32-Jährige, der mittlerweile beim FC Sion in der Schweiz unter Vertrag steht.
In seiner Karriere spielte Balotelli bei zahlreichen europäischen Topklubs, unter anderem Manchester City, AC Mailand, Inter und FC Liverpool.
Als ein verschwendetes Talent wollte sich der Angreifer aber nicht bezeichnen.
"Ich hätte sicherlich mehr erreichen können, aber ich habe alles im Verein gewonnen. Ich habe nur die Europameisterschaft oder die Weltmeisterschaft mit der Nationalmannschaft verpasst", meinte Balotelli. Tatsächlich gewann der Italiener mehrere große Titel, darunter drei Meisterschaften sowie die Champions League mit Inter, oder den englischen Meistertitel mit ManCity.

Balotelli gesteht eigene Fehler - und schwärmt von Haaland

Dennoch gab Balotelli zu: "Ich weiß, dass ich Fehler gemacht habe. Aber es ist auch wahr, dass ich immer im Rampenlicht stand. Abgesehen von meinem eigenen Charakter und dem Etikett, als Teenager ein Wunderkind gewesen zu sein, trug wohl auch der Status dazu bei, der erste schwarze Spieler im italienischen Nationalteam zu sein, dass die Leute immer darüber sprachen, was ich abseits des Platzes tat."
Mit Blick auf die aktuellen Topstürmer in Europa sagte der 32-Jährige: "Haaland und Mbappé werden, wenn sie die richtige Einstellung haben, die nächsten Messis und Ronaldos für die nächsten zehn Jahre sein. Ich mag auch Leão und Osimhen sehr. In meinen Augen können diese vier Fußballgeschichte schreiben."
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